Epstein wegen Missbrauchs von Xbox Live lebenslang gesperrt
Jeffrey Epstein musste sich für die schwerwiegenden Sexualverbrechen, die ihm vorgeworfen wurden, nie vor Gericht verantworten. Konsequenzen erlebte er jedoch zumindest auf einer digitalen Plattform: dem Online-Gaming-Dienst Xbox Live.
Aus neu veröffentlichten Unterlagen geht hervor, dass Microsoft den Account des US-Finanziers im Dezember 2013 dauerhaft gesperrt hatte. In einer E-Mail an Epsteins private Adresse begründete der Konzern den Schritt mit «Belästigung, Drohungen und/oder Missbrauch anderer Spieler». Laut Microsoft habe es sich um wiederholte und schwere Verstösse gehandelt, darunter verbale Beschimpfungen, aggressive Beleidigungen sowie Drohungen gegenüber anderen Nutzern, mutmasslich während Online-Spielen wie Call of Duty oder Grand Theft Auto.
Epstein war zum Zeitpunkt der Sperre 60 Jahre alt. Er starb 2019 in einem New Yorker Gefängnis, wo er auf seinen Prozess wegen bundesweiter Vorwürfe des Sexhandels mit Minderjährigen wartete. Die Xbox-Live-Sperre ist eines von vielen Details aus Millionen Seiten neu veröffentlichter Akten, die derzeit erneut Einblick in das Verhalten und Umfeld des früheren Investmentbankers geben. (mke)
