International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - In this Sunday, Oct. 1, 2017 file photo, medics treat the wounded as Las Vegas police respond during an active shooter situation on the Las Vegas Strip in Las Vegas. The deadly shooting from a high-rise hotel by Stephen Craig Paddock that killed dozens of people in a packed concert below has forced other cities to examine their tactics for dealing with this kind of nightmare scenario. (Chase Stevens/Las Vegas Review-Journal via AP, File)

In der Nacht von 1. auf den 2. Oktober tötete Stephen Craig Paddock 58 Menschen in Las Vegas. Bild: AP/Las Vegas Review-Journal

10 Monate nach Massaker von Las Vegas mit 58 Toten: Polizei findet kein Motiv



Auch zehn Monate nach dem Massaker von Las Vegas mit 58 Toten hat die Polizei kein Motiv für die Tat. Nach dem Abschluss der Ermittlungen könne man bislang nur Vermutungen zu den Beweggründen von Stephen Paddock anstellen, sagte Sheriff Joe Lombardo am Freitag in Las Vegas.

«Was wir beantworten konnten, sind die Fragen nach dem Wer, Was, Wann, Wo und Wie», erklärte der Ermittler. «Was wir nicht endgültig beantworten konnten, ist, warum Stephen Paddock diese Tat begangen hat.»

Der 64 Jahre alte Paddock hatte am 1. Oktober von seinem hoch gelegenen Hotelzimmer aus das Feuer auf ein Musikfestival mit 20'000 Besuchern eröffnet. Er erschoss 58 Menschen und verletzte mehr als 800. Abschliessend tötete er sich laut Polizei selbst. Bei der Tat handelte es sich um den schlimmsten Massenmord in der jüngeren Geschichte der USA.

«Keine Warnzeichen»

Lombardo sagte, Paddock sei ein «unauffälliger Mann» gewesen, der Auffälligkeiten gezeigt habe. Das habe eine Befragung seines Arztes ergeben. Es habe aber keine Warnzeichen gegeben, die zu einer Ermittlung der Sicherheitsbehörden hätte führen können. Der Täter habe im Jahr vor dem Verbrechen eine Menge Geld verloren.

Paddock hatte nach Darstellung der Ermittler mit Immobilien ein Millionenvermögen gemacht und regelmässig in Spielcasinos gezockt.

Vor der Tat recherchierte er laut Polizei über Monate und untersuchte dabei auch Taktiken der Polizei in Las Vegas. Ausserdem hatte er vor dem Festival in der Spielerstadt andere Orte ins Visier genommen und sich etwa erkundigt, wie voll der Strand von Santa Monica zu bestimmten Zeiten ist.

Ein Einzeltäter

epa06459031 A handout photo made available by the Las Vegas Metropolitan Police Department on 20 January 2018 showing the view from the sitting area of room 32-135 with numerous weapons at the Mandalay Bay Hotel as part of a preliminary report into the 01 October, 2017 mass shooting in Las Vegas, Nevada, USA, 20 January 2018. Stephen Paddock fired more than 1,000 rounds from an arsenal of weapons in his hotel suite into a crowd attending the Route 91 Harvest music festival killing 58 people and injuring 851 before killing himself.  EPA/LAS VEGAS METRO POLICE DEPARTMENT / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Paddocks Waffenarsenal in seinem Hotelzimmer. Bild: EPA/LAS VEGAS METRO POLICE DEPARTMEN

Der Sheriff erklärte, dass es keine Hinweise auf einen zweiten Täter gebe. Er erwarte auch nicht, dass es in dem Fall noch zu Festnahmen kommen werde.

Lombardo zeigte sich während der Pressekonferenz immer wieder ergriffen. Auf die Frage eines Journalisten, ob es sich dabei um einen Akt von Terrorismus handele, sagte der Polizist, er persönlich sehe das so, auch wenn es nach den Definitionen des FBI kein Terrorismus sei. (leo/sda/dpa)

«Die Waffenlobby hat Ihre Eier in einer Geldscheinklammer»

Video: watson

Schiesserei in Las Vegas

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in der Schweiz und der internationale Vergleich

Die Corona-Zahlen für die Schweiz steigen im Moment rapide. Deshalb findest du hier einen Überblick zu allen neuen sowie aktuellen Fallzahlen für die Schweiz und einen Vergleich zu internationalen Daten zu Neuansteckungen mit dem Coronavirus.

Das Coronavirus hält die Schweiz weiterhin in Atem. Die Zahl der Neuansteckung steigt nach neuesten Entwicklungen in den unterschiedlichen Kantonen seit dem August wieder, die zweite Welle in der Schweiz und Europa ist da.

Damit du den Überblick über die sich stetig verändernde epidemiologische Lage behältst, zeigen wir dir hier alle relevanten Statistiken zu den Neuansteckungen, Positivitätsrate, Hospitalisierungen und Todesfällen in den Schweizer Kantonen sowie im internationalen Vergleich:

Am …

Artikel lesen
Link zum Artikel