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Donald Trump ist mit sich und seiner Arbeit in Asien überaus zufrieden.
Donald Trump ist mit sich und seiner Arbeit in Asien überaus zufrieden.Bild: EPA/REUTERS POOL

«Fantastischer Job» – Trump lobt sich zum Abschied der Asientour selber

14.11.2017, 18:3815.11.2017, 07:00

US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag seine Asienreise mit Eigenlob beendet. «Es waren wirklich grossartige zwölf Tage, und ich habe viele grossartige Freunde gefunden», sagte er vor Journalisten in Manila. «Wir haben einen wirklich fantastischen Job gemacht.»

Das Thema Menschenrechte und den international kritisierten Feldzug des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte gegen die Drogenkriminalität mit Tausenden Toten habe er angesprochen, teilte das Weisse Haus nach zunächst widersprüchlichen Angaben über den Verlauf des Zweiergesprächs mit.

Zuvor hatte Trumps Sprecherin Sarah Sanders erklärt, das Thema Menschenrechte sei «kurz» zur Sprache gekommen. Dutertes Sprecher Harry Roque teilte dagegen mit, es sei überhaupt nicht darüber gesprochen worden.

Das Weisse Haus und die philippinische Seite haben danach eine gemeinsame Erklärung zu dem Gespräch zwischen Trump und Duterte abgegeben. Darin wurde klargestellt, dass das Thema Menschenrechte angesprochen worden sei. «Beide Seiten haben betont, dass die Menschenrechte und die Würde des menschlichen Lebens essenziell sind», heisst es in der Erklärung zu dem Treffen.

«Offizielle Beleidigung»

Kanadas Premierminister Justin Trudeau kam am Rande des Gipfels der Gemeinschaft südostasiatischer Staaten (ASEAN) in Manila ebenfalls auf das Thema zu sprechen, wie er am Dienstag erklärte. Das Gespräch mit Duterte sei «sehr freundlich» gewesen, dabei habe er seine Bedenken wegen des harten Vorgehens im Drogenmilieu ausgedrückt.

Duterte kritisierte ihn dafür während einer Pressekonferenz am Abend in Manila zum Abschluss des Ostasiengipfels heftig. Es sei «eine persönliche und offizielle Beleidigung» gewesen, als Trudeau ihn auf die Tötungen und die Menschenrechte angesprochen habe, sagte Duterte.

«Ich sagte (Trudeau), ich werde nichts erklären», so der philippinische Präsident weiter. Nur den Wählern auf den Philippinen, die ihn zum Präsidenten bestimmt hätten, sei er Rede und Antwort schuldig, betonte Duterte.

Zugleich ermahnte er ausländische Staats- und Regierungschefs, von dem Thema abzulassen. «Ich werde nicht auf irgendwelchen anderen Mist antworten, speziell nicht gegenüber Ausländern.»

Justin Trudeau kritisierte Rodrigo Duterte für seinen Drogenkrieg.
Justin Trudeau kritisierte Rodrigo Duterte für seinen Drogenkrieg.Bild: AP/The Canadian Press

Trump nicht am Ostasien-Gipfel

Nach dem APEC-Gipfel in Vietnam und dem ASEAN-Treffen auf den Philippinen stand für Trump zum Abschluss seiner Asienreise noch die Teilnahme am Ostasien-Gipfel in Manila auf dem Programm. Anders als geplant nahm er nach Angaben von Reportern im Raum aber weder an der verspätet begonnenen Plenarrunde noch am sogenannten Familienfoto teil. Stattdessen war US-Aussenminister Rex Tillerson anwesend.

Auf seiner Asienreise habe es «viele Fortschritte» auf dem Weg zu neuen Handelsabkommen gegeben, bilanzierte Trump seine Reise. Auf Twitter schrieb er, sein Besuch bei den ASEAN-Staaten «wird zu FAIREN HANDELSABKOMMEN führen, anders als die Horror-Shows vergangener Regierungen».

Trump betonte weiter, die Reise habe auch die Beziehungen zwischen den USA und den Philippinen verbessert. Sein Amtsvorgänger Barack Obama hatte Dutertes brutalen Feldzug gegen das Drogenmilieu verurteilt, Duterte konterte damals mit persönlichen Beleidigungen.

Der US-Präsident wird nach seiner mit knapp zwei Wochen bislang längsten Auslandstour in der Nacht zum Mittwoch zurück in Washington erwartet. (sda/dpa)

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