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In this June 10, 2020 photo, President Donald Trump speaks during a roundtable discussion in the Cabinet Room of the White House in Washington. Trump has lobbed a broadside attack against the International Criminal Court. He's authorizing economic sanctions and travel restrictions against court workers directly involved in investigating American troops and intelligence officials for possible war crimes in Afghanistan without U.S. consent. The executive order Trump signed on Thursday marks his administration’s latest attack against international organizations, treaties and agreements that do not hew to its policies. (AP Photo/Patrick Semansky)
Donald Trump

«Person, Woman, Man, Camera, TV» Bild: keystone

«Person, Woman, Man, Camera, TV» – Donald Trump prahlt mit seinem guten Gedächtnis



US-Präsident und selbsternanntes «stabiles Genie» Donald Trump hat einem Journalisten des konservativen US-Fernsehsender Fox News wieder einmal gezeigt, dass er ein hervorragendes Gedächtnis hat.

In einem Interview prahlte der 74-Jährige mit dem Ergebnis eines Intelligenztests, den er einmal machte. Vor ein paar Tagen geriet er bei einem Interview in Erklärungsnot, als Fragesteller Chris Wallace dem Präsidenten sagte, der Test sei nicht so schwierig, wie Trump allen weismachen will.

Um der Welt jedoch zu beweisen, dass der Test wirklich schwierig sei, lieferte Trump im jüngsten Interview ein Beispiel: Fünf Wörter habe ihm der zuständige Arzt Ronny Jackson während des Wahrnehmungstests vorgegeben, die der Präsident anschliessend in der korrekten Reihenfolge habe wiedergeben müssen.

«Person, Woman, Man, Camera, TV»

Donald Trump

Übersetzt heisst das: Person, Frau, Mann, Kamera, Fernsehen. Trump wiederholt die Worte, der Interviewer nickt lächelnd. Doch das war nicht die ganze Aufgabe: Trump musste zu einem späteren Zeitpunkt während des Tests die Worte noch einmal wiederholen. «Person, Woman, Man, Camera, TV», sagt er also zum dritten Mal.

«Der Arzt meinte, das sei alles andere als einfach und niemand würde das sonst schaffen. Doch für mich war das einfach», so Trump.

Um dann nochmals zu wiederholen: «Person, Woman, Man, Camera, TV

Hier gibts die ganze Szene im Video:

Das sind die Fragen, die Trump so schwer findet

Wir haben uns den Test angesehen, über den Chris Wallace und Trump stritten. Es handelt sich dabei um das Montreal Cognitive Assessment (MoCA). Es wurde 1996 von dem Neurologen Dr. Ziad Nasreddine erstellt. Nasreddine selbst betonte am Montag gegenüber «MarketWatch», dass der Test «für jemanden, der keine kognitive Beeinträchtigung hat, einfach sein soll» – und betonte, dass es kein IQ-Test ist. Der Test solle vielmehr Ärzten dabei helfen, frühe Anzeichen von Alzheimer zu erkennen.

Eine der ersten Fragen bezieht sich darauf, Tiere zu benennen. Allerdings ist bei der Version, die wir gefunden haben, kein Elefant dabei. Dafür ein Löwe, ein Nashorn und ein Dromedar. Es gibt aber auch eine Version des Tests, in der ein Elefant benannt werden soll.

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Grosses Katzenwesen, Zweihorndickhäuter, Bergrückenwüstenpferd. bild: screenshot moca

Und auch wenn das Niveau der Fragen leicht ansteigt: Die letzten fünf Fragen des Tests sind durchaus machbar, auch der von Trump gerne als 'Sleepy Joe' gebashte Biden hätte höchstwahrscheinlich keine Probleme damit.

Bei der fünftletzten Frage des Tests wird der Proband aufgefordert, einen Satz laut zu wiederholen. Anschließend soll er so viele Wörter wie möglich nennen, die mit einem F beginnen.

Bild

Feuer, Fliege, Fach, Fisimatenten, Flachbettscanner! bild: screenshot moca

Es folgt der Abschnitt «Abstraktion». In diesem muss man die Gemeinsamkeit von zwei Objekten wie Zügen und Fahrrädern (Verkehrsmittel) oder einer Uhr und einem Lineal (Messgeräte) erkennen.

Danach wird es dann wieder einfach: Im Abschnitt «Orientierung» muss das Datum des gerade aktuellen Tages genannt werden.

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Hätte sich Trump auch die Reihenfolge dieser Wörter merken können? bild: screenshot moca

Ach ja:

Person, Woman, Man, Camera, TV!

(dfr/watson.de)

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