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«This is evil!» – 6 Punkte zu den Massenprotesten gegen Trumps Migrationspolitik



«Families belong together»

Zehntausende Menschen sind am Samstag in Dutzenden US-Städten auf die Strasse gegangen, um gegen Donald Trumps Einwanderungspolitik zu demonstrieren. Sie wandten sich unter dem Motto «Families belong together» gegen die gewaltsame Trennung von Migrantenfamilien.

Die Massnahmen sind Teil der «Null-Toleranz-Politik» Trumps, mit der die US-Behörden illegale Einwanderer an der Südgrenze zu Mexiko zurückhalten wollen.

Trump hatte die Praxis zwar vorübergehend beendet - jedoch nur, um Eltern und Kinder gemeinsam einzusperren. Ein neues Migrationsgesetz scheitert an Widerständen im Parlament. Insgesamt wurden in den vergangenen Wochen mehr als 2500 Minderjährige von ihren Familien getrennt. Die teils vor Gericht erzwungene Wiedervereinigung von Eltern und Kindern verläuft schleppend.

Kinder sprechen für Kinder

In Washington haben Kinder Briefe vorgelesen, in denen sie ihr Mitgefühl und Hoffnung gegenüber den inhaftierten Kindern zum Ausdruck brachten. «Meine Mutter und ich werden erst dann aufhören zu protestieren, wenn alles in Ordnung kommt!», zitiert CNN eines der Kinder. 

«This is evil!»

Leah, 12 Jahre

Besonders eindrucksvoll war der Auftritt der 12-Jährigen Leah aus Florida. Als Tochter illegaler Einwanderer fürchtet sie, von ihren Eltern getrennt zu werden. Wegen der stetigen Angst könne sie nicht schlafen oder für die Schule lernen. Sie bezeichnet die Machenschaften der US-Regierung als «böse». Während ihrer emotionalen Rede brach Leah mehrmals in Tränen aus. 

Prominente Teilnehmer

Die Demonstrationen, an denen auch zahlreiche Politiker der oppositionellen Demokraten teilnahmen, starteten am Samstag an der US-Ostküste, später sollten Märsche an der Westküste hinzukommen, etwa in Los Angeles. In der Hauptstadt Washington gingen rund 50'000 Menschen auf die Strasse.

Auch in Boston gab es eine Grosskundgebung, auf der unter anderem die demokratische Senatorin Elizabeth Warren sprach. Sie forderte eine neue Aufgabenbeschreibung für die Polizeibehörde Immigration and Customs Enforcement (ICE). Deren Beamten waren immer wieder durch als überhart empfundenes Durchgreifen gegen Migranten aufgefallen.

In Washington solidarisierten sich auch Prominente mit den Demonstranten, darunter die Sängerin Alicia Keys. In der Nähe des Weissen Hauses hatte sich eine kleine Gruppe Gegendemonstranten eingefunden, die die Ausländerpolitik Politik des Weissen Hauses gutheissen. 

Verhaftungen im Vorfeld

Mehr als 1000 Frauen demonstrierten bereits am Donnerstag in Washington und drangen in das Senatsgebäude ein. Rund 575 Aktivistinnen wurden verhaftet.

Anti-Demo

In Washington wurde auch eine Gruppe von Anti-Demonstranten gesichtet, die Trumps Einwanderungspolitik unterstützen. Die Polizei schirmte diese von der grossen Masse ab. Generell soll es während den Kundgebungen am Wochenende zu keinen nennenswerten Zwischenfällen gekommen sein.

Und was meint der Präsident dazu?

Konkret zu den Protesten äusserte sich Donald Trump nicht. Jedoch liess er über Twitter verlauten, dass illegale Einwanderer ausnahmslos an die Grenze zurück eskortiert werden müssen. Er bleibt also weiterhin hart. 

(sda/dpa/vom)

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