Hochnebel-1°
DE | FR
9
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
International
Grossbritannien

Paul Manafort soll geheime Gespräche mit Julian Assange geführt haben

FILE - In this May 23, 2018, file photo, Paul Manafort, President Donald Trump's former campaign chairman, leaves the Federal District Court after a hearing, in Washington. Special counsel Robert Muel ...
Paul Manafort: Hat sich Trumps ehemaliger Wahlkampfmanager mit Julian Assange getroffen?Bild: AP/FR159526 AP

Paul Manafort soll geheime Gespräche mit Julian Assange geführt haben

27.11.2018, 15:3427.11.2018, 16:58

Der frühere Wahlkampfmanager von Donald Trump, Paul Manafort, soll sich mehrere Male mit WikiLeaks-Gründer Julian Assange getroffen haben. Dies berichtet The Guardian am Dienstagnachmittag. Die Treffen sollen demnach in der ecuadorianischen Botschaft in London stattgefunden haben, in der Assange seit über fünf Jahren festsitzt. 

FILE - In this file photo dated Friday May 19, 2017, watched by the media WikiLeaks founder Julian Assange looks out from the balcony of the Ecuadorian embassy prior to speaking, in London. Newly rele ...
Julian Assange auf dem Balkon der Botschaft Ecuadors in London.Bild: AP/AP

Es ist noch unklar, weshalb sich Manafort mit Assange getroffen hat. Eine gut unterrichtete Quelle sagte dem Guardian jedoch, dass ein Treffen im März 2016 stattgefunden habe. Einige Monate später veröffentlichte WikiLeaks zahlreiche Emails von Demokraten, die von russischen Geheimdiensten gestohlen wurden.

Paul Manafort verneint die Treffen. Diese Geschichte sei zu «100 Prozent falsch». Auch WikiLeaks dementiert ein Treffen auf Twitter.

US-Sonderermittler bezichtigt Manafort der Lüge

Der Bericht des Guardians kommt wenige Stunden, nachdem Sonderermittler Robert Mueller bekannt gab, dass Manafort im Rahmen der Russland-Ermittlungen gelogen habe.

Manafort habe das FBI und das Büro des Sonderermittlers bei einer Reihe von Themen angelogen und damit seine Vereinbarung mit der Justiz gebrochen, hiess es in einem Gerichtsdokument, das am Montagabend (Ortszeit) öffentlich wurde und unter anderem von Mueller unterzeichnet ist. Es blieb unklar, worauf genau sich die mutmasslichen Falschaussagen bezogen.

Manafort war einen «Plea Deal» eingegangen, das ist eine Vereinbarung mit der Justiz. Er hatte sich in einem Gerichtsverfahren, das mit seiner früheren Beratertätigkeit in der Ukraine zusammenhängt, schuldig bekannt und einer Zusammenarbeit mit Muellers Team zugestimmt. Laut seinen Anwälten traf er sich mehrfach mit den Ermittlern. Dabei habe er der Regierung Informationen zur Verfügung gestellt, «um seine Kooperationsverpflichtungen zu erfüllen», hiess es in der Erklärung der Anwälte in dem Gerichtsdokument.

Manafort wies die Anschuldigung laut dem Gerichtsdokument zurück.

Mitglied in Trumps Wahlkampfteam

Manafort war von März bis August 2016 Mitglied in Trumps Wahlkampfteam, davon drei Monate lang als dessen Leiter. Dass er sich im September bereit erklärte, mit den Ermittlern zusammenarbeiten zu wollen, kam überraschend und galt als entscheidender Schritt, denn er war eine zentrale Figur in einer kritischen Phase von Trumps Wahlkampf. Allerdings war nicht klar, worin seine Kooperation genau bestand. (sda/cma)

Trumps mögliche Gegner 2020

1 / 17
Trumps mögliche Gegner 2020
quelle: ap/ap / charlie neibergall
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

9 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
ralck
27.11.2018 16:30registriert Juni 2015
Das wäre dann ein WikiLeaks-Leak.
654
Melden
Zum Kommentar
avatar
walsi
27.11.2018 16:26registriert Februar 2016
Es ist anzunehmen, dass die Botschaft vom britischen Geheimdienst überwacht wird und die deshalb sehr genau wissen wer dort ein und aus geht. Es sollte somit einfach sein diese Enthüllungen zu bestätigen.
543
Melden
Zum Kommentar
9
Berichte: Bus stürzt in Peru Abhang hinab – mindestens 24 Tote

Bei einem Busunglück in Peru sind nach Medienberichten mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Ein Fernbus mit etwa 60 Passagieren an Bord stürzte am Samstagmorgen (Ortszeit) von einer Autobahn in der Provinz Talara im Nordwesten des Andenstaates einen Abhang hinab, wie peruanische Medien berichteten.

Zur Story