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Dave Chappelle an einer Medienkonferenz im Jahr 2018.
Dave Chappelle an einer Medienkonferenz im Jahr 2018.
Bild: AP

Über 19 Millionen Klicks – Dave Chappelles Rassismus-Monolog geht durch die Decke

15.06.2020, 16:3115.06.2020, 18:12

US-Comedian Dave Chappelle meldet sich zurück – und wie. In einer Überraschungsshow thematisiert der Afroamerikaner den Tod von George Floyd – ebenfalls Afroamerikaner – und übt heftige Kritik. Chappelle, ab 2003 international bekannt geworden durch seine «Chappelle's Show», in der unter anderem in den USA verbreitete Rassenkonflikte und -klischees zur Sprache kamen, setzt in einem 27-minütigen Monolog zum Rundumschlag aus.

«Haben Sie das Gefühl, dass Sie 8 Minuten und 46 Sekunden auf dem Hals eines Mannes knien können, ohne danach Gottes Zorn zu spüren? Dies passiert gerade. Es geht nicht um einen einzelnen Polizisten, es geht um das Ganze.»

Der Titel seines Specials lautet «8:46», so lange drückte Polizist Derek Chauvin in Minneapolis George Floyd das Knie auf den Hals. An den Folgen dieser Aktion starb Floyd später im Spital, weltweite Proteste, Ausschreitungen und Demonstrationen waren die Folge.

Die Überraschungsshow von Dave Chappelle.

Dave Chappelle ist hinlänglich bekannt dafür, gesellschaftskritische Themen anzusprechen und mit Humor zu transportieren, in der aktuellen Show tut der Comedian aber auf ganz ernste Art und Weise seine Beobachtungen und Gedanken zum Drama um George Floyd kund.

Das Special, in welchem Chappelle diverse Personen, darunter Fox-TV-Moderatorin Laura Ingraham, kritisiert, wurde bereits über 19 Millionen Mal angeklickt. Auch Don Lemon, Host der CNN-Sendung «CNN Tonight with Don Lemon» bekommt für eine Aussage sein Fett weg. Lemon beschuldigte Prominente, «in ihren Villen zu sitzen und nichts zu tun». Dave Chappelle konterte:

«Geht es um Berühmtheiten? Nein. Die Strassen sprechen für sich selbst, sie brauchen mich im Moment nicht.»

Die 27 Minuten lange Überraschungsshow wurde am 6. Juni in Yellow Springs, Ohio, aufgezeichnet. (rst)

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Jadon Sancho und Co. protestieren gegen Rassismus

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