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In this photo taken Nov. 19, 2016, Defense Secretary-designate James Mattis stands with President-elect Donald Trump in Bedminster, N.J. Senators signaled little opposition Tuesday, Jan. 10, 2017, to the nomination of Mattis, as national security experts recommended lawmakers amend the law and allow the retired Marine Corps general to head the Pentagon for President-elect Donald Trump. (AP Photo/Carolyn Kaster)

Verlässt das Kabinett: US-Verteidigungsminister Jim Mattis mit Präsident Trump. Bild: AP/AP

«Verbündete mit Respekt behandeln»: US-Verteidigungsminister geht – und kritisiert Trump



Nur einen Tag nach der überraschenden Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die amerikanischen Truppen aus Syrien abzuziehen, folgt der nächste Paukenschlag. Wie Trump auf Twitter mitteilte, verlässt Verteidigungsminister Jim Mattis per Ende Februar seinen Posten.

Wie Trump auf Twitter schreibt, soll bald ein neuer Verteidigungsminister ernannt werden. Über die Hintergründe des Rücktritts von Mattis gab Trump zunächst keine Informationen bekannt. Über einen Rückzug des Pentagon-Chefs, der seit der Amtsübernahme von Donald Trump vor rund zwei Jahren im Amt ist, hatte es schon länger Spekulationen gegeben.

Mattis und andere ranghohe Vertreter des Pentagons hatten sich vor Trumps Kehrtwende in der Syrienpolitik mehrfach für einen Verbleib des US-Militärs im Norden des Landes ausgesprochen. Sie wiesen auf die Notwendigkeit einer Aufrechterhaltung des Bündnisses mit den syrischen Kurden im Kampf gegen die Terrormiliz «Islamischer Staat» hin.

In seinem Rücktrittsschreiben an US-Präsident Donald Trump nannte Mattis Meinungsverschiedenheiten als Grund für seinen Rücktritt: «Sie haben das Recht auf einen Verteidigungsminister, dessen Ansichten mehr auf einer Linie mit Ihren Ansichten sind», schrieb er am Donnerstag an Trump. Es sei für ihn deswegen richtig, von seinem Amt zurückzutreten.

Mattis betonte, die USA könnten ihre eigenen Interessen nicht durchsetzen, ohne «starke Allianzen aufrechtzuerhalten» und die Verbündeten «mit Respekt zu behandeln». Ausserdem schreibt Mattis, die USA müssten jenen Ländern «unzweideutig und entschlossen» entgegentreten, deren strategische Interessen zunehmend im Widerspruch zu jenen der USA stehen. Zu diesen Ländern zählt der abtretende Verteidigungsminister Russland und China. (cbe/sda/afp/reu/dpa)

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36Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • silverback 22.12.2018 14:30
    Highlight Highlight Die Trump-Berichterstattung scheint Schizophrenie zu verursachen. 2016 war Obama-Kritiker „Mad Dog“ Mattis hier noch ein Kriegstreiber, ein Verrückter, die Kriegsgefahr werde steigen.
    Heute ist der selbe Mann ein „Mann mit Rückgrat und Integrität und Trump ein Idiot der sofort entmachtet werden muss.
  • Töfflifahrer 21.12.2018 09:13
    Highlight Highlight Das schlimme an der ganzen Sache ist, dass die nächsten Opfer bereits bekannt sind. Trump hat den Platz geräumt um Erdogan den Zugang zu ermöglichen. Erdogan bezeichnete die Kurden als Terroristen und bekämpft diese aktiv.
    Europa wird nichts sagen, weil Erdogan ja die Flüchtlinge noch zurückhält. Der einzige der diese Sauerei nicht mitmachen will ist einscheinend der Verteidigungsminister, der nun das Handtuch geschmissen hat.
  • P. Silie 21.12.2018 09:12
    Highlight Highlight Ein Schlag mitten in's Gesicht der Israelis, die Truppen aus Syrien abzuziehen. Jetzt haben wir die Iraner zusammen mit den Syrern und Libanesen direkt an der Grenze zu Israel und alle haben sie dasselbe im Sinn -> wie kann man die Juden ins Meer treiben. Israel kann sich wehren, hat das nötige Equipment und Einstellung dazu. Die Republikaner müssen jetzt aufwachen, so einfach darf man Israel, die Speerspitze gegen den Terrorismus, nicht im Stich lassen. Wir Europäer machen das ja bereits zur Genüge - jetzt fallen die USA denen auch noch in den Rücken.
    • bokl 21.12.2018 12:10
      Highlight Highlight Die Syrer und Libanesen waren schon immer an der Grenze. Der Iran verschiebt jetzt schon Truppen / Material.

