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Sea-Based X-Band Radar

Gigantische Radarplattform: Das Sea-Based X-Band Radar (SBX).  Bild: Wikimedia

USA schicken «fahrenden Golfball» gegen Kim Jong-uns Raketen nach Korea



Das Wasserfahrzeug, wenn man es denn so nennen will, sieht äusserst seltsam aus. Das liegt vor allem an der grossen weissen Kuppel, die mitten auf dem Ding thront – das eigentlich eine zweckentfremdete Ölbohrplattform ist. 

Das ganze kuriose Gefährt heisst Sea-Based X-Band Radar (SBX) und bildet – als Instrument zur Früherkennung von Raketenstarts – einen Teil des US-Raketenabwehrsystems. Normalerweise dümpelt das SBX vor der Küste Alaskas oder im Hafen von Pearl Harbor auf Hawaii – doch jetzt hat das Pentagon die schwimmende Radarplattform vor die nordkoreanische Küste geschickt, wie die britische Zeitung «The Sun» schreibt

Sea-Based X-Band Radar

50'000 Tonnen Hightech: Das SBX soll von der US-Ostküste aus einen Baseball an der Westküste erkennen können.  Bild: Wikimedia

Die schwimmende Radarstation soll im Ernstfall nordkoreanische Raketen mit Ziel Kalifornien abfangen. Nordkorea hat dieses Jahr bereits zwei Atomversuche durchgeführt und mehr als 20 ballistische Raketen abgefeuert. 

Militärische Machtdemonstration

Das 50'000 Tonnen schwere SBX ist 90 Meter lang und soll von der anderen Seite des Kontinents aus einen Baseball über San Francisco erkennen können. 

Neben dem SBX schicken die US-Streitkräfte auch ein Atom-U-Boot in den westlichen Pazifik: Die USS Pennsylvania wurde nach Guam verlegt. Japanische und amerikanische Einheiten halten diese Woche gemeinsame Manöver auf Pazifikinseln ab. Adressat dieser militärischen Machtdemonstration dürfte nicht nur der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un sein, sondern auch die KP-Führung in Peking. China erhebt Anspruch auf verschiedene Inselgruppen im Südchinesischen Meer, was zu Spannungen mit Anrainerstaaten führt. (dhr)

The U.S. Navy Sea-based X-Band radar leaves Pearl Harbor as two hurricanes approach the Hawaiian islands, in Honolulu, Hawaii, August 6, 2014. Hurricane Iselle barrelled west across the Pacific Ocean towards the Hawaiian Islands on Wednesday, where officials warned residents and tourists of possible flooding and mudslides and ordered schools closed. Tracking about two days behind Iselle was hurricane Julio, which was upgraded from a tropical storm on Wednesday and could also bring heavy surf and high winds.  REUTERS/Hugh Gentry (UNITED STATES - Tags: ENVIRONMENT MARITIME MILITARY)

Das Sea-Based X-Band Radar in Pearl Harbor, Hawaii.  Bild: HUGH GENTRY/REUTERS

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