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20 Jahre nach der Tat – Hinrichtung in Oklahoma per Giftspritze

This photo taken May 27, 2008 photo shows the gurney in Huntsville, Texas, where Texas' condemned are strapped down to receive a lethal dose of drugs. The first execution by lethal injection in T ...
Bild einer Liege im US-Bundesstaat Texas, in dem seit 1982 Gefängnisinsassen durch die Giftspritze getötet werden.Bild: AP

59-Jähriger wird in den USA wegen Doppelmordes per Giftspritze hingerichtet

30.11.2023, 19:39
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Mehr als 20 Jahre nachdem er zwei Männer erschossen hat, ist ein verurteilter Mörder im US-Bundesstaat Oklahoma hingerichtet worden. Der 59-Jährige wurde am Donnerstagvormittag (Ortszeit) per Giftspritze im Gefängnis in McAlester getötet, wie die Regionalzeitung «The Oklahoman» berichtete.

Kurz zuvor hatte der republikanische Gouverneur Kevin Stitt ein Gnadengesuch abgelehnt. Der verurteilte Mörder hatte bis zuletzt behauptet, die beiden 37 und 58 Jahre alten Männer im Jahr 2001 aus Notwehr getötet zu haben. Diese hätten ihn angegriffen und in einen Käfig sperren wollen, sagte er. Ihm sei es aber gelungen, ihnen die Waffe zu entreissen.

FILE - Oklahoma Gov. Kevin Stitt addresses a campaign rally Nov. 1, 2022, in Oklahoma City. Phillip Hancock, 59, is scheduled to receive a three-drug lethal injection on Thursday, Nov. 30, 2023, at th ...
Der Gouverneur Kevin Stitt an einer Wahlkampfveranstaltung in Oklahoma City, 1. November 2022.Bild: AP

Der Schütze wurde schliesslich 2004 wegen Doppelmordes zum Tode verurteilt. Einsprüche gegen die Entscheidung scheiterten. Ein Bewährungsausschuss hatte kurz vor der Hinrichtung knapp dafür gestimmt, dass der 59-Jährige nicht getötet werden und stattdessen lebenslang in Haft bleiben soll. Doch die Empfehlungen des Ausschusses sind nicht bindend für den Gouverneur. Stitt hatte bereits in der Vergangenheit Gnadengesuche abgelehnt.

Nach Angaben des Informationszentrums für Todesstrafe wurden in den USA im vergangenen Jahr damit 24 Menschen hingerichtet. Insgesamt haben bislang 23 der 50 Bundesstaaten die Todesstrafe abgeschafft.

(hah/sda/dpa)

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Die Guillotine von Luzern
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Die Guillotine von Luzern
Die rund vier Meter hohe Guillotine steht heute im Historischen Museum in Luzern. Sie wurde in der Schweiz von Ort zu Ort transportiert, um Hinrichtungen vorzunehmen.(bild: keystone)
quelle: keystone / urs flueeler
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Im Todestrakt seit 1995
Video: srf
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11 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Suttree
30.11.2023 22:16registriert Oktober 2022
Ekelhaftes System, in dem ein Mensch über Leben oder Tod eines anderen Menschen entscheiden darf.
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LaDomi
01.12.2023 06:38registriert März 2023
Die Todesstrafe ist kein nützliches Mittel im Kampf gegen Verbrechen. Der Verlust eines Menschenlebens ist unumkehrbar und kein Rechtssystem ist gegen Justizfehler gefeit. Die Verhängung der Todesstrafe ist kein strafrechtliches Instrument sondern ein Verstoss gegen die Menschenrechte. Die Todesstrafe wird unverhältnismässig oft gegen Arme oder Angehörige von Minderheiten angewendet. Glücklicherweise ist sie in den letzten Jahren in immer mehr Ländern abgeschafft worden.
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