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Polizistin erschiesst Schwarzen in seiner Wohnung – was dann passiert, ist ebenso traurig



Vergangen Donnerstag kam es in Dallas zu einem tragischen Vorfall. Eine Polizistin ausser Dienst erschoss den 26-jährigen Botham Jean in dessen Apartment. Die 30-jährige Amber Guyger erzählte später, dass sie nach der Arbeit nach Hause gegangen sei und das Stockwerk verwechselt habe.

Die Tür sei aber offen gewesen, weshalb sie eingetreten sei. Plötzlich habe sie eine Silhouette gesehen und sei derart erschrocken, dass sie ihre Waffe gezückt und abgedrückt habe. Erst als sie zum Telefon ging und die 911, den Polizeinotruf, gewählt habe, sie ihr aufgefallen, dass sie in der falschen Wohnung gewesen sei.

So die Version der Polizistin. Bewohner des Blocks berichten jedoch, dass sie ein Klopfgeräusch gehört hätten. Auch habe die Frau lautstark um Einlass gebeten.

FILE - This March 24, 2014, file photo provided by Harding University in Searcy, Ark., shows Botham Jean, speaking at the university. Jean was fatally shot Sept. 6, 2018, by off-duty officer Amber Guyger who says she mistook his residence for her own. The service for 26-year-old Botham Jean will start at noon Thursday, Sept. 13, at a church in suburban Dallas following a public viewing. (Jeff Montgomery/Harding University via AP, File)

Starb durch die Schüsse einer Polizistin: Botham Jean. Bild: AP/Harding University

Momentan ist unklar, was an jenem Abend in Dallas wirklich passierte. Fest steht: Für Botham Jean endete der Abend tödlich. Amber Guyger wurde am Sonntag verhaftet. Drei Tage nach den fatalen Schüssen.

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Amber Guyger wird im Gefängnis registriert. Video: YouTube/WFAA

Gestern Donnerstag nahm die Familie Abschied vom 26-Jährigen.

Mourners console each other during the public viewing before the funeral of Botham Shem Jean at the Greenville Avenue Church of Christ on Thursday, September 13, 2018 in Richardson, Texas. He was shot and killed by a Dallas police officer in his apartment last week in Dallas. (Shaban Athuman/The Dallas Morning News via AP)

Angehörige trauern um Botham Jean. Bild: AP/The Dallas Morning News

Um 17 Uhr wurden Jeans Familie und Anwälte von Breaking News überrascht. Fox News berichtete, dass in Jeans Wohnung Marihuana gefunden wurde.

Die News und der Tweet haben überhaupt nichts mit den Vorfällen vom 6. September zu tun und wurden auf Social Media sofort aufs Schärfste kritisiert. Die Polizei und die Fox-Journalisten würden im Nachhinein versuchen, den Getöteten in einem dubiosen Licht erscheinen zu lassen.

«Jean wurde nicht nur nie wegen eines Verbrechens verurteilt, er wurde auch nie wegen eines Verbrechens angeklagt, nie verhaftet», sagt Lee Merritt, die Anwältin, die die Familie vertritt, der «Washington Post». «Es brauchte eine weisse Polizistin aus Dallas, die in sein Haus einbrach und ihn erschoss, bis er als Krimineller gebrandmarkt wurde.»

Es sei bezeichnend, dass die Polizei bei einer Morduntersuchung nach Drogen suche, so Merrit. «Der einzige Zweck ist es, nach Informationen zu suchen, um die Toten zu beschmutzen.»

Ob es auch bei der Polizistin eine Hausdurchsuchung gegeben hat, wollen die Behörden derweil nicht mitteilen. (cma)

Wieso sind wir nicht vorher darauf gekommen?

