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Ukraine-Affäre: Schwere Vorwürfe gegen Schlüsselzeugen Sondland

28.11.2019, 03:4828.11.2019, 06:38

Ein Schlüsselzeuge gegen US-Präsident Donald Trump in der Ukraine-Affäre wird von drei Frauen des sexuellen Fehlverhaltens beschuldigt.

Die Frauen erhoben entsprechende Vorwürfe am Mittwoch gegen den US-Spitzendiplomaten Gordon Sondland. Demnach hat der frühere Hotelmagnat mit beruflichen Repressalien reagiert, weil die Frauen ihn zurückwiesen.

Sondland, der vor einer Woche vor laufenden Kameras in der Ukraine-Affäre hochbrisante Aussagen gemacht hatte, wies die Vorwürfe als «politisch motiviert» zurück.

Gordon Sondland weist die Vorwürfe als «politisch motiviert» zurück.
Gordon Sondland weist die Vorwürfe als «politisch motiviert» zurück.Bild: AP

Sondland ist US-Botschafter bei der Europäischen Union, er war von Trump ernannt worden. Der wohlhabende Hotelier erhielt den Botschafterposten in Brüssel als Dankeschön für eine Millionenspende für die Feierlichkeiten zur Amtseinführung des Präsidenten.

Die jetzt von den drei Frauen erhobenen Vorwürfe beziehen sich auf die Zeit davor, also zu Zeiten Sondlands als reicher Hotelunternehmer.

«Diese falschen Anschuldigungen zu erzwungenen Berührungen und Küssen sind erfunden.»

Die Frauen gaben in einem am Mittwoch von der Internetseite Propublica und der Zeitschrift «Portland Monthly» veröffentlichten Artikel an, dass Sondland gewaltsam versucht habe, sie zu umarmen und zu küssen. Ausserdem habe er sie unsittlich berührt. Alle drei Frauen standen beruflich in Kontakt mit Sondland, die Vorwürfe datieren aus der Zeit von 2003 bis 2008.

Sondland wies die Vorwürfe in dem Artikel als politisch motiviert zurück. «Diese falschen Anschuldigungen zu erzwungenen Berührungen und Küssen sind erfunden», erklärte er. Er glaube, dass es sich um «eine koordinierte Aktion aus politischen Motiven» handele, sagte er den beiden Medien.

Sondlands Aussage schadet Trump

Sondland hatte vor einer Woche in der Ukraine-Affäre vor laufenden Kameras im US-Kongress ausgesagt. Dabei bestätigte er, dass Trump die Ukraine massiv unter Druck gesetzt habe, um dortige Ermittlungen gegen Ex-Vizepräsident Joe Biden, seinen potenziellen Herausforderer bei der Wahl 2020, zu erreichen.

Sondlands Aussagen durchlöcherten die Verteidigungslinie des Präsidenten, dass keine Druckmittel gegen Kiew eingesetzt worden seien, um die gewünschten Ermittlungen zu erreichen. (mim/sda/afp)

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36 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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therationalist
28.11.2019 07:30registriert Dezember 2017
Der Mann mag eventuell bis vermutlich diese Taten begangen haben und sehr wahrscheinlich einen scheuseligen Charakter haben.
Der Zeitpunkt der Anschuldigungen lässt einem aber doch sehr zweifeln, ob es wahr ist.

Und an alle die sich hier so hämisch und vorverurteilend äussern: Es macht mir Sorgen, dass in unserem Rechtsstaat solche Anschuldigungen ausreichen, euch von einer Schuld zu überzeugen.
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kettcar #lina4weindoch
28.11.2019 06:01registriert April 2014
Sein Plan mit einer Millionenspende an einen gemütlichen Diplomatenjob, Ansehen und Berühmtheit zu kommen hat wohl nicht ganz so geklappt, wie er es sich vorgestellt hat. Naja, außer der Teil mit der Berühmtheit. Aber das ist wohl ein bisschen ausgeufert.
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Töfflifahrer
28.11.2019 06:39registriert August 2015
Nun der Zeitpunkt der Aussagen sind schon etwas befremdend.
Ansonsten kann er ja immer noch sagen, er habe sich an Trump ein Vorbild genommen.
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