International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Snowzilla» an der US-Ostküste: Mindestens 19 Tote + Reiseverbot in New York + Flugverkehr lahmgelegt



Zusammenfassung

Einer der schwersten Schneestürme seit Jahren hat weite Teile des Ostens der USA lahmgelegt und mindestens zehn Menschen das Leben gekostet. Es gab Hunderte Verkehrsunfälle, Autofahrer strandeten auf den Strassen, auf vielen Flughäfen ging nichts mehr. «Es ist schlimm und es wird mit rasender Geschwindigkeit schlimmer», sagte New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio am Samstagabend New Yorker Zeit.

Wie der Schneesturm das Leben an der Ostküste über Nacht veränderte, zeigen diese Bilder eindrücklich:

New York am Freitag, 22. Januar (Zufahrt zum Flughafen La Guardia)

Bild: MIKE SEGAR/REUTERS

New York am Samstag, 23. Januar (Downtown Manhatten)

Bild: JASON SZENES/EPA/KEYSTONE

New York's Bürgermeister Bill de Blasio befürchtet, dass der Sturm einer der schlimmste in der Geschichte der Stadt werden könnte. Er hat deshalb ein komplettes Reiseverbot verhängt. Wer noch auf den Strassen sei, der solle so schnell wie möglich Unterschlupf suchen, so de Blasio am Samstagabend. 

Auch sämtliche Vorführungen am berühmten Broadway wurden abgesagt.

Über 160'000 Menschen waren am Samstagvormittag ohne Strom. In der Bundeshauptstadt Washington kam das öffentliche Leben völlig zum Stillstand, und auch die Grossstädte New York, Baltimore und Philadelphia waren besonders schwer betroffen.

epa05121161 Snow accumulates on vehicles parked along Jenifer Street during a major blizzard in Washington, DC, USA, 23 January 2016. Winter Storm Jonas is expected to dump more than two feet (61 centimeters) of snow in the Washington, DC region throughout weekend.  EPA/JIM LO SCALZO

Schatz, wo hab ich das Auto genau abgestellt? Strasse im völlig zugeschneiten Washington DC.
Bild: JIM LO SCALZO/EPA/KEYSTONE

Zu den heftigen Schneefällen kamen insbesondere in den küstennahen Gebieten schwere Stürme mit extrem schlechter Sicht. So wurden für weite Regionen mit insgesamt 30 Millionen Einwohnern Blizzard-Warnungen ausgegeben, elf Bundesstaaten von Georgia bis New York sowie die Stadt Washington riefen den Notstand aus. In New Jersey peitschten Sturmböen ausserdem hohe Wellen an Land, und es kam zu Überschwemmungen.

So schön sieht der Schneesturm aus dem All aus

Astronaut Scott Kelly twitterte dieses eindrückliche Bild von der Raumstation ISS

Die Schneefront hatte sich am Freitag von Georgia über Kentucky und North Carolina nordwärts ausgebreitet, in zahlreichen Gebieten musste sich die Bevölkerung auf 36 Stunden ununterbrochenen Schneewirbel einstellen. So wurden in Washington bereits am Samstagmorgen bis zu 40 Zentimeter Schnee gemessen - Meteorologen hielten es für möglich, dass bis Samstagnacht mehr als 30 Zentimeter hinzukommen.

Schulen geschlossen

Regierungsbehörden und Schulen hatten bereits am Freitag geschlossen. Auch der öffentliche Nahverkehr im Grossraum Washington wurde bis Sonntag eingestellt - das hatte es in dieser Form bisher noch nicht gegeben.

epa05121223 Children play in the snow in the Washington, DC, suburb of Mount Rainier, Maryland, USA, 23 January 2016. Winter storm 'Jonas' is expected to dump more than two feet (61 centimeters) of snow in the Washington, DC, region throughout the weekend.  EPA/DREW ANGERER

Nahverkehr eingestellt, Schulen geschlossen: Kinder spielen in Washington DC im Schnee.
Bild: DREW ANGERER/EPA/KEYSTONE

Auch in New York schneite es heftig - stärker, als zunächst vom Nationalen Wetterdienst vorausgesagt. Bis zum Sonntagmorgen musste sich die Bevölkerung auf bis zu 40 Zentimeter Schnee einstellen. «Es gibt keinen Grund, auf den Strassen zu sein, ausser in einem echten Notfall», warnte denn auch der Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo.

Snowzilla

Bereits in der Nacht zum Samstag waren in der Millionenmetropole mehr als 2300 Fahrzeuge der Stadtreinigung unterwegs, um Schnee zu räumen und Salz zu streuen. Nach Angaben von Bürgermeister Bill de Blasio standen 300'000 Tonnen Salz bereit, auch 600 Nationalgardisten und 16 Notunterkünfte wurden für den Ernstfall vorbereitet.

