DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Police clear an area after curfew Saturday, May 30, 2020, in Minneapolis. Protests continued following the death of George Floyd, who died after being restrained by Minneapolis police officers on Memorial Day. (AP Photo/John Minchillo)

Wo alles seinen Anfang nahm: Ausschreitungen in Minneapolis. Bild: keystone

10 Videos zeigen das Ausmass der Proteste gegen Polizeigewalt in den USA



Die USA kommen nicht zur Ruhe. Im ganzen Land gibt es weiter Proteste nach dem Tod von George Floyd. Der Afroamerikaner war am Montag bei einem Polizeieinsatz gestorben. Ein Polizist hatte Floyd sein Knie minutenlang in den Nacken gedrückt, obwohl dieser mehrmals angab, keine Luft mehr zu bekommen. Ein Video des Polizeieinsatzes sorgte landesweit für Entsetzen.

Teile der USA wirkten am Samstagabend wie Kriegsgebiete. So wurden alle grossen Einfallsstrassen nach Minneapolis am Samstagabend geschlossen, Militärhubschrauber flogen über der Stadt, die sich auf weitere Unruhen mit Brandstiftungen und Plünderungen vorbereitete. Auch in anderen US-Grossstädten kam es zu gewaltsamen Szenen.

Zehntausende Menschen gingen von Seattle bis New York auf die Strassen. In New York, Atlanta und vor dem Weissen Haus in Washington brannten Autos. In Los Angeles ging die Polizei mit Gummigeschossen und Schlagstöcken gegen Demonstranten vor, die einen Streifenwagen in Brand gesetzt hatten. Zwei Dutzend Städte verhängten Ausgangssperren, darunter Los Angeles, Chicago und Atlanta. Mindestens acht Bundesstaaten forderten Unterstützung durch die Nationalgarde an.

Experte Thomas Jäger, Professor für Internationale Politik und Aussenpolitik an der Universität zu Köln, erklärte gegenüber watson, warum die Proteste teilweise so heftig ausfallen. Eine ganze Nation habe live miterlebt, wie ein Polizeibeamter auf offener Strasse einen Menschen umgebracht habe. «Man muss kein Staatsanwalt sein, um zu sehen, dass hier jemand umgebracht wurde. Das ist in dieser Brutalität, in dieser Selbstverständlichkeit des Missbrauchs von Macht durch die Polizei selten so klar sichtbar gewesen.» Einer der beteiligten Polizisten wurde inzwischen wegen Totschlag und fahrlässiger Tötung angeklagt.

In Videos, die in den sozialen Medien geteilt werden, wird das ganze Ausmass der Proteste sichtbar, die keineswegs alle in Ausschreitungen oder gar Plünderungen enden.

Denver, Texas

Minneapolis, Minnesota

Chicago, Illinois

Washington, D.C.

New York City

Los Angeles, Kalifornien

New York City

Das Vorgehen der Polizei ist oft sehr brutal. In Aufnahmen aus New York sieht es aus, als ob Polizeiautos in die Menge von Demonstranten fuhren:

New York City

Denver, Texas

Minneapolis, Minnesota

Die Sicherheitskräfte stossen teilweise auf erbitterten Widerstand:

(om)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Proteste in Minneapolis

So leer ist ein Regal ohne Ausländer

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Schweiz lockert Massnahmen trotz steigender Zahlen: «Wir können nicht mehr»

Ein Blick über die Landesgrenze: So berichtet unser Medienpartner t-online.de aus Deutschland über die Corona-Lockerungen in der Schweiz.

Während die Bundesregierung auf härtere Corona-Massnahmen drängt und die Notbremse ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 in der nächsten Woche zur beschlossenen Sache werden soll, schlägt eines unserer Nachbarländer den gegenteiligen Weg ein: In der Schweiz werden ab Montag die Beschränkungen gelockert – obwohl die Zahlen steigen. «Wir gehen ein Risiko ein, es ist aber vertretbar», fasste der zuständige Bundesrat Alain Berset die Entscheidung am Mittwoch zusammen. Das sehen längst …

Artikel lesen
Link zum Artikel