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Ukraine-Affäre: Ermittler durchsuchen Wohnsitz von Trump-Anwalt Giuliani

Ukraine-Affäre: Ermittler durchsuchen Wohnsitz von Trump-Anwalt Giuliani

28.04.2021, 19:5728.04.2021, 19:57

US-Ermittler haben übereinstimmenden Medienberichten zufolge den New Yorker Wohnsitz des Trump-Anwalts Rudy Giuliani wegen dessen Rolle in der Ukraine-Affäre durchsucht. Die «New York Times» sowie die TV-Sender CNN und NBC berichteten am Mittwoch unter Berufung auf anonyme Quellen von dem Vorgehen der Behörden gegen den 76-Jährigen, bei dem unter anderem elektronische Gegenstände beschlagnahmt worden seien.

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Rudy Giuliani am 19. November 2020, früherer Trump-Anwalt und ehemaliger Bürgermeister von New York.Bild: keystone

Zunächst hatte die «New York Times» die Durchsuchung in Manhattans Upper East Side sowie in Giulianis Büro in New York öffentlich gemacht. Sie hänge zusammen mit seiner Verwicklung in die Ukraine-Affäre, die zum ersten Amtsenthebungsverfahren gegen Ex-Präsident Donald Trump wegen Machtmissbrauchs geführt hatte.

Das Lager des im November abgewählten Trump hatte versucht, den Präsidentschaftskonkurrenten Joe Biden mit angeblichen zweifelhaften Geschäften seines Sohnes Hunter in der Ukraine in Verbindung zu bringen. Trumps Anwalt Rudy Giuliani spielte bei dem Unterfangen eine Schlüsselrolle und drängte ukrainische Behörden vergeblich zu Ermittlungen gegen die Bidens.

Laut der «New York Times» konzentrierten sich die Untersuchungen der Staatsanwaltschaft gegen Giuliani auch darauf, ob dieser unlauteren Einfluss auf die Trump-Regierung im Auftrag ukrainischer Geschäftsleute ausgeübt habe. Biden gewann die Wahl im vergangenen Jahr und ist seit Januar US-Präsident.

Die Durchsuchung von Grundstücken durch Ermittlungsbehörden bedeutet noch nicht, dass von einer Schuld Giulianis ausgegangen werden kann. Allerdings ist die von einem Richter genehmigte Ermächtigung gegen einen Anwalt, noch dazu dem des Ex-Präsidenten, selten. Sie markiert auch einen bedeutenden Punkt bei den Ermittlungen gegen Giuliani, die schon länger andauern und laut US-Medien immer wieder von der Trump-Regierung blockiert worden waren. (sda/dpa)

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