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Democratic presidential candidate former Vice President Joe Biden, second from right, speaks as candidates Sen. Bernie Sanders, I-Vt.,, right, and South Bend, Ind., Mayor Pete Buttigieg, left, and Sen. Elizabeth Warren, D-Mass., second from left, watch during a Democratic presidential primary debate, Wednesday, Nov. 20, 2019, in Atlanta. (AP Photo/John Bazemore)

Demokratische Präsidentschaftskandidaten von links nach rechts: Pete Buttigieg, Elizabeth Warren, Joe Biden und Bernie Sanders. Bild: AP

Demokraten bringen sich in Stellung – das sind die Gewinner und Verlierer der Debatte

In der fünften Debatten-Runde der demokratischen Präsidentschaftskandidaten blieb eine Grundsatzdiskussion über den Kurs der Partei weitgehend aus. Die drei Gewinner und die zwei Verlierer der Debatte.

Renzo Ruf, Washington / ch media



Mehr als zwei Stunden lang debattierten die führenden demokratischen Präsidentschaftskandidaten am Mittwoch in Atlanta (Georgia). Im Gegensatz zu den letzten TV-Runden im Vorwahlkampf blieb der Schlagabtausch zwischen dem linken Lager um Elizabeth Warren und Bernie Sanders und dem pragmatischen Flügel um Joe Biden und Pete Buttigieg aber weitgehend aus.

Stattdessen prügelten die Demokraten auf den aktuellen Bewohner des Weissen Hauses ein, und präsentierten ihre gesundheits- und aussenpoltitischen Ideen. Hier eine Übersicht.

Gewinner: Pete Buttigieg (37)

Democratic presidential candidate South Bend, Ind., Mayor Pete Buttigieg speaks about his marriage during a Democratic presidential primary debate, Wednesday, Nov. 20, 2019, in Atlanta. (AP Photo/John Bazemore)

Bild: AP

Umfragen in Iowa und New Hampshire – den beiden Bundesstaaten, in denen im Februar 2020 die Vorwahlen beginnen – deuten darauf hin, dass Pete Buttigieg Rückenwind verspürt. Die pragmatischen Ideen des Stadtpräsidenten von South Bend (Indiana) stossen auf Zustimmung, auch weil der junge Politiker eine interessante Biografie besitzt und Charisma versprüht.

Am Mittwoch gelang es ihm nun, sich auch einem nationalen Publikum als politischer Aussenseiter zu präsentieren, der alte Probleme mit neuen Ideen lösen wolle. Und obwohl es zahlreiche Fragen über den Erfahrungsschatz Buttigiegs gibt, parierte er die entsprechende Kritik problemlos.

Gewinnerin: Amy Klobuchar (59)

Democratic presidential candidate Sen. Amy Klobuchar, D-Minn., speaks during a fundraiser for the Nevada Democratic Party, Sunday, Nov. 17, 2019, in Las Vegas. (AP Photo/John Locher)
Amy Klobuchar

Bild: AP

Die Senatorin aus Minnesota hat Humor und ist schlagfertig. Dies stellte sie am Mittwoch erneut unter Beweis. So sagte sie, als die Rede auf die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern kam: Weibliche und männliche Politiker würden mit zweierlei Mass gemessen. «Andernfalls könnten wir das Spiel spielen, Nenn uns deine Lieblingspräsidentin!» – eine Anspielung auf die Tatsache, dass bisher noch keine Frau zur Staatschefin Amerikas gewählt worden ist.

Dafür und für einen Spruch über Nancy Pelosi, die jeden Tag beweise, dass eine Frau Donald Trump schlagen könne, erntete sie warmen Applaus. Ob das reicht für einen langen Schlussspurt? Klobuchar zählt darauf, dass sie mit ihrem Pragmatismus Stimmen gewinnen wird.

Gewinner: Andrew Yang (44)

Democratic presidential candidate former technology executive Andrew Yang walks onto the stage before a Democratic presidential primary debate, Wednesday, Nov. 20, 2019, in Atlanta. (AP Photo/John Bazemore)

Bild: AP

Der ehemalige Unternehmer ist und bleibt ein Phänomen. Obwohl er über keine politische Erfahrung besitzt und von seiner Partei weitgehend ignoriert wird, schlägt sich Andrew Yang fabelhaft.

