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Trump-Enthüllungsbuch: Pompeo attackiert Bolton

«Ein Verräter»: Pompeo attackiert Bolton wegen Enthüllungsbuch

19.06.2020, 06:3119.06.2020, 06:32

Nach Bekanntwerden explosiver Vorwürfe von John Bolton über US-Präsident Donald Trump greift Aussenminister Mike Pompeo den ehemaligen Nationalen Sicherheitsberater scharf an.

Secretary of State Mike Pompeo, left, and national security adviser John Bolton, right, talk before the start of a news conference with President Donald Trump and Japanese Prime Minister Shinzo Abe in ...
Da war die Stimmung noch besser: Mike Pompeo und John Bolton im Juni 2018 in Washington. Bild: AP/AP

«Es ist sowohl traurig als auch gefährlich, dass John Boltons letzte öffentliche Rolle die eines Verräters ist, der Amerika Schaden zufügte», schrieb Pompeo am Donnerstagabend (Ortszeit) auf Twitter. Bolton habe das Vertrauen des amerikanischen Volkes in ihn verletzt.

Zuvor waren Passagen aus Boltons Buch öffentlich geworden, das nächste Woche herauskommt. Er beschreibt Trump darin US-Medien zufolge als ahnungslos, überfordert und als einen Politiker, der seine Wiederwahl stets über die Interessen des Landes stellt.

Trump soll demnach sogar den chinesischen Präsidenten Xi Jinping um Wahlhilfe gebeten haben. Trump wiederum bezeichnete das Buch als eine «Zusammenstellung von Lügen und erfundenen Geschichten»

Er habe das Buch noch nicht gelesen, so Pompeo weiter. Anhand der Auszüge könne er aber sehen, dass Bolton eine Reihe von «Lügen» und «Halbwahrheiten» verbreite. «An unsere Freunde auf der ganzen Welt: Sie wissen, dass Präsident Trumps Amerika eine Kraft des Guten auf der Welt ist.» Mit seiner Zurückweisung von Boltons Darstellungen folgt Pompeo einer Reihe von Mitarbeitern der Trump-Regierung.

In einem Interview mit dem Fernsehsender ABC hatte Bolton zudem gesagt, Trump sei nicht für das Amt des Präsidenten geeignet. «Ich glaube nicht, dass er die Kompetenz hat, den Job zu machen», sagte Bolton einem am Donnerstag veröffentlichten Ausschnitt des Gesprächs zufolge. Der 71-Jährige hatte eineinhalb Jahre lang mit Trump zusammengearbeitet.

Die US-Regierung bemüht sich, die für den 23. Juni geplante Veröffentlichung des Buchs noch gerichtlich zu stoppen. Bolton verbreite geheime Informationen und gefährde damit die nationale Sicherheit, hiess es zur Begründung.

Das knapp 600 Seiten umfassende Werk trägt den Titel «The Room Where It Happened» (etwa: Der Raum, in dem es geschah). Bolton soll vom Verlag Simon & Schuster rund zwei Millionen Dollar (1.8 Millionen Euro) dafür erhalten haben. (sda/dpa)

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Trump und Bolton - eine Feindschaft in Bildern
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Trump und Bolton - eine Feindschaft in Bildern
Aussenpolitik nach Bauchgefühl, gefährliches Unwissen und ein unbändiger Wunsch nach einer zweiten Amtszeit - so beschreibt der frühere nationale Sicherheitsberater John Bolton den Regierungsstil von US-Präsident Donald Trump.
quelle: ap/ap / pablo martinez monsivais
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