Tausend Flugausfälle

Allein an den Flughäfen in New York und New Jersey wurden nach Zählung der Website Flightaware.com rund 1000 Flüge gestrichen. Der Sender CNN sprach von insgesamt mehr als 9400 Flugausfällen bis Sonntag.

Der Flugverkehr von und nach New York gestern (rechts) und heute.

Auf den winterlichen Strassen brach vielerorts der Verkehr zusammen. Rund 1000 Unfälle meldete die Polizei allein in Virginia, wie CNN berichtete. Ein Mensch kam dort ums Leben. Sieben weitere Tote gab es in den Bundesstaaten Kentucky und North Carolina.

Auf einer Autobahn in Kentucky sassen Tausende Menschen teils mehr als 20 Stunden in ihren Fahrzeugen fest. Nach US-Fernsehberichten stauten sich die Autos zeitweise auf einer Länge von mehr als 50 Kilometern.

Weil die Schlechtwetterfront am Samstag vor der Küste über dem Atlantik auftankte, erwarteten Meteorologen, dass zunehmend nasser und schwerer Schnee fällt - und damit die Gefahr wächst, dass Bäume unter der Last umstürzen und Stromleitungen heruntergerissen werden.

Nach der Misere von Freitag und Samstag wurde für Sonntag strahlender Sonnenschein bei Minusgraden vorausgesagt: ideales Wetter für Wintersportler, Familien und Ausflügler. (meg/sda/dpa)

Error
Cannot GET /_watsui/filler/

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Noch 31 Personen auf der Intensivstation wegen Covid-19 – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Olma in St. Gallen findet 2020 nicht statt

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

10
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dukedelbloque 24.01.2016 10:13
    Highlight Highlight Die Beschreibung bei Bild 3 bringt mich immerwieder zum lachen. Es ist doch offensichtlich eine Frau. 😋
  • FrankyVegas 24.01.2016 09:52
    Highlight Highlight 19 Tote bei Autounfällen usw..und was haben die z.B. in New York mit den ganzen Obdachlosen gemacht?? Wieviele sind da umgekommen??
  • samy4me 24.01.2016 02:21
    Highlight Highlight Und die Natur zeigt dem Menschen mal wieder wer Chef ist...
  • Picker 23.01.2016 23:11
    Highlight Highlight Es müsste "New York City verhängt komplettes Reiseverbot" heissen.

    New York ist 3+ Mal grösser als die Schweiz und es schneit momentan noch nicht mal richtig in vielen Gebieten ausserhalb von New York City.

    New York ist nicht gleich New York City.
  • Dadaist 23.01.2016 20:39
    Highlight Highlight Also es ist zwar mega schlimm das 10 Menschen sterben mussten aber warum schneits es in der Schweiz nie(Berge sind ausgenommen)? #prayforblizzardinswitzerland 😉
    • Micha Moser 23.01.2016 21:19
      Highlight Highlight Jaa mensch, warum muss es bei uns immer sicher sein? Schrecklich sowas..
    • GeneralButtNaked 23.01.2016 22:44
      Highlight Highlight #prayforblizzardinswitzerland
      Lasst das blizzen beginnen 😂😜
    • Bijouxly 24.01.2016 00:07
      Highlight Highlight ich wüsste lieber, woran dass die gestorben sind. wegen 40 cm schnee stirbt man ja nicht einfach. was machen denn die auch immer? andere länder schaffen es auch, sich ganz normal auf grosse schneemengen (und dazu zählen als 40 cm noch nicht) vorzubereiten. die usa machen einfach immer ein riesen theater anstatt sich mal anständige winterreifen, schneeräummaschinen und schneeketten zu kaufen. UND endlich ihr armseliges stromnetz vom dritte-welt-status ins 21. jahrhundert zu bringen!
    Weitere Antworten anzeigen

Gänsehaut-Moment vor dem Weissen Haus – Tausende Menschen singen «Lean on me»

In Washington DC kam es gestern Abend zu einem ergreifenden Moment: Ein Mann singt «Lean on Me» von Bill Withers. Begleitet wird er von einem Klavier.

>> Alle News zu den Protesten im Liveticker

Ihm hören Tausende Menschen zu, wippen im Takt mit, halten ihre Smartphones und Feuerzeuge hoch. Dann stimmen viele der Protestierenden ein, singen mit.

Taylor Popielarz, ein Journalist, fasst die surrealen Verhältnisse zusammen: Auf der einen Seite friedvolle Demonstranten, die am Boden sitzen und …

Artikel lesen
Link zum Artikel