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Vance wirft Kritikern des US-Friedensplans fehlenden Realitätssinn vor

Vice President JD Vance speaks with Breitbart News Washington bureau chief Matthew Boyle at Andrew W. Mellon Auditorium, Thursday, Nov. 20, 2025, in Washington. (AP Photo/Julia Demaree Nikhinson)
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US-Vizepräsident JD Vance.Bild: keystone

Vance wirft Kritikern des US-Friedensplans fehlenden Realitätssinn vor

22.11.2025, 06:3822.11.2025, 07:36

Vizepräsident JD Vance hat den Friedensplan der US-Regierung zur Beendigung des Kriegs in der Ukraine verteidigt und Kritikern fehlenden Realitätssinn vorgeworfen. Wer die Friedenslösung kritisiere, an der derzeit gearbeitet werde, habe sie entweder missverstanden oder verleugne die wahre Lage, schrieb Vance in einem Beitrag auf der Online-Plattform X.

«Es gibt diese Fantasie, wenn wir bloss für mehr Geld, mehr Waffen oder mehr Sanktionen sorgten, wäre der Sieg greifbar», schrieb der Republikaner. Er schob hinterher: «Frieden wird nicht von gescheiterten Diplomaten oder Politikern erreicht, die in einer Fantasiewelt leben. Er kann von klugen Leuten erreicht werden, die in der realen Welt leben.»

Ein Friedensplan für den ukrainisch-russischen Krieg müsse zwingend drei Kriterien erfüllen, schrieb Vance. Erstens müsse er «das Töten beenden und die Souveränität der Ukraine bewahren». Zweitens «für Russland und die Ukraine annehmbar sein». Und drittens «die Chance maximieren, dass der Krieg nicht erneut beginnt». Mehrere dieser Punkte sehen Kritiker im Friedensvorschlag der US-Regierung nicht erfüllt.

Die Ukraine und ihre europäischen Verbündeten gaben zuletzt zu verstehen, dass sie nicht gewillt sind, den 28 Punkte umfassenden Entwurf eines Abkommens der Regierung von Präsident Donald Trump widerspruchslos hinzunehmen. Der Plan verlangt der Ukraine grosse und dem Angreifer Russland vergleichsweise geringe Zugeständnisse ab. (sda/dpa)

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135 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Gina3
22.11.2025 07:18registriert September 2023
Ein Friedensplan für den ukrainisch-russischen Krieg müsse zwingend drei Kriterien erfüllen, SCHRIEB VANCE.
1-Erstens müsse er «das Töten beenden und die Souveränität der Ukraine bewahren».
2-Zweitens «für Russland und die Ukraine annehmbar sein».
3-Und drittens «die Chance maximieren, dass der Krieg nicht erneut beginnt».

Das schreibt Vance…
Und dann schlägt er eine einfache Kapitulation vor. Natürlich mit US-Bauprojekten in der Ukraine .

➡️ Frage: Versteht Vance nicht einmal, was er selbst schreibt? Wer lebt außerhalb der Realität?
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Dominik Jutzi
22.11.2025 06:53registriert April 2022
Genau dass die Bedingung dass der Krieg nicht fortgesetzt wird ist nicht gegeben im Gegenteil wieso sollte Russland sich daran halten vor allem wenn dann noch die Armee der Ukrainer massiv verkleinert werden muss ? Wieso ? Den Realitätsinn haben die verloren die das Gefühl haben Russland gebe dann Ruhe. Ausserdem wenn man Angriffskriege belohnt und man Grenzen gewaltsam verändern kann dann Gute Nacht - wir werden eine tolle Zukunft haben und dass meine ich nicht positiv.
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Überlegt
22.11.2025 07:22registriert Februar 2024
Dieser Friedensplan ist ein Witz. Die Idee, Kriegsverbrechen in einem Friedensplan einfach „mitzuverhandeln“, ist grotesk.

Kriegsverbrechen sind unverjährbar, nicht verhandelbar und können durch keinen Deal dieser Welt neutralisiert werden.

Wer sie politisch „wegverhandeln“ will, verabschiedet sich vom Rechtsstaat – denn ein Rechtsstaat beruhigt Täter nicht, er verfolgt sie.

Kurz:
Ein Frieden, der Kriegsverbrechen ignoriert, ist kein Frieden – sondern moralische Bankrotterklärung und ein Hohn für die Opfer!
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