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Verlässt das Kabinett: US-Verteidigungsminister Jim Mattis mit Präsident Trump.
Verlässt das Kabinett: US-Verteidigungsminister Jim Mattis mit Präsident Trump.Bild: AP/AP

«Verbündete mit Respekt behandeln»: US-Verteidigungsminister geht – und kritisiert Trump

20.12.2018, 23:3421.12.2018, 07:18

Nur einen Tag nach der überraschenden Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die amerikanischen Truppen aus Syrien abzuziehen, folgt der nächste Paukenschlag. Wie Trump auf Twitter mitteilte, verlässt Verteidigungsminister Jim Mattis per Ende Februar seinen Posten.

Wie Trump auf Twitter schreibt, soll bald ein neuer Verteidigungsminister ernannt werden. Über die Hintergründe des Rücktritts von Mattis gab Trump zunächst keine Informationen bekannt. Über einen Rückzug des Pentagon-Chefs, der seit der Amtsübernahme von Donald Trump vor rund zwei Jahren im Amt ist, hatte es schon länger Spekulationen gegeben.

Mattis und andere ranghohe Vertreter des Pentagons hatten sich vor Trumps Kehrtwende in der Syrienpolitik mehrfach für einen Verbleib des US-Militärs im Norden des Landes ausgesprochen. Sie wiesen auf die Notwendigkeit einer Aufrechterhaltung des Bündnisses mit den syrischen Kurden im Kampf gegen die Terrormiliz «Islamischer Staat» hin.

In seinem Rücktrittsschreiben an US-Präsident Donald Trump nannte Mattis Meinungsverschiedenheiten als Grund für seinen Rücktritt: «Sie haben das Recht auf einen Verteidigungsminister, dessen Ansichten mehr auf einer Linie mit Ihren Ansichten sind», schrieb er am Donnerstag an Trump. Es sei für ihn deswegen richtig, von seinem Amt zurückzutreten.

Mattis betonte, die USA könnten ihre eigenen Interessen nicht durchsetzen, ohne «starke Allianzen aufrechtzuerhalten» und die Verbündeten «mit Respekt zu behandeln». Ausserdem schreibt Mattis, die USA müssten jenen Ländern «unzweideutig und entschlossen» entgegentreten, deren strategische Interessen zunehmend im Widerspruch zu jenen der USA stehen. Zu diesen Ländern zählt der abtretende Verteidigungsminister Russland und China. (cbe/sda/afp/reu/dpa)

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33 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Sauäschnörrli
21.12.2018 01:54registriert November 2015
Auch wenn ich grundsätzlich für jeden Truppenabzug, egal welcher Partei bin, kann ich den Herrn sehr gut verstehen. Amerika ist wieder einmal nicht fähig seine Verantwortung wahrzunehmen. Wieder einmal hat man ein Terrornetzwerk nur halb zerschlagen, dass es ohne Amerika nicht gegen hätte. Wieder einmal hat man fleissig mitgeholfen ein Land völlig zu zerstören, um es dann sich selbst zu überlassen. Wieder einmal hat man einem Verbündeten das Blaue vom Himmel versprochen, um ihn am Ende den Wölfen zu überlassen.

Das wird uns noch einholen und alle werden den Zusammenhang sehen, ausser die USA.
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Gummibär
21.12.2018 00:39registriert Dezember 2016
Ein Mensch der seine Integrität nicht verkauft.
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Thinkdeeper
21.12.2018 02:04registriert März 2016
Scheint einer mit Rückgrat zu sein, der dem Despotischen Chef die Rote Karte zeigt und Konsequent und Verantwortungsvoll handelt.
Einen Dealmaker Chef der dement ist und über die Köpfe seiner Mitarbeiter entscheidet ist nicht tragbar und in einer solchen Organisation kann man nur verlieren.
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