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Video: watson/SDA SRF

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33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Yogi Bär 15.09.2018 11:09
    Highlight Highlight Wenn jemand schon die Etage verwechselt, weil diese nicht richtig zählen kann, zeigt dies auf wie Weit es mit dem Bildungsstand in den USA ist. Zudem trägt die Gewaltbereitschaft und ein gelockertes Waffenrecht dazu bei, die Gesellschaft weiter zu zerütten!
    • Doktor Dosenbier 15.09.2018 13:41
      Highlight Highlight Hab ich auch schon geschafft, war aber "sturzhagelvoll"
  • Freddie Quecksilber 15.09.2018 07:26
    Highlight Highlight A regular day in m'urica
  • dan2016 15.09.2018 06:28
    Highlight Highlight und der Lösungsansatz nach Trump... verwechseln sie rechtzeitig die Wohnung mit eurer Waffe bevor es ihr Nachbar tut....
  • Influenzer 15.09.2018 04:57
    Highlight Highlight Erinnert sich jemand an die zwei cops in "A Clockwork Orange" ? Die Amis sind auf dem Weg dorthin.
  • malu 64 14.09.2018 23:50
    Highlight Highlight Uiuiui! Was haben die wieder für neuartige Drogen? Stockwerk und Wohnung verwechselt? Extremes Zeug.
  • Gzuz187ers 14.09.2018 23:35
    Highlight Highlight Gerade vorher noch „Straight outta compton“ geschaut und so gedacht: „Heutzutage gäbe es nicht mehr viele Gründe „Fuck tha police“ zu rappen.“ Dann seh ich so etwas. Schon klar sind es Einzelfälle, aber viel zu viele da Rassimus und ungenügende Ausbildung gemischt mit einer Waffe und Monopol auf Gewalt nie eine gute Mischung sind. Und die Aktion von Fox News muss man gar nicht kommentieren, da sie für sich selbst spricht.
  • Gzuz187ers 14.09.2018 23:29
    Highlight Highlight America fuck yeah
  • honesty_is_the_key 14.09.2018 23:28
    Highlight Highlight Ich war nicht dabei, ich habe keine Ahnung was wo wie genau passiert ist und deshalb masse ich mir keine "Verurteilung" zu. Aber trotzdem - mein gesunder Menschenverstand sagt mir dass hier was ganz ganz schlimm falsch gelaufen ist, und dass ein unschuldiger Mensch sterben musste. Und das macht mich traurig. Und auch wütend. Und auch Angst.
  • AskMe 14.09.2018 20:40
    Highlight Highlight 😢🤮
  • Blitzableiter 14.09.2018 19:55
    Highlight Highlight Entweder hätte die Frau gar nie als Polizistin arbeiten dürfen oder sie schiesst schneller als ihr eigenes Hirn.
  • hiob 14.09.2018 19:43
    Highlight Highlight ungeheurlich. wie kann man nur so dreist sein. murica at its best.
  • Elmas Lento 14.09.2018 19:42
    Highlight Highlight Die sollten mal eine Hausdurchsuchung bei der Polizistin machen. Wenn man eine fremde Wohnung betritt und das erst merkt wenn man das Telefon sucht, dazu braucht es schon sehr harte Drogen.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 15.09.2018 08:50
      Highlight Highlight Benzodiazepine oder Alkohol.
      Sonst fällt mir gerade keine Substanz ein, welche das Gehirn derart weich kocht.
      Und das sind nun mal definitiv wirklich sehr harte Drogen.
    • Mutzli 15.09.2018 10:29
      Highlight Highlight @Elmas Na ja, es gibt inzwischen berechtigte Gründe an der "Zufälligkeit" zu zweifeln. So kannten sich Opfer und Täterin vorher, die Hauseingänge sind komplett verschieden, Zeugen berichten, dass sie an die Tür hämmerte um eingelassen zu werden, gab vorher Streit zwischen den beiden und gemäss Social Media war sie nicht unbedingt die netteste aller Personen...
  • Pana 14.09.2018 19:08
    Highlight Highlight She must be fun at surprise parties.