Er ist unterhaltsam, und seine Antworten auf die Herausforderungen, mit denen sich Amerika konfrontiert sieht, sind überraschend. Dass er in der ersten halben Stunde der Debatte am Mittwoch nicht zu Wort kam – während Elizabeth Warren gleich vier Fragen beantworten durfte – passt zu diesem Bild.

Verliererin: Tulsi Gabbard (38)

Democratic presidential candidate Rep. Tulsi Gabbard, D-Hawaii, speaks during a Democratic presidential primary debate, Wednesday, Nov. 20, 2019, in Atlanta. (AP Photo/John Bazemore)

Bild: AP

Es ist hinlänglich bekannt, dass Tulsi Gabbard, Abgeordnete im Repräsentantenhaus aus Hawaii, im rechten politischen Lager Fans besitzt. Vielleicht ist es ihre isolationistische Aussenpolitik, die Leser der Internet-Postille «Breitbart» anzieht, oder vielleicht ist es der selbstbewusste Auftritt der Surferin.

Ihre Parteifreunde stösst Gabbard aber mit diesen Avancen vor den Kopf – was angesichts der Tatsache, dass sie zur Präsidentschaftskandidatin der Demokratischen Partei gewählt werden möchte, wohl keine allzu gute Idee ist. Am Mittwoch stritt sich Gabbard zuerst mit Kamala Harris und dann mit Pete Buttigieg. Und beide Male ging sie als Verliererin vom Feld.

Verlierer: Joe Biden (77)

Democratic presidential candidate former Vice President Joe Biden greets spectators and takes a photo after a Democratic presidential primary debate, Wednesday, Nov. 20, 2019, in Atlanta. (AP Photo/John Bazemore)

Bild: AP

Joe Biden gab einmal mehr eine suboptimale Vorstellung – auch wenn er dieses Mal nicht komplett abstürzte. Positiv waren seine Beiträge im aussenpolitischen Teil der Debatte. Negativ waren seine Versprecher und unsinnige Aussagen, die er machte.

So sagte Biden, häusliche Gewalt müsse mit Fäusten geschlagen werden («We have to keep punching it»). Auch verzichtete er darauf, die gesundheitspolitischen Vorschläge von Elizabeth Warren zu kritisieren – obwohl sein Wahlkampfstab zuvor eine Attacke prognostiziert hatte.

Ewig kann Biden nicht so weitermachen, verliert er doch gemäss Meinungsumfragen stetig an Terrain. Nach wie vor führt der ehemalige Vize von Präsident Barack Obama aber die nationalen Erhebungen an. (aargauerzeitung.ch)

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53Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • smoking gun 21.11.2019 13:05
    Highlight Highlight Man kann von Tulsi Gabbard halten was man will, aber sie in einem Artikel einzig als „Surferin“ zu bezeichnen, ist schon ziemlich schwach.

  • Morgan Wlan 21.11.2019 11:37
    Highlight Highlight Wenn Biden der Kandidat der Demokraten wird, sind die Wahlen entschieden. Für Trump.
  • Score 21.11.2019 11:20
    Highlight Highlight Warren, Biden und Sanders sind zu alt. Es braucht frisches Blut. Schon nur darum weil diese weniger Angriffsfläche bieten. Sanders wäre ein super Präsident gewesen vor vier Jahren. Und er ist immer noch engagiert bei der Sache, aber er wird nicht jünger. Ich denke das Buttigieg und Yang die besten Kandidaten sind. Persönlich habe ich wirklich gefallen an Yang gefunden. Sein Auftreten und seine unkonventionelle Art ist sehr erfrischend.
    • Wasser99 21.11.2019 13:00
      Highlight Highlight ich kann identity politics nicht ausstehen.
  • felixJongleur 21.11.2019 10:37
    Highlight Highlight Gabbard ging zweimal als Verliererin vom Feld? Ich weiss ich bin aktuell ein Fanboy aber ich kann diese Einschätzung nur bedingt nicht nachvollziehen (?). Ok ihr Einwurf mit Truppen nach Mexiko senden war schon sehr aus dem Kontext. Spannend finde ich, dass man Gabbard an ihrem Besuch bei Assad aufhängt, während Obama bspw. sich dafür einsetzte, dass die 9/11 Opfer nicht gegen Saudi Arabien klagen können. Das ist dann wiederum i.O.? Wo zieht das Dem. Establishment die Grenze im Umgang mit den "Bösen"?
  • Hofer Ernst 21.11.2019 10:23
    Highlight Highlight Was sagt Trump so schön: Fake News !
  • Marc< 21.11.2019 09:27
    Highlight Highlight Wo bleibt Bernie?
    • Pana 21.11.2019 12:59
      Highlight Highlight War die erste Debatte, bei der mir Bernie am besten gefallen hat.
  • roger.schmid 21.11.2019 09:09
    Highlight Highlight 'Mayo' Pete, wie er von vielen Afroamerikanern genannt wird, hat bei ebendiesen wenig Zuspruch, was auch verständlich ist: https://theintercept.com/2019/09/20/pete-buttigieg-south-bend-police/

