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A police officer walks at the scene where eleven people were killed during a mass shooting at the Virginia Beach city public works building, Friday, May 31, 2019 in Virginia Beach, Va. A longtime, disgruntled city employee opened fire at a municipal building in Virginia Beach on Friday, killing 11 people before police fatally shot him, authorities said.  Six other people were wounded in the shooting, including a police officer whose bulletproof vest saved his life, said Virginia Beach Police Chief James Cervera. (L. Todd Spencer/The Virginian-Pilot via AP)

Ein Polizeibeamter am Tatort in Virginia Beach. Bild: AP/The Virginian-Pilot

Schütze tötet in US-Stadtverwaltung zwölf Menschen – Polizei erschiesst ihn



Ein Schütze hat am Freitag in Virginia Beach im US-Bundesstaat Virginia mindestens elf Menschen getötet. Zum Tatort gerufene Polizisten töteten den Mann schliesslich bei einem Schusswechsel.

Dies sagte der örtliche Polizeichef James Cervera am Freitag (Ortszeit). Mindestens sechs Personen seien zudem verletzt worden, als der bewaffnete Mann in einem Gebäude der Stadtverwaltung das Feuer eröffnete. Vier Personen würden derzeit in Spitälern operiert. Der mutmassliche Täter sei seit langer Zeit bei der Gemeinde angestellt gewesen.

Cervera sagte weiter, der mutmassliche Täter sei kurz nach 16 Uhr (Ortszeit/22.00 Uhr MESZ) in das Gebäude eingedrungen und habe dort sofort wahllos auf Anwesende geschossen. Als Polizisten am Tatort eintrafen, habe der Schütze auch auf sie geschossen.

Ein Polizist sei von Kugeln getroffen, aber dank seiner Schutzweste nicht getötet worden, hiess es. Die Polizisten hätten das Feuer erwidert. Zunächst sei von elf Todesopfern die Rede gewesen.

Suche nach Motiv

Der Lokalsender WAVY berichtete, bei dem mutmasslichen Täter habe es sich um einen verärgerten städtischen Angestellten gehandelt, dem am Donnerstag gekündigt worden sei. Polizeichef Cervera sagte, der Mann sei weiterhin bei der Stadt angestellt gewesen. Cervera sprach von einem «verheerenden Vorfall», bei dem Vieles noch ungeklärt sei. «Wir haben wirklich mehr Fragen, als Antworten», betonte er.

Eine städtische Angestellte, die sich bei dem Angriff im Gebäude aufgehalten hatte, sagte WAVY, sie habe Schreie und Schüsse gehört und die Nummer des Notrufs gewählt . «Wir haben uns im Büro verbarrikadiert.» Sie und ihre Kollegen hätten die Tür mit einem Schreibtisch blockiert. «Wir haben nur gehofft, dass es bald vorbei sein werde.»

Die tödliche Attacke in der rund 320 Kilometern südöstlich der Hauptstadt Washington gelegenen Stadt löste Entsetzen aus. Bürgermeister Bobby Dwyer sprach vom «verheerendsten Tag in der Geschichte von Virginia Beach». Virginias Gouverneur Ralph Northam bezeichnete die Tat als «entsetzlich». Er sprach den Hinterbliebenen sein Mitgefühl aus.

Gestärkt hervorgehen

Auch der Sänger und Produzent Pharrell Williams, der aus Virginia Beach stammt, bekundete seine Anteilnahme. Er bete für die Stadt, die Toten und ihre Familien, schrieb er im Onlinedienst Twitter. «Wir werden das nicht nur durchstehen, sondern stärker als zuvor daraus hervorgehen», schrieb er im Onlinedienst Twitter.

In den USA kommt es auch wegen der laxen Waffengesetze immer wieder zu tödlichen Angriffen, bei denen Täter wahllos auf Menschen schiessen. 2007 hatte ein 23-Jähriger an der grössten Hochschule in Virginia, der Virginia Tech, 32 Menschen erschossen, bevor er sich selbst tötete. Bemühungen von Organisationen für strengere Waffengesetze scheitern am Widerstand vor allem konservativer Politiker und der mächtigen Waffenlobbyorganisation NRA.

