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«Echtere» Amerikaner: Obama fährt Trump kräftig an den Karren



FILE - In this Dec. 13, 2016, file photo, President Barack Obama listens as Vice President Joe Biden speaks in the South Court Auditorium in the Eisenhower Executive Office Building on the White House complex in Washington. Biden is getting some help from Obama as he looks to fill his campaign coffers and unify the Democratic party ahead of the November election. Obama and Biden will appear together Tuesday, June 23, for a

Bild: keystone

Ex-US-Präsident Barack Obama hat Medienberichten zufolge bei einem Wahlkampfauftritt mit dem designierten Präsidentschaftskandidaten der Demokraten, Joe Biden, die Regierung seines Nachfolgers Donald Trump scharf kritisiert.

Das Weisse Haus der vergangenen Jahre sei an «die Grundfesten dessen gegangen, wer wir sind und wer wir sein sollten», zitierten US-Medien ihn übereinstimmend am Dienstag (Ortszeit). Es war seine erste Wahlkampfveranstaltung mit Biden in diesem Jahr. Die Trump-Regierung suggeriere, dass «Fakten keine Rolle spielen, Wissenschaft keine Rolle spielt» und dass es sich bei einer tödlichen Krankheit um «Fake News» handele, sagte Obama über den Umgang mit der Corona-Pandemie.

Das Weisse Haus fördere zudem aktiv die gesellschaftliche Spaltung und betrachte manche als «echtere» Amerikaner, so Obama. Trump und andere Regierungsvertreter nannte er nicht beim Namen. Seit Wochen kommt es in vielen US-Städten zu Demonstrationen gegen Polizeigewalt, Rassismus und soziale Ungerechtigkeit. Auslöser der Proteste ist der Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis.

Unter den Menschen, vor allem den jüngeren, gebe es nun jedoch ein grosses Erwachen, so Obama. Sie hätten nicht nur genug «von der chaotischen, unorganisierten und böswilligen Herangehensweise an die Regierungsführung, die wir in den letzten Jahren erlebt haben, sondern stellen sich nun Herausforderungen, mit denen dieses Land seit Jahrhunderten konfrontiert ist».

Obama nahm auch indirekt Justizminister William Barr ins Visier. Das Weisse Haus sehe das Justizministerium lediglich als «einen Arm für die persönlichen Anliegen des Präsidenten», sagte der 58-Jährige. Barr hatte zuletzt im Zusammenhang mit dem erzwungenen Rücktritt des prominenten Staatsanwalts Geoffrey Berman für Schlagzeilen gesorgt. Die Demokraten hatten den Republikanern Trump und Barr vorgeworfen, Ermittlungen gegen den Präsidenten behindern zu wollen.

Zum Abschluss der Videoschalte verabschiedete sich Obama von seinem früheren Vizepräsidenten Biden mit den Worten: «Hab' dich lieb, Joe». Daraufhin antwortete dieser: «Hab' dich auch lieb, Kumpel.» Um sich die Veranstaltung anzusehen, musste man einen beliebigen Betrag spenden. Mehr als 7.6 Millionen US-Dollar von rund 176 000 Spendern kamen den Angaben nach zusammen. (aeg/sda/dpa)

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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • quad 24.06.2020 19:45
    Highlight Highlight DT wurde Präsident nicht weil er gut oder beliebt war sondern weil Hillary unpopulär, arrogant und für wenig bis gar nichts "Neues" stand. Bei vielen Amerikaner war zudem auch noch immer ihre zweite Hälfte "I had no sex with that Women" im Kopf, das half ihrer Sache auch nicht unbedingt.
    Jetzt machen die Demokraten wieder den gleichen Fehler und stellen einen langweilen Greis ohne Charme und Visionen auf.
    Ja, "Sleepy" Joe braucht jede Hilfe die er bekommen kann, ansonsten geht das für die Demokraten noch voll in die Hosen mit einer weiteren 4 Jahre DT-Steinzeit Strategie...
  • Victor Paulsen 24.06.2020 18:45
    Highlight Highlight Obama war in seiner Amtszeit vorbildlich und ein guter Präsident, zumindest für Amiverhältnisse, aber das ist er auch noch nach seiner Präsidentschaft, einfach ohne viel Macht
  • Froggr 24.06.2020 16:14
    Highlight Highlight Sagt er, nachdem Biden behauptet, echte Schwarze wählen ihn😂
  • Shisha 24.06.2020 15:21
    Highlight Highlight Biden kann jede Hilfe von Obama brauchen. Obamas Vorwurf der „echteren Amerikaner“ ist aber ziemlich unglücklich, nachdem Biden sagte, wer ihn nicht wähle sei kein echter Schwarzer.
  • insert_brain_here 24.06.2020 14:11
    Highlight Highlight Es gibt ja auch bei uns diejenigen, die sich und die ihren als die "echteren" Schweizer betrachten.
    • MORGLUM 24.06.2020 14:20
      Highlight Highlight Und die finden dann auch Antifaschismus sei was böses. Das schwierige Wort endet ja auch mit der Endung -ismus.
    • Therealmonti 24.06.2020 14:34
      Highlight Highlight Du sagst es, Brain. Traurig aber wahr.
    • Baguette 24.06.2020 14:49
      Highlight Highlight Ja und, ist das etwa eine Entschuldigung?
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