    Ich glaube ich brauche wieder mal ein neues Paar Nike Schuhe.
  • Pidemitspinat 14.09.2018 18:45
    Highlight Highlight Wie besoffen / unter Drogen muss man sein, um im eigenen Block in eine fremde Wohnung zu stolpern? Aber nach Drogen gesucht wird natürlich beim Schwarzen schon klar. Und die Rassisten bei Fox eilen der korrupten Bullenbande sogleich zu Hilfe. Die USA reihen sich langsam in die Reihe der gescheiterten Staaten ein.
    • RhabarBär 14.09.2018 21:14
      Highlight Highlight Langsam? Langsam?!
    • stookie 15.09.2018 00:29
      Highlight Highlight Reihen sich langsam ein.....?
    • Der Kritiker 15.09.2018 06:40
      Highlight Highlight Ich würde mit dem Finger nicht auf die Staaten zeigen. Der bestgewählte Nationalrat der Schweiz unterstützt und bewundert die Trump-Administration und tummelt sich zudem im braunen Mob in Chemnitz, rein beruflich natürlich und kriegt als Investigativjournalist nicht mit, dass um ihn herum lauthals Naziparolen skandiert werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Adumdum 14.09.2018 18:29
    Highlight Highlight Aber verbrennt ruhig weiter eure Nike Sachen - ihr habt sie ja nicht alle ihr Trump Anhänger...
  • Thurgauo 14.09.2018 18:22
    Highlight Highlight Ich finde es immer lustig wie sich die USA als fortschrittlichstes Land der Welt, usw. aufspielt. Jedoch so tief sitzende Probleme hat z.B. den tief verankerten Rassismus.
  • Don Alejandro 14.09.2018 18:18
    Highlight Highlight Passiert in einem von Angst paranoiden Land, wo jede/r Depp/in eine geladene Knarre griffbereit hat.
    • Pana 14.09.2018 20:49
      Highlight Highlight Nun, gemäss Ami-Logik hätte das Opfer eine geladene Knarre bereit haben sollen. Dann hätte er die Polizistin abgeknallt.. und wäre dann wohl kaum in einer wirklich besseren Situation gewesen.
    • Mutzli 14.09.2018 22:30
      Highlight Highlight @Pana Sie scherzen vielleicht, aber genau das Argument wurde natürlich bereits von Seiten der NRA gebracht... Die sind wirklich jenseits von jeder Ironie und Selbsterkenntnis.
  • Gar Manarnar 14.09.2018 17:39
    Highlight Highlight Absolut tragisch. Und die Schmierenkampagne ist einfach nur pervers. Zeigt leider gut, wie's mit gewissen Amis und Cops steht. Lieber das Opfer noch in den Dreck ziehen als Fehler einzugestehen. Krank.
  • G. Samsa 14.09.2018 17:17
    Highlight Highlight Ich habe es schonmal gesagt; die Aufnahmeprüfung der Polizei in den USA muss unglaublich schwierig sein.

    Armer erschossener Mann.
    • Baba 14.09.2018 19:01
      Highlight Highlight "Police Academy" hatte wohl doch nicht so viel Fiction dabei...

      Eine Tragödie für den Mann und seine Familie.
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 14.09.2018 16:58
    Highlight Highlight Die Drogenstory stellt die Polizistin aber als Lügnerin dar. War es nun eine Durchsuchung oder ein Einbruch mit Fahrlässiger Tötung oder Mord?
    • BigE 14.09.2018 18:14
      Highlight Highlight Denke, die Durchsucung der Eohnung passierte nach dem tötdlichen Vorfall. Ist übrigens normal am Tatort nach Tötungsdelikten. Wobei das Eine mit dem Anderen nicht in zusammenhang gebracht werden muss.
    • satyros 15.09.2018 09:49
      Highlight Highlight Wieso fahrlässig? Sie hat mit Tötungsabsicht auf einen unbewaffneten Menschen geschossen. Das ist vorsätzliche Tötung, unabhängig davon, ob sie geglaubt hat, in ihrer eigenen Wohnung zu sein.
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 15.09.2018 10:04
      Highlight Highlight @satyros: Jaein, sie Plädiert auf eine Affekthandlung.

      @BigE: Fox bringt es aber scheinbar in Verbindung, das Untergräbt aber den Affektstandpunkt der Polizistin.

      Fakt ist nur das ein Mann in seiner Wohnung von einer Polizistin ausser Dienst erschossen wurde. Alles andere ist eigentlich Unklar.

Greta Thunberg zur «Person of the Year» gekürt

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg wurde vom US-amerikanischen «Time»-Magazin zur Person des Jahres gekürt. Damit ist sie die jüngste Person, die je mit diesem Titel gewürdigt wurde.

Zur Begründung erklärte das US-Nachrichtenmagazin am Mittwoch, der 16-Jährigen sei es gelungen, «Sorgen über den Planeten in eine weltweite Bewegung zu verwandeln, die einen globalen Wandel verlangt».

Edward Felsenthal, CEO und Chefredaktor des «Time»-Magazins, schrieb zu der Entscheidung auf Twitter:

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