Der Fraktionschef der Demokraten im US-Senat, Chuck Schumer, nannte das Massaker in Virginia am Freitag «eine weitere furchtbare Tragödie», die daran erinnere, dass Waffengewalt in den USA angesprochen werden müsse. «Das kann nicht weitergehen.» (sda/dpa/afp)

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16
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Starforrze 01.06.2019 13:35
    Highlight Highlight thoughts and prayers...
  • algusto 01.06.2019 13:15
    Highlight Highlight Und Trump wird nun wohl auch alle Mitarbeiter von Stadtverwaltungen mit automatischen Waffen ausrüsten wollen (Sekretärinnen, Buchhalter, Putzpersonal)....
  • Gawayn 01.06.2019 11:49
    Highlight Highlight In den USA über einen vernünftigen Umgang mit Waffen zu reden,
    Ist wie einem Atheisten etwas über Bibellehre erklären zu wollen.

    Die machen zu, wollen oder können nicht verstehen.
    Auch kommt es mir in den Staaten, ihr Hang zu Waffenbesitz, nur mit einer Knarre als vollwertig sich zu sehen, sektiererisch rüber.

    Rosa gefärbte Gewehre für 9 jährige Mädchen gibts.
    Wer will da den Amis vernünftiges Verhalten erklären wollen
    Das auch diese Waffe zum töten gebaut ist?
  • Neruda 01.06.2019 10:57
    Highlight Highlight Wenn man keinen Bock hat etwas zu ändern an diesen unhaltbaren Zuständen sendet man halt seine Gebete...
  • sowhat 01.06.2019 09:46
    Highlight Highlight Das kann ja heiter werden, wenn jeder der gekündigt wird, mit der Waffe zurückkommt.
    Soviel zum aktuellen Waffengesetz.
  • Logan 01.06.2019 08:57
    Highlight Highlight „In den USA kommt es auch wegen der laxen Waffengesetze immer wieder zu tödlichen Angriffen, bei denen Täter wahllos auf Menschen schiessen.“

    Eine schlimme Tat, verachtenswert und niederträchtig. Doch die Stimmungsmache gegen die Waffenlobby brauchts nicht. Die Schweiz ist, was die Waffendichte im Verhältnis zur Befölkerung quadi gleichauf.
    • Blutgrätscher 01.06.2019 11:31
      Highlight Highlight Wenn ich mich richtig erinnere, gibt es in den USA ca. 4 mal so viele Schusswaffen pro Kopf wie in der Schweiz.
    • DasEchteGipfeli 01.06.2019 11:40
      Highlight Highlight Und wieder einer der keine Ahnung vom Scheissen hat. Weil man bei uns ja auch Waffen einfach so in der Migros kaufen kann, weil nichts überprüft wird bevor man eine Waffe erstehen kann. Weil man auch Vollautomatische Gewehre und Schrottflinten kaufen kann. Warum informierst du dich nicht, bevor du deinen geistigen Dünnschiss verbreitest?
    • maxi 01.06.2019 16:59
      Highlight Highlight Die Waffendichte ist sicherlich nicht das Problem sondern der umgang mit ebendiesen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fruchtzwerg 01.06.2019 07:33
    Highlight Highlight Die NRA wird gleich sagen: Wenn JEDER in der Stadtverwaltung eine Waffe gehabt hätte wäre das nicht passiert...
    • Count Suduku 01.06.2019 11:46
      Highlight Highlight Tja da hat die NRA recht...
    • Count Suduku 01.06.2019 12:18
      Highlight Highlight Hätte jeder eine Waffe gehabt, dann hätte es weniger tote gegeben.
    • Bacchus75 01.06.2019 12:39
      Highlight Highlight Und "Thoughts and prayers" nicht vergessen. Die kommen dann auch noch...
  • Herr H. Sohn 01.06.2019 07:23
    Highlight Highlight USA? Echt jetzt, eine Schiesserei? Das haut mich aus den Socken...
  • Easy 01.06.2019 07:08
    Highlight Highlight Ist es nicht irgendwie "Täglich grüsst das Murmeltier"?

Nach Abstimmung – Innerschweizer geben hunderte Schusswaffen freiwillig ab

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