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Trumps Ex-Wahlkampfchef Manafort muss ins Gefängnis

epa06810203 Former Trump campaign chairman Paul Manafort (C), his attorney Kevin Downing (L) and Manafort's wife Kathleen Manafort (R) arrive at the Federal Courthouse in Washington, DC, USA, 15  ...
Paul Manafort muss hinter Gitter. Bild: EPA/EPA

Trumps Ex-Wahlkampfchef Manafort muss ins Gefängnis

15.06.2018, 18:2715.06.2018, 18:27

Einer der früheren Wahlkampfchefs von US-Präsident Donald Trump kommt ins Gefängnis. Ein Gericht in Washington entschied am Freitag, dass der Lobbyist Paul Manafort bis zu seinem Prozess hinter Gritter muss. Bisher stand er unter Hausarrest.

Manafort muss sich wegen mutmasslicher Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Bankenbetrugs verantworten. Die Bundesrichterin begründete ihre Entscheidung, Manafort nun ins Gefängnis anzuweisen, mit möglichen Versuchen der Zeugenbeeinflussung durch den Angeklagten.

Der Sonderermittler zur Russland-Affäre, Robert Mueller, hatte den früheren Trump-Berater vor einigen Tagen beschuldigt, Zeugen angerufen oder über verschlüsselte Textbotschaften kontaktiert zu haben, um sie zu «erheblichen Falschaussagen» zu bewegen.

Manafort gilt als Schlüsselfigur der Russland-Affäre. Diese dreht sich um die mutmasslichen russischen Wahlkampfeinmischungen zugunsten Trumps und mögliche illegale Absprachen zwischen dem Team des heutigen Präsidenten und Moskau.

Manafort ist der einzige der vier Angeklagten aus Trumps Wahlkampfteam, der nicht mit dem Sonderermittler kooperiert. Der 69-Jährige war im Juni 2016 zu Trumps Wahlkampfleiter ernannt worden. Zwei Monate später musste er den Posten schon wieder abgeben, nachdem Vorwürfe laut geworden waren, er habe mehr als zwölf Millionen Dollar (zehn Millionen Euro) von prorussischen Kräften in der Ukraine erhalten. (sda/afp)

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