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Trump will auch Kolumbiens Präsident stürzen – und sich Grönland holen

«Ein kranker Mann»: Trump will auch Kolumbiens Präsident stürzen – und sich Grönland holen

Nach dem Angriff auf Venezuela hat US-Präsident Donald Trump unverhohlen auch Kolumbien gedroht. Auch Grönland nahm er erneut ins Visier.
05.01.2026, 06:0505.01.2026, 06:18

Der Republikaner sagte vor Journalisten, Kolumbien sei «sehr krank» und werde von einem «kranken Mann» regiert, der es liebe, «Kokain zu produzieren und es in die Vereinigten Staaten zu verkaufen». Das werde er «nicht mehr lange machen», sagte Trump – ohne ins Detail zu gehen, was er konkret damit meinte.

epa12627551 US President Donald J Trump returns to the White House in Washington, DC, USA, 04 January 2026. EPA/AARON SCHWARTZ / POOL
Donald Trump scheint Gefallen daran zu finden, missliebige Staatsoberhäupter auszuschalten.Bild: keystone

Kolumbiens linker Präsident Gustavo Petro ist international einer der schärfsten und unverblümtesten Kritiker der aktuellen US-Regierung. Im vergangenen Herbst hielt er eine Rede vor den Vereinten Nationen, in der er Trump harsch kritisierte, unter anderem forderte er eine strafrechtliche Verfolgung für die damaligen Angriffe auf angebliche venezolanische Drogenboote. Zudem teilte er ein Video in den sozialen Medien, in dem er die «Nationen der Welt» aufrief, sich gemeinsam gegen die USA zu stellen. Die USA entzogen Petro daraufhin das Visum für die Vereinigten Staaten.

epa12617571 Colombian President Gustavo Petro speaks at a military promotion ceremony in Bogota, Colombia, 29 December 2025. The Colombian government announced a 23.7 percent increase in the minimum w ...
Gustavo Petro ist ein scharfer Kritiker der USA unter Trump.Bild: keystone

Trump hat Petro in der Folge mehrfach heftig kritisiert, nannte ihn bei seiner Pressekonferenz auf dem Flug nach Washington aber nicht namentlich. Auf die Nachfrage einer Journalistin, ob es einen Militäreinsatz gegen Kolumbien geben werde, sagte Trump:

«Das klingt für mich gut.»

Auch Mexiko, Grönland und Kuba hat Trump auf die ein oder andere Weise im Visier. Er erneuerte die Ambitionen der USA bezüglich Grönland mit der Begründung, dass dieses für die «nationale Sicherheit wichtig» sei. Die Äusserungen stiessen in Grönland und den Ländern Skandinaviens sowie Finnland auf deutliche Kritik. Mehr dazu liest du hier:

Mexiko warf er erneut vor, nicht genug gegen den dortigen Drogenexport Richtung USA zu unternehmen. Sollte sich dies nicht ändern, werde man ebenfalls «etwas tun müssen». Trump hat Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum schon mehrfach angeboten, US-Truppen zum Kampf gegen den Drogenhandel zu entsenden. Sheinbaum hatte dies stets deutlich abgelehnt. Trump sprach nun erneut darüber und er erklärte, Sheinbaum habe «ein bisschen Angst».

Nach Kuba hingegen will der US-Präsident keine Truppen entsenden. Wie zuvor bereits geäuassert, erklärte er, dass das Land «von selbst fallen» werde. Er glaube nicht, dass man dafür «irgendwelche Massnahmen ergreifen» müsse.

Die USA hatten in der Nacht auf Samstag eine Reihe von Zielen in Venezuela angegriffen, Staatschef Nicolás Maduro gefangen genommen und ausser Landes gebracht. Ihm soll in New York wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden. Kolumbien ist ein Nachbarstaat von Venezuela in Südamerika und gilt als wichtiger Produktionsstandort für Kokain. (sda/dpa/con)

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