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Der nächste Rückzug: Trump erwägt massiven Truppenabzug aus Afghanistan



US-Präsident Donald Trump denkt laut amerikanischen Regierungsvertretern über eine deutliche Reduzierung der Truppen in Afghanistan nach. Tausende Soldaten könnten in ihre Heimat zurückgeschickt werden.

This June 10, 2017 photo released by the U.S. Marine Corpsshows an AH-64 Apache attack helicopter provides security from above while CH-47 Chinooks drop off supplies to U.S. Soldiers with Task Force Iron at Bost Airfield, Afghanistan. Sixteen years into its longest war, the United States is sending another 4,000 troops to Afghanistan in an attempt to turn around a conflict characterized by some of the worst violence since the Taliban were ousted in 2001. They are also facing the emergence of an Islamic State group affiliate and an emboldened Taliban, who by Washington’s own watchdog’s assessment now control nearly half of Afghanistan. (U.S. Marine Corps photo by Sgt. Justin T. Updegraff, Operation Resolute Support via AP)

US-Marines auf dem Bost Airfield in Afghanistan. Bild: AP/U.S. Marine Corps

Dies sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Donnerstag zur Nachrichtenagentur Reuters. Gleichzeitig meldet dies die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf US-Regierungskreise. Auch der Fernsehsender CNN und die «New York Times» berichteten von entsprechenden Plänen der Trump-Administration.

Das «Wall Street Journal» meldete am Donnerstagabend (Ortszeit) unter Berufung auf nicht näher genannte Regierungsbeamte, etwa die Hälfte der 14'000 US-Soldaten in Afghanistan solle abgezogen werden. US-Präsident Donald Trump habe das Verteidigungsministerium bereits angewiesen, den Truppenabzug einzuleiten.

Minister nimmt seinen Hut

Das Verteidigungsministerium wollte sich nicht dazu äussern. Der US-Präsident Donald Trump habe schon seit langem vorgehabt, US-Truppen aus Afghanistan abzuziehen, hatte sich jedoch von seinem Verteidigungsminister James Mattis davon überzeugen lassen, die Zahl der Soldaten dort zunächst noch aufzustocken. Den Berichten zufolge schlägt Trump nun wieder seinen ursprünglichen Kurs ein.

Die USA hatten am Mittwoch angekündigt, ihre rund 2000 Soldaten aus Syrien abzuziehen. In Regierungskreisen hiess es, der Abzug sei in den kommenden Monaten zu erwarten. Trump hatte das Ende des militärischen Engagements in Syrien damit begründet, dass die Extremistenorganisation IS besiegt sei.

Dieser Entscheid stiess bei Verbündeten im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) auf viel Unverständnis und ist auch in den USA höchst umstritten. Am Donnerstag kündigte US-Verteidigungsminister Jim Mattis seinen Rücktritt auf Februar 2019 an. (sda/reu/afp/dpa)

«Es ist nicht richtig, die Leute in die Hölle zu schicken!»

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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sebastian Wendelspiess 21.12.2018 10:16
    Highlight Highlight Hätte wirklich nicht gedacht, dass Trump gerade diese Wahlversprechen so früh umsetzt.
  • TheDan 21.12.2018 09:16
    Highlight Highlight Wäre ja nett wenn man endlich einsehen würde dass sich Terrorismus mit den bekannten Mitteln nicht eliminieren lässt und nur die Kassen der Waffenhändler klingeln lässt. Seit 2001 hat die amerikanische Terrorisierung der lokalen Bevölkerung in den betroffenen Ländern nur noch mehr Leid und Angst gebracht. Terroristische Organisationen haben auch heute keine Probleme damit neue Mitglieder zu finden weil der Hass auf den Terrror made in USA stetig wächst.
    Fotos aus den 60/70ern zeigen ein modernes und prosperierendes Afghanistan.
    Danke USA und UDSSR für die Zerstörung und den Rückschritt!
  • Tepesch 21.12.2018 07:09
    Highlight Highlight Wird Zeit, dass sich die USA aus Afgahnistan zurückzieht. Nach 17 erfolglosen Jahren und über 2 Billionen Dollar an Aussgaben muss es genug sein.
    Die Taliban sind so stark wie vor dem Krieg. Mission failed.
    • malu 64 21.12.2018 07:25
      Highlight Highlight Wer weiss, vielleicht verpflichtet er die Rückkehrer als Bauarbeiter. Damit sie seinen Gartenzaun um Mexiko bauen können.
    • Sebastian Wendelspiess 21.12.2018 10:17
      Highlight Highlight @malu und wenn schon, besser ne Mauer bauen als zu morden.
    • malu 64 21.12.2018 13:16
      Highlight Highlight Man könnte auch im Sandkasten spielen! Wofür kann er die Rückkehrer einsetzen. Wo will er sie beschäftigen? Zum Teil sicher auch traumatisierte, kaputte Rückkehrer.
      Ähnlich wie nach dem Vietnamkrieg.
      Bin gespannt wie das die Administration Trump verarbeitet!
  • Miikee 21.12.2018 06:48
    Highlight Highlight Einerseits ist es ja gut. Es sollten sich alle aus dem nahen Osten zurückziehen.
    Anderseits, erst mal alles zerstören und dann einfach ein kaputtes Land sich selbst überlassen geht auch gar nicht. Wie immer die USA übernimmt keine Verantwortung.

    Zudem frage ich mich was mit den Leuten in der Heimat passiert. Auf ein Schlag X-tausend zuhause, was mache die? Sind da genug Jobs vorhanden oder werden es schlussendlich noch mehr sein die mit einem Karton und PTBS auf der Strasse landen.
    • wasps 21.12.2018 09:28
      Highlight Highlight Das ist ja wohl kein Grund, um diese Leute in Kriegsgebieten dahin vegetieren zu lassen, oder?
    • Miikee 21.12.2018 10:30
      Highlight Highlight @wasps
      Nein, sicher nicht. Ist eher eine Frage.
      Ich denke es wäre für beide Seiten sinnvoller wenn der Rückzug auf 1-3 Jahre gestaffelt wäre...
  • wasps 21.12.2018 06:35
    Highlight Highlight Was ist falsch daran, wenn 16000 Soldaten zurück zu ihren Familien gehen dürfen?
    • wasps 21.12.2018 21:40
      Highlight Highlight Die Yankees sind schon bald 20 Jahre in Afghanistan. Was hat’s gebracht ausser weltweiten Terror?
    • wasps 22.12.2018 11:37
      Highlight Highlight Echo der Zeit: ich danke Ihnen für Ihre Ferndiagnose. Ich kann Sie beruhigen, ich bin seit frühester Jugend an strammer SPler. Vielleicht sollten Sie die Reichweite Ihres Horizontes überdenken bzw. es könnte ja auch sein, dass solche bauschalen Hiebe nach allem, was einem nicht in den Kram passt, auch ein Grund für die Popularität von Leuten wie Trump und Blocher ist!
    • wasps 22.12.2018 14:15
      Highlight Highlight Echo: Sie labbern einfach nur pseudointellektuell rum. Als Westler, der sehr gut im Überfluss lebt, wissen Sie natürlich, was der Afghane braucht bzw. für diesen am Besten ist. Als ob die Yankees nicht Teil des Problems wären. Reichlich naive Vorstellung!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 21.12.2018 06:18
    Highlight Highlight Auch hier gilt das gleiche wie in Syrien: Die USA sind seit Jahrzehten Teil des Problems, ein Abzug kann die Lage nur verbessern.

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