    Auch bei den Jungen ist er unbeliebt, weil er sich weder für Medicare for all, noch für den Green new Deal ausspricht und (im Gegensatz zu Sanders, der nur Kleinspenden aus der Bevölkerung akzeptiert) Spendegelder von reichen Lobbyisten annimmt: https://publicintegrity.org/federal-politics/pete-buttigieg-mayor-indiana-money-lobbyists/

    Wäre eine Katastrophe, wenn er die Vorwahlen gewinnen würde..
    • PC Principal 21.11.2019 11:44
      Highlight Highlight Buttigieg wäre der mit Abstand linkste Präsident, den die USA je hatten. Aber natürlich ist das für die Sanders-Puristen nicht links genug. Bernie Sanders wäre sicher ein guter Präsident, aber seine Jünger sind nur noch nervig.
    • roger.schmid 21.11.2019 12:09
      Highlight Highlight "Buttigieg wäre der mit Abstand linkste Präsident, den die USA je hatten."

      Nichts für ungut, aber mit so einer Aussage outet man sich als ziemlich uninformiert.

      Buttigieg ist der Liebling der Lobbyisten, Big Donors und des Establishments - und deswegen völlig ungeeignet gegen Trump anzutreten.

      Play Icon
    • PC Principal 21.11.2019 13:02
      Highlight Highlight Dann schau dir mal seinen vorgeschlagenen Gesundheitsplan an und Vergleiche den mit
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dong 21.11.2019 09:09
    Highlight Highlight Dass Tulsi ihre Meinung zu Regime Change Wars hat und die Trump-Wähler respektiert mag taktisch unklug sein, umso mehr Respekt muss man ihr dafür zollen!
    • PC Principal 21.11.2019 09:54
      Highlight Highlight Ihre Meinung ist aber ziemlich abstrus. Sie ist dagegen, die Kurden im Kampf gegen den IS zu unterstützen, weil das ist ein Regime-Change. Sie hat aber kein Problem damit, dass Russland ganz Syrien in Schutt und Aschee bombt um einen Diktator zu retten.
    • Basti Spiesser 21.11.2019 11:10
      Highlight Highlight @PC wer Syrien in Grund und Aschee bombt, ist eben nicht so schwarz-weiss. Tulsi scheint dass zu wissen, im Gegensatz zu ihnen.
    • PC Principal 21.11.2019 11:18
      Highlight Highlight @Spiesser: Es ist schon ziemlich eindeutig. Die Flächenbombardierungen werden von Assads Truppen und Russland geflogen, nicht von den Kurden oder sonst wem.
    Weitere Antworten anzeigen
  • AdvocatusDiaboli 21.11.2019 08:39
    Highlight Highlight Team Innovativ (Yang, Warren, Buttigieg) hat gewonnen und Team Vetternwirschaft (Joe Biden) hat verloren.

    Das nenne ich ein gutes Resultat einer solchen Debatte.
    • roger.schmid 21.11.2019 09:18
      Highlight Highlight Was ist an Buttigieg bitte innovativ?

