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Debatte ohne Trump: Zuletzt verlangte er eine Millionenspende für einen Auftritt



US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump ist wie angekündigt der letzten TV-Debatte der Republikaner vor der ersten Vorwahl in Iowa ferngeblieben. Stattdessen trat er zur gleichen Zeit an einem anderen Ort in Des Moines (Iowa) auf.

epa05132365 Businessman and Republican presidential candidate Donald Trump (R) stands with Former Arkansas Governor and Republican presidential candidate Mike Huckabee (L) and Former Pennsylvania Senator and Republican presidential candidate Rick Santorum (C) after inviting them on stage at a special event to benefit veterans organizations at Drake University instead of participating in a Fox News debate in Des Moines, Iowa, USA, 28 January 2016. Trump pulled out of the debate over a dispute of who the moderators would be.  EPA/LARRY W. SMITH

Drei Präsidentschaftskandidaten: Einer wollte nicht debattieren, die zwei anderen durften nicht. Rick Santorum (Mitte) und Mike Huckabee (links), die wegen schlechter Umfragewerte nicht eingeladen wurden, gesellen sich zu Trump.
Bild: LARRY W. SMITH/EPA/KEYSTONE

Trump hatte wenige Tage vor der Debatte erklärt, dass er sie boykottieren werde. Hintergrund ist ein Streit des 69-Jährigen mit dem Sender Fox News, der das Treffen veranstaltet. Trump war in einer frühen TV-Debatte mit der Moderatorin Megyn Kelly aneinandergeraten.

Der Immobilientycoon beklagte, dass Kelly gegen ihn voreingenommen sei. Die Journalistin hatte ihm bei der ersten Debatte im August mit scharfen Fragen zugesetzt. Anschliessend hatte der für seine verbalen Entgleisungen bekannte Milliardär angedeutet, dass Kelly Menstruationsbeschwerden gehabt habe.

Der TV-Sender schrieb in einer Mitteilung, die mehrere US-Medien zitierten, Trump habe sich bereit erklärt, doch noch an der Debatte teilzunehmen. Bedingung dafür sei, dass Fox eine Spende über fünf Millionen Dollar an seine Wohltätigkeitsorganisation entrichte. Der Sender lehnte dies ab.

DES MOINES, IA - JANUARY 28:  Moderators Chris Wallace (L) pats on the shoulder of Megyn Kelly (2nd L) as they wait with Bret Baier (R) for the beginning of the Fox News - Google GOP Debate January 28, 2016 at the Iowa Events Center in Des Moines, Iowa. Residents of Iowa will vote for the Republican nominee at the caucuses on February 1. Donald Trump, who is leading most polls in the state, decided not to participate in the debate.  (Photo by Alex Wong/Getty Images)

Wegen ihr kam Trump nicht: Fox-Moderatorin Megyn Kelly (Mitte). Er wollte verhindern, dass sie ihm fragen stellt. Der Sender hielt an ihr fest.
Bild: Getty Images North America

Sechs Millionen für Veteranen

Bei seiner Gegenveranstaltung wollte Trump Gelder für amerikanische Veteranen sammeln. Die Kritik daran, dass Trump die Veteranen zur eigenen Profilierung nutzt, wurde noch durch einen Auftritt seiner Sprecherin verstärkt. Die Sprecherin, die im Vorfeld vom TV-Sender CNN befragt wurde, konnte oder wollte nicht sagen, an welche Organisationen denn die Spenden gehen würden.

Der Geschäftsmann verkündete an der Drake Universität in Des Moines, dass durch seinen Spendenaufruf zu Gunsten von Veteranen bereits sechs Millionen Dollar zusammengekommen seien. Eine Million davon habe er aus seinem Privatvermögen gespendet. In den Vereinigten Staaten würden illegale Einwanderer in vielen Fällen besser behandelt als frühere Militärangehörige, polterte Trump.

Nicht dabei und doch mittendrin

DES MOINES, IA - JANUARY 28:  Republican presidential candidates (L-R) Jeb Bush, Sen. Ted Cruz (R-TX) and New Jersey Governor Chris Christie after the Fox News - Google GOP Debate January 28, 2016 at the Iowa Events Center in Des Moines, Iowa. Residents of Iowa will vote for the Republican nominee at the caucuses on February 1. Donald Trump, who is leading most polls in the state, decided not to participate in the debate.  (Photo by Scott Olson/Getty Images)

Sie kamen nicht um das Thema Trump herum: Präsidentschaftskandidaten Jeb Bush (links) und Ted Cruz (rechts).
Bild: Getty Images North America

Bei der Fox-News-Debatte stritten derweil sieben republikanische Präsidentschaftsbewerber um innen- und aussenpolitische Themen. An Trump kamen sie aber nicht vorbei. Mit Blick auf die oftmals persönlichen Attacken des Milliardärs auf die politische Konkurrenz scherzte der Senator Ted Cruz: «Ich bin der Wahnsinnige, und jeder auf dieser Bühne ist dumm, fett und hässlich.»

«Nun haben wir die Donald-Trump-Einlage hinter uns», fuhr Cruz fort und mahnte, im Zentrum des Wahlkampfes sollten «Politik und Visionen» stehen. Der erzkonservative Senator liefert sich mit Trump in Iowa in Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Floridas früherer Gouverneur Jeb Bush erklärte, dass er Trump «irgendwie» vermisse. «Er war für mich ein kleiner Teddy-Bär». Der Senator Marco Rubio erklärte, es gehe bei dieser Wahl nicht um Trump. «Er liefert die grossartigste Show auf Erden.» Beim Urnengang im November gehe es aber um das «grossartigste Land der Welt», das Präsident Barack Obama «systematisch zerstört» habe. (trs/sda/dpa)

Dinge, die aussehen wie Donald Trump

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