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FILE - In this Thursday, Nov. 2, 2017, file photo, Paul Manafort, President Donald Trump's former campaign chairman, leaves Federal District Court, in Washington. Prosecutors working for special counsel Robert Mueller are accusing former Trump campaign chairman Paul Manafort of making several attempts to tamper with witnesses in his ongoing criminal cases. Mueller’s team says in a new court filing that Manafort and one of his associates made several attempts to contact two witnesses in an effort to influence their testimony while he was on house arrest earlier this year.  (AP Photo/Andrew Harnik, File)

Paul Manafort gab vor Gericht den Kontakt mir Russland zu.  Bild: AP/AP

Trumps Ex-Wahlkampfchef hat in der Russland-Affäre ein Geständnis abgelegt



Der inhaftierte Ex-Wahlkampfchef von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, hat zugegeben, einem russischen Staatsbürger während des US-Präsidentschaftswahlkampfes im Jahr 2016 Umfragedaten weitergeleitet zu haben. Diese Person hat Geheimdienstverbindungen.

In einem am Dienstag bei Gericht eingereichten Dokument weist Manafort allerdings den Vorwurf von Sonderermittler Robert Mueller zurück, über den Kontakt mit Konstantin Kilimnik gelogen zu haben. Er habe während der hektischen Wahlkampfzeit lediglich Details vergessen, hiess es.

Sonderermittler Mueller hatte Manafort im November Vorgeworfen, ihn selbst sowie die Bundespolizei FBI belogen zu haben. Eine zuvor geschlossene Kooperationsvereinbarung zwischen Mueller und Manafort war damit hinfällig. Worüber Trumps ehemaliger Wahlkampfchef gelogen haben sollte, führte Mueller seinerzeit nicht aus.

Schwärzung aufgehoben

In der nun eingereichten Antwort Manaforts sind die damals geschwärzten Stellen in Muellers Dokument lesbar. Aus ihnen geht hervor, dass der Sonderermittler Manafort zu dessen Gesprächen mit Kilimnik im Jahr 2016 über einen möglichen Friedensplan für die Ukraine befragte, wo beide zuvor zusammen für eine russlandfreundliche Partei gearbeitet hatten.

Die Informationen könnten insofern relevant sein, als dass Manafort eine wichtige Rolle dabei gespielt haben soll, die Position der US-Republikaner zum Ukrainekonflikt in eine moskaufreundlichere Richtung gelenkt zu haben.

Die Verteidiger des Ex-Wahlkampfchefs argumentierten in Bezug auf Muellers Vorwürfe, ihr Mandant sei während des Wahlkampfes so beschäftigt gewesen, dass er sich nicht an jede Unterhaltung erinnern könne. Das gelte auch für die Behauptung, Manafort habe darüber gelogen, Umfragedaten an Kilimnik weitergeleitet zu haben.

Warten auf Strafmass

Manafort hatte Trumps Wahlkampfteam zwei Monate lang geleitet. Er musste den Posten im August 2016 abgeben, nachdem mutmassliche Geldflüsse an ihn aus dem Umfeld des prorussischen Ex-Präsidenten der Ukraine, Viktor Janukowitsch, bekannt geworden waren.

FEBRUARY 28, 2007 - BERLIN: Ukranian President Viktor Janukowitsch at a meeting with the German Chancellor in the Chanclery in Berlin.

Viktor Janukowitsch

Im August wurde der Ex-Lobbyist in einem ersten Prozess wegen Steuer- und Bankenbetrugs im Zusammenhang mit seiner Ukraine-Arbeit schuldig gesprochen; die Verkündung seines Strafmasses in diesem Verfahren steht noch aus. In einem anderen Fall bekannte Manafort sich schuldig. (sda/afp)

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • roger.schmid 09.01.2019 08:24
    Highlight Highlight Unglaublich wieviel gestern in der Russlandaffäre alles wieder bekannt wurde - es bräuchte ca. 5 Artikel..

    Und nein, die Umfragen waren nicht öffentlich. Das die Trumpbande interne Umfragen mit den Russen besprache und diese danach erwiesenermassen abgestimmte Desinformationskampagnen führten, zeigt wie weit die Zusammenarbeit reicht. Das Puzzle fügt sich immer mehr zusammen.
  • walsi 09.01.2019 06:17
    Highlight Highlight Umfragewerte weiter geben ist der absolute Geheimnisverrat. Skandal! Wahrscheinlich waren dies Umfragewerte bereits online und mit ein bisschen googlen hätte sie der Empfänger selber herausgefunden.
    • Lamino 420 09.01.2019 06:23
      Highlight Highlight Ja, klar. Der Typ ist sauber. Und Trump auch.
    • wasps 09.01.2019 06:41
      Highlight Highlight Das ist nicht entscheidend. Sondern, dass ein Wahlkampfmanager einer künftigen Regierung hinter dem Rücken eines bestehenden Re
    • Jein 09.01.2019 07:22
      Highlight Highlight In diesem Fall wird ihm auch kein Geheimnisverrat sondern Meineid vorgeworfen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bruno.zehr 09.01.2019 05:08
    Highlight Highlight Hätte könnte würde
  • dho 09.01.2019 04:42
    Highlight Highlight Das Belügen von Amtspersonen unter Eid ist eine Sache, aber ob die weiter geleiteten Umfragedokumente geheim sind... ob das reicht?

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