      Buttigieg ist genauso Team Vetternwirtschaft wie Biden.
  • npe 21.11.2019 08:26
    Highlight Highlight Andrew Yang! 😍
    • Unicron 21.11.2019 09:14
      Highlight Highlight Buttigieg!
  • FrancoL 21.11.2019 08:26
    Highlight Highlight Wieso lässt man Joe Biden weiter "wurstelen"? Wäre es nicht an der Zeit ihm zu raten das Rennen aufzugeben. Seine Antworten und Reaktionen werden nun mal nicht besser. Wenn die Dems sich so an ihn klammern müssen wird es eh nichts mit einem Wahlsieg.
    • Max Dick 21.11.2019 08:41
      Highlight Highlight Noch viel weniger wirds was mit Wahlsieg wenn Warren durchkommt. Aber ich bin immer zuversichtlicher, dass es Buttigieg sein wird. Und das ist gut so.
    • roger.schmid 21.11.2019 08:42
      Highlight Highlight "Wieso lässt man Joe Biden weiter "wurstelen"?"

      Weil er der Lieblinskandidat des Establishments der Demokraten ist und Status Quo verspricht - das heisst: Sich weiter von Grossfirmen und Reichen Spendern bestechen lassen..

      So langsam dämmert es ihnen aber, dass Biden sackschwach ist und daher wird nun auf 'Mayo' Pete gesetzt. Ein Fähnchen im Wind.
    • Pafeld 21.11.2019 08:54
      Highlight Highlight Solange sich Trump an Biden abarbeitet, ist seine Kandidatur doch super. Wie Trump gerade einmal wieder beweist, ist der einzige, der Hexenjagden veranstaltet, er selbst auf Twitter. Joe Biden hat so eine Art Winkelried-Funktion. Die Partei entscheidet selbst, wen sie wollen, bevor Trump sie der Meute zum Frass vorwirft.
      Und wenigstens hat die Partei aus dem Debakel mit Hillary gelernt, dass man Köpfe nicht über die Basis hinweg fremdbestimmt. Weil dann die Basis nämlich einfach die Stimme verweigert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rhinooox 21.11.2019 08:13
    Highlight Highlight Wieso wird Andrew Yang immer ignoriert und ist bei allen Umfragen am weitesten zurück? Er ist meiner Meinung der beste Kandidat und würde den Job sicher besser als die anderen machen.
    • Alju 21.11.2019 09:41
      Highlight Highlight Das Aussehen😕
    • luegeLose 21.11.2019 11:43
      Highlight Highlight Weil er Asiate ist. Seine Idee der UBI zu frueh kommt (nicht seine Idee, aber er will es einfuehren). Auch die Finanzierung des UBI koennte den oberen Schichten nicht passen.
    • Morgan Wlan 21.11.2019 11:45
      Highlight Highlight @Alju
      Hier die Rassismus-Karte zu spielen ist sehr einfach gedacht. Es hat eher damit zu tun, dass er keine Erfahrungen in der Politik hat und Ansätze bringt, die zwar gut, aber sehr neu sind. Andere Kandidaten polarisieren mehr, er ist eher ein Underdog.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Max Dick 21.11.2019 08:10
    Highlight Highlight Ach vor lauter Impeachment ganz vergessen, dass das ja auch noch war. Nun, dass sowohl Buttitieg als auch Harris ein Rededuell gegen Gabbard gewonnen haben, glaube ich euch sofort und ohne weiteres. Gabbard ist wohl nur noch auf dem Stage, damit die anderen schon mal gegen Trump trainieren können.

    Die Umfragen stimmt mich wirklich optimistischer als auch schon. Es scheint doch noch so zu kommen, dass es im vernünftigem Lager der Demokraten doch noch eine (sehr) gute Alternative zu Biden geben wird.

Greta Thunberg zur «Person of the Year» gekürt

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg wurde vom US-amerikanischen «Time»-Magazin zur Person des Jahres gekürt. Damit ist sie die jüngste Person, die je mit diesem Titel gewürdigt wurde.

Zur Begründung erklärte das US-Nachrichtenmagazin am Mittwoch, der 16-Jährigen sei es gelungen, «Sorgen über den Planeten in eine weltweite Bewegung zu verwandeln, die einen globalen Wandel verlangt».

Edward Felsenthal, CEO und Chefredaktor des «Time»-Magazins, schrieb zu der Entscheidung auf Twitter:

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