      Die USA lassen Israel nicht im Stich. Sie werden ihre Informationen über Truppen-/Materialtransporte Richtung Israel zur Verfügung stellen und auch die Bomben liefern, damit Israel diese bekämpfen kann. Sichert Jobs in der US-Waffenindustrie ...
  • Tierra Y Libertad 21.12.2018 08:17
    Highlight Highlight Ich hoffe Frankreich und England werden sich nun für den Schutz der Kurden einsetzen, auch wenn langfristig natürlich ein Abzug ausländischer Truppen begrüssenswert ist. Ohne Schutz wird Erdogan vielleicht noch heute in Syrien einmarschieren und seine ottomanischen Träume verwirklichen. Die Ankunft Französischer Truppen an der Front mit dem IS und der heutige Empfang der Führung des Syrischen Demokratischen Konzils im Elisée Palast sprechen zumindest dafür.
    • Sebastian Wendelspiess 21.12.2018 10:49
      Highlight Highlight Die Franzosen signalisierten auch bereits einen Abzug. Macron hat gerade andere Probleme..
    • Tierra Y Libertad 21.12.2018 16:05
      Highlight Highlight @Sebastian
      Der französische Aussenminister hat bekräftigt in Syrien zu bleiben. Frankreichs Geschichte ist zudem geprägt davon, innenpolitische Probleme durch aussenpolitische Erfolg zu kompensieren zu versuchen.

      @swisskiss
      Ist mir durchaus bewusst. Heisst aber nicht, dass die Türkei nicht noch einmals an einem anderen Ort einmarschieren wird.
  • Majoras Maske 21.12.2018 07:51
    Highlight Highlight Ja, wenn der Präsident willentlich die Position des Landes derartig untergräbt und demokratisch orientierte Kräfte an Despoten verrät, würde ich mich auch hintersinnen als Verteidigungsminister. Blöd nur, dass jetzt wohl ein gehorsame Marionette nachfolgen wird...
  • rodolofo 21.12.2018 07:12
    Highlight Highlight Immer wieder das selbe Grundmuster:
    Ein Regierungsmitglied verlässt die Regierung bereits nach kurzer Einarbeitungszeit wieder, freiwillig und entnervt, oder unfreiwillig mit einem Tritt in den Arsch.
    Aber Einer bleibt jedes Mal und twittert dem Geschassten hinterher: "Nää nää nä nää nää!"
    Das "Weisse Haus" wird zum "Ober-Irrenhaus", wo die verrücktesten Irren Amerikas hausen und sich gegenseitig zerzausen.
    Da kommt mir gerade das Britische Unterhaus in den Sinn, das einem auch so vorkommt, wie ein Irrenhaus, oder das "Affenhaus" der Börse, mit den hektisch gestikulierenden Spekulanten...
  • Stratosurfer 21.12.2018 05:58
    Highlight Highlight Trump braucht Geld für seine Mexiko-Mauer. Ich denke das ist sein einziger Beweggrund, sich plötzlich zurückzuziehen. Der nächste „Alliierte“, wie Mattis die Kurden nennt, wird es sich zweimal überlegen, bevor er sich mit den USA einlässt...
    • rodolofo 21.12.2018 07:23
      Highlight Highlight ... und den Waffendeal mit der Türkei.
      Aus dem TA von heute:
      "...Am Mittwoch wurde zudem bekannt, dass Washington der Türkei nun doch Patriot-Abwehrraketen für 3,5 Milliarden Dollar verkaufen will. Ankara hatte das lange gefordert, und auch begleitend eine Drohkulisse aufgebaut, einen Vertrag mit Moskau zum Kauf des russischen Abwehrsystems S 400, zum grossen Ärger Washingtons.
      Diese IS-Terroristen sind doch harmlose Waisenknaben im Vergleich zu diesen skrupellosen Geschäftsherren der "Ehrenwerten Gesellschaft"!
      Was sind einige abgeschnittenen Köpfe verglichen mit Flächenbombardierungen?
  • phreko 21.12.2018 05:18
    Highlight Highlight Unangenehm, aber hier sollte Europa einspringen.

    1. Hat es der IS nicht verdient.

    2. Haben es die Kurden nicht verdient.

    3. Hat dies weder Erdogan noch sonst wer in der Region verdient.

    4. Stehen wieder hundertausende an den europäischen Grenzen, was weiterhin Gift für das politische Klima ist.

    5. Endlich könnte Europa das Ruder übernehmen, anstatt sich bloss rumschubsen zu lassen.
    • Dirk Leinher 21.12.2018 06:00
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Wenn jetzt mit allen gesprächsbereiten Gruppen eine pragmatische Zusammenarbeit gestartet wird, ist erstmals etwas Hoffnung in Sicht.
    • Zauggovia 21.12.2018 06:26
      Highlight Highlight Dafür wird eine schlagkräftige Armee benötigt, die es in Europa schlichtweg nicht gibt.
      Trump hat in dem Punkt halt nun mal recht, dass sich Europa seit Jahrzehnten zu stark auf die amerikanischen Streitkräfte verlassen hat und die eigenen vernachlässigt wurden.
    • Majoras Maske 21.12.2018 07:41
      Highlight Highlight Es ist aber auch so, dass die USA die "schlagkräftige europäische Armee" wiederholt verhindert haben. Sie wollen, dass Europa mitfinanziert, aber nicht, dass Europa unabhängiger wird.
  • dho 21.12.2018 04:14
    Highlight Highlight Nach der Niederlage im Vietnamkrieg (60'000 tote US-Soldaten) haben sich die USA für eine neue Strategie entschieden: Wenn man ein Territorium nicht militärisch besiegen kann, machen wir den feindlichen Staat eben kaputt. Beispiele sind der Irak, Somalia, Libyen, der Versuch in der Ukraine und natürlich Syrien. Hier haben die USA nun die erste richtige Niederlage eingefahren. Trump ist nicht verantwortlich dafür, er hat diesen Konflikt geerbt... und jetzt das Erbe ausgeschlagen. Der Abgang des Verteidigungsministers ist nur ein Nebengeräusch.
    • dan2016 21.12.2018 07:08
      Highlight Highlight Ukraine hier?
    • N. Y. P. 21.12.2018 07:42
      Highlight Highlight Die USA wollten Syrien besiegen und weil sie das nicht geschafft haben, wollten sie zumindest den Staat Syrien kaputt machen ?

