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Die «Time»-Person des Jahres 2018 ist Jamal Khashoggi – und weitere Journalisten



Jedes Jahr aufs neue kürt das «Time»-Magazin eine Person, die das Jahr besonders geprägt hat. Für gewöhnlich. Dieses Jahr sind es mehrere Personen. Das «Time»-Magazin brachte gleich vier verschiedene Titelbilder raus:

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Die Personen sind allesamt Journalisten, die für ihre Arbeit getötet oder verhaftet worden sind. Die Zahl der für ihre Arbeit verfolgten Journalisten ist auf einem Rekordhoch. So waren es im Jahr 2017 262 dokumentierte Fälle, wie NBC News schreibt.

Jamal Khashoggi

Die prominenteste Person ist der getötete saudische Journalist Jamal Khashoggi. Er wurde von Landsleuten im saudischen Konsulat in Istanbul auf grausame Art und Weise getötet. Zuletzt war er für die «Washington Post» als Kolumnist tätig.

«The Capital Gazette»

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Die Opfer im Uhrzeigersinn von oben links: John McNamara, Rebecca Smith, Rob Hiaasen, Gerald Fischman und Wendi Winters.

Des Weiteren wurden die vier getöteten Journalisten und eine Sales-Person von der «Capital Gazette» ausgezeichnet. Ein bewaffneter Mann drang im Sommer in die Redaktion der Lokalzeitung in der US-Stadt Annapolis ein. Dort erschoss er die fünf Menschen, zwei weitere wurden verletzt. 

Wa Lone und Kyaw Soe Oo

In this combination image made from two photos, Reuters journalists Kyaw Soe Oo, left, and Wa Lone, are handcuffed as they are escorted by police out of the court Monday, Sept. 3, 2018, in Yangon, Myanmar. Lawyers for the two Reuters journalists imprisoned in Myanmar have appealed the verdict that sent them to prison for seven years for illegal possession of official documents. (AP Photo/Thein Zaw)

Bild: AP/AP

Ein Richter in Myanmar verurteilte im September die beiden Reuters-Journalisten zu sieben Jahren Gefängnis. Ihr Verbrechen? Sie verstiessen gegen ein Kolonialgesetz für die Verletzung von Staatsgeheimnissen, als sie über das Massaker an den Rohingya berichteten.

Maria Ressa

epa07213935 Maria Ressa, CEO and Executive Editor of online news site Rappler and President of Rappler Holdings Corporation, attends a court hearing at a regional trial court in Pasig City, Philippines, 07 December 2018. The president of Rappler, a media outlet known to be critical of the Philippine president Rodrigo Duterte, is being accused of tax evasion. The case against Rappler has been criticized by international rights groups such as Human Rights Watch (HRW), who say it is 'politically motivated and part of the Duterte administration's campaign to harass, threaten and intimidate critics.' Duterte has made no secret of his hostility towards Rappler, accusing it of being financed by the CIA and banning its reporters from accessing the presidential palace in February.  EPA/FRANCIS R. MALASIG

Bild: EPA/EPA

Die ehemalige CNN-Ressortleiterin gründete das Newsportal Rappler. Die Filipina berichtete kritisch über die Drogenpolitik des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte. Dies brachte ihr und dem Portal eine Reihe von Rechtsstreiten mit dem Justizdepartement ein. 

(jaw)

Fall Khashoggi: Ein Mord mit politischen Konsequenzen

Video: watson

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Imnon 11.12.2018 14:45
    Highlight Highlight In Wahrheit sind dies heutzutage die wichtigsten Kämpfer für Freiheit. Und sie stehen an der Front.
    Die Würdigung in und auf der Time finde ich super. Am liebsten wäre es mir, wenn alle Medien rund um die Welt eine Ehrung der Journalisten thematisieren würden.

    Sehr viele Menschen verstehen nicht, wieviel diese Leute für uns riskieren.

    Watson, wie wäre es mit einer Reihe über getötete Journalisten? Pro Artikel ein Journalist: Wer war er, was war seine Arbeit, warum und wo wurde er getötet?

    Das könnte doch einigen die Augen öffnen. Bitte macht das! Bitte!
    • AdiB 11.12.2018 17:29
      Highlight Highlight Ja klar, khashoggi war ja ein freidenker, der immer für die gerechte sache kämpfte.
      *ironie off*

      Khashoggi war ein freund des königs. Er mochte nur salman nicht. Ansonsten war khashoggi eine art köppel von saudi arabien.
      Die familie khashoggi zählt zum arabischen establishment und zur weltweiten elite.
      Ein gutes bespiel mit was diese familie ihr geld verdiente und somit zu den reichsten der reichsten zählen ist sein onkel, adnan khashoggi der waffenkönig.
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Adnan_Khashoggi

      Es ist doch paradox dass so einer noch als "held"geehrt wird.



    • AdiB 11.12.2018 18:03
      Highlight Highlight @zoidberg, salman mochte ihn nicht, weil khashoggi salman auch wegen dem streit mit katar kritisiert. In einer sendung in den usa hat khashoggi gegen trump gewettert, darauf hin hat salman khashoggi verwarnt. Deshalb auch trumps unterstützung für salman.

      Es ist aber bemerkenswert wie medien aus einem eliteren menschen, dessen leben zum teil von krieg und elend finanziert wurde einen "kämpfer der freiheit" machen können. Dies sogar obwohl man innert par minuten rausfinden kann wer diese person wirklich war.
    • Imnon 11.12.2018 19:01
      Highlight Highlight Und weil Kashoggi nicht sauber war, darf man jetzt alle anderen Journalisten ächten, verfolgen oder umbringen?
    Weitere Antworten anzeigen

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