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Elizabeth Warren wirft das Handtuch



Die Senatorin Elizabeth Warren musste im Rennen um die demokratische Kandidatur für die US-Präsidentschaft eine herbe Niederlage einstecken: Sie kam in ihrem Heimat-Bundesstaat Massachusetts nach Prognosen nur auf Platz drei.

Elizabeth Warren wirft das Handtuch. Bild: AP

Die Senatorin Elizabeth Warren steigt aus dem Rennen der Demokraten um die US-Präsidentschaftskandidatur aus. Das teilte Warren am Donnerstag offiziell in einer Stellungnahme an ihre Unterstützer und Mitarbeiter mit.

Man habe das gemeinsame Ziel nicht erreicht, räumte sie dort ein. Doch der Kampf um mehr Gerechtigkeit in dem Land gehe weiter. Mit Warrens Rückzug sind die Vorwahlen der Partei nun endgültig ein Zweikampf zwischen dem linken Senator Bernie Sanders und dem früheren US-Vizepräsidenten Joe Biden.

Warren war aussichtsreich in das Rennen ihrer Partei eingestiegen und hatte über längere Zeit in nationalen Umfragen unter den demokratischen Präsidentschaftsbewerbern weit vorne gelegen.

Doch in den ersten vier Vorwahlstaaten Iowa, New Hampshire, Nevada und South Carolina schnitt sie nur schwach ab und enttäuschte auch am «Super Tuesday» bei Abstimmungen in 14 Bundesstaaten: Sie gewann dort keinen einzigen Staat für sich und verlor selbst in ihrer Heimat Massachusetts.

Ein Linker und ein gemässigter Bewerber

Warrens Ausstieg spielt Sanders in die Hände, der wie sie eine klar linke Agenda vertritt und somit um die gleiche Anhängerschaft buhlt. Bidens direkte Konkurrenten aus dem moderaten Teil der Partei - Ex-Bürgermeister Pete Buttigieg, Senatorin Amy Klobuchar und der schwerreiche frühere New Yorker Bürgermeister, Michael Bloomberg - hatten sich bereits zuvor aus dem Rennen verabschiedet und sich für Biden als Präsidentschaftskandidaten ausgesprochen.

Nun gibt es auch im linken Spektrum nur noch einen Bewerber: Sanders. Die Partei hat also die Wahl zwischen einem Vertreter des linken und des gemässigten Lagers.

Formell gibt es nach Warrens Rückzug noch drei demokratische Präsidentschaftsbewerber: Neben Biden und Sanders ist die Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard ebenfalls weiter im Rennen. Doch politisch spielt sie keinerlei Rolle.

Ursprünglich hatten sich bei den Demokraten fast 30 Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur ihrer Partei bemüht. Sie stiegen jedoch nach und nach aus, mit dem Fortschreiten der Vorwahlen zuletzt immer schneller.

Nächste Vorwahlen am 10. März

Nach dem «Super Tuesday» stehen die nächsten Vorwahlen am 10. März in den Bundesstaaten Idaho, Michigan, Mississippi, Missouri, North Dakota und Washington an. Ein weiterer grösserer Abstimmungstag folgt am 17. März mit Vorwahlen in Arizona, Florida, Illinois und Ohio.

Die Vorwahlen ziehen sich insgesamt noch bis in den Juni hin. Im Sommer stehen dann die Nominierungsparteitage an, bei denen die Demokraten und die Republikaner ihre Präsidentschaftskandidaten offiziell küren. Die Demokraten tagen im Juli, die Republikaner im August.

US-Präsident Donald Trump tritt bei der eigentlichen Wahl am 3. November für eine zweite Amtszeit an. Seine Nominierung ist sicher - er hat bei den Republikaner als Amtsinhaber keine ernstzunehmende parteiinterne Konkurrenz. Er schrieb am Donnerstag auf Twitter, Warren hätte sich bereits früher zurückziehen sollen. Ihr Warten habe Sanders mehrere Siege in «Super Tuesday»-Staaten gekostet. (sda/dpa)

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