      What the f...

      @dho
      Du machst doch nur Spass. Oder glaubst Du ernsthaft, was Du hier gerade geschrieben hast ?
      Wo informierst du dich so im Allgemeinen ?
    • ingmarbergman 21.12.2018 07:59
      Highlight Highlight Falsches Land,die Ukraine wurde von Russland ins Chaos gestürzt..
  • Pafeld 21.12.2018 02:08
    Highlight Highlight Weil ein Rückzug der amerikanischen Truppen aus Syrien ja nicht 1:1 das ist, was die Russen wollen. Jetzt kann Putin mit Assad wieder in aller Ruhe über die Zukunft der russischen Flotte im Hafen von Damaskus schäkern. Diese orange Peinlichkeit ist von A bis Z eine russische Marjonette. Und merkt es in seiner grenzenlosen Arroganz und Ignoranz noch nicht einmal.
    • Henri Lapin 21.12.2018 07:57
      Highlight Highlight Hafen in Damaskus?
    • bokl 21.12.2018 08:05
      Highlight Highlight Damaskus liegt nicht am Meer ...

      Die Russen haben eine Basis in Tartus.
    • Pafeld 21.12.2018 09:49
      Highlight Highlight Whups. Jawoll, selbstverständlich Tartus, nicht Damaskus...
  • Thinkdeeper 21.12.2018 02:04
    Highlight Highlight Scheint einer mit Rückgrat zu sein, der dem Despotischen Chef die Rote Karte zeigt und Konsequent und Verantwortungsvoll handelt.
    Einen Dealmaker Chef der dement ist und über die Köpfe seiner Mitarbeiter entscheidet ist nicht tragbar und in einer solchen Organisation kann man nur verlieren.
    • HerrKnill 21.12.2018 07:21
      Highlight Highlight Nur teilweise richtig: bei der Roten Karte muss nicht der Schiedsrichter vom Platz.
  • Sauäschnörrli 21.12.2018 01:54
    Highlight Highlight Auch wenn ich grundsätzlich für jeden Truppenabzug, egal welcher Partei bin, kann ich den Herrn sehr gut verstehen. Amerika ist wieder einmal nicht fähig seine Verantwortung wahrzunehmen. Wieder einmal hat man ein Terrornetzwerk nur halb zerschlagen, dass es ohne Amerika nicht gegen hätte. Wieder einmal hat man fleissig mitgeholfen ein Land völlig zu zerstören, um es dann sich selbst zu überlassen. Wieder einmal hat man einem Verbündeten das Blaue vom Himmel versprochen, um ihn am Ende den Wölfen zu überlassen.

    Das wird uns noch einholen und alle werden den Zusammenhang sehen, ausser die USA.
    • Selbst-Verantwortin 21.12.2018 06:30
      Highlight Highlight In Syrien die Schuld den USA zu geben ist, na ja, eine eigenwillige Sicht.
    • rodolofo 21.12.2018 07:13
      Highlight Highlight Du gibst also indirekt zu, dass es in Syrien Wölfe hat...
    • Sapien 21.12.2018 07:59
      Highlight Highlight Mit dem Teil, dass sie nun die Kurden im Stich lassen bin ich einverstanden, aber den Rest der Geschichte in Syrien haben sie wohl nicht verstanden. Für 1x ist die USA nicht direkt für die prekäre Lage in Syrien verantwortlich. Aber ist klar mit dem Finger auf immer den gleichen zu zeigen ist am einfachsten. Hören Sie auf Zeitgeist und sonstige Verschwörungstheorien zu konsumieren und schauen sie die Fakten an.
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  • DemonCore 21.12.2018 00:41
    Highlight Highlight Exzellente Neuigkeiten! Ein weiterer Amerikaner, der sein Rückgrat wiederentdeckt.
  • Gummibär 21.12.2018 00:39
    Highlight Highlight Ein Mensch der seine Integrität nicht verkauft.
    • Asmodeus 21.12.2018 02:40
      Highlight Highlight Dann hat er sie bloß einige Monate/Jahre verliehen?
  • Pana 20.12.2018 23:45
    Highlight Highlight Das Spiel geht weiter.
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Edward Felsenthal, CEO und Chefredaktor des «Time»-Magazins, schrieb zu der Entscheidung auf Twitter:

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