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Fall Khashoggi: US-Senat stellt sich frontal gegen Trump-Kurs



Der US-Senat hat sich gegen den Saudi-Arabien-Kurs von Präsident Donald Trump gestellt. In einer Resolution bezeichnete die von Trumps Republikanischer Partei beherrschte Kammer Kronprinz Mohammed bin Salman als «verantwortlich für den Mord» an Jamal Khashoggi.

epa07167075 (FILE) - Saudi journalist and former editor-in-chief of the Saudi newspaper Al-Watan Jamal Khashoggi attends the the opening ceremony of 11th edition of Arab Media Forum 2012 in Dubai, United Arab Emirates, 08 May 2012 (reissued 15 November 2018). According to reports, Saudi Arabia's Attorney General Saud al-Mujeb on 15 November told a press conference that an order to bring back Saudi journalist Jamal Khashoggi to Saudi Arabia, even by force, was issued on 29 September by the former Deputy President of the General Intelligence Presidency, adding he had requested the death penalty for five people who have allegedly confessed to their involvement in the killing of Khashoggi at the kingdom's consulate building in Istanbul on 02 October. Al-Mujeb confirmed that 11 people had been accused of participating in the assassination of Khashoggi.  EPA/ALI HAIDER *** Local Caption *** 54713567

Jamal Khashoggi im Jahr 2012. Bild: EPA/EPA

Der Senat forderte zudem in einer anderen Resolution ein Ende der US-Unterstützung für den saudiarabischen Militäreinsatz im Bürgerkrieg im Jemen. Die USA lassen den sunnitische Königreich Geheimdienstinformationen zukommen und bilden Piloten aus.

Es ist das erste Mal, dass sich der Senat in der Aussenpolitik derart klar gegen Trump positioniert. Trump stellt die Beteiligung des saudiarabischen Thronfolgers an der Tötung Khashoggis in Frage – und damit wohl auch die Erkenntnisse der CIA.

Der US-Auslandsgeheimdienst geht laut Medienberichten mit «mittlerer bis hoher Sicherheit» davon aus, dass der Kronprinz die Tötung des regierungskritischen saudiarabischen Journalisten Khashoggi am 2. Oktober im Konsulat seines Heimatlandes in Istanbul angeordnet hatte.

Trump will an seiner engen Partnerschaft mit Saudi-Arabien festhalten. Er argumentiert dabei unter anderem mit den US-Rüstungsgeschäften. Die Trump-Regierung ist zudem mit Riad in einer gemeinsamen Front gegen den schiitischen Iran vereint, der im jemenitischen Bürgerkrieg die ebenfalls schiitischen Huthi-Rebellen unterstützt.

Die jetzt vom Senat verabschiedete Resolution zum Jemen-Konflikt bedarf allerdings noch der Verabschiedung durch das Repräsentantenhaus, das nicht vor Januar über sie beraten wird. Trump könnte zudem ein Veto gegen die Resolution einlegen. Sie hat deswegen vor allem symbolischen Charakter. (sda/afp/dpa/reu)

Fall Khashoggi: Ein Mord mit politischen Konzequenzen

Video: watson

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