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Wo alles seinen Anfang nahm: Ausschreitungen in Minneapolis.
Wo alles seinen Anfang nahm: Ausschreitungen in Minneapolis.Bild: keystone

10 Videos zeigen das Ausmass der Proteste gegen Polizeigewalt in den USA

31.05.2020, 23:0701.06.2020, 13:33

Die USA kommen nicht zur Ruhe. Im ganzen Land gibt es weiter Proteste nach dem Tod von George Floyd. Der Afroamerikaner war am Montag bei einem Polizeieinsatz gestorben. Ein Polizist hatte Floyd sein Knie minutenlang in den Nacken gedrückt, obwohl dieser mehrmals angab, keine Luft mehr zu bekommen. Ein Video des Polizeieinsatzes sorgte landesweit für Entsetzen.

Teile der USA wirkten am Samstagabend wie Kriegsgebiete. So wurden alle grossen Einfallsstrassen nach Minneapolis am Samstagabend geschlossen, Militärhubschrauber flogen über der Stadt, die sich auf weitere Unruhen mit Brandstiftungen und Plünderungen vorbereitete. Auch in anderen US-Grossstädten kam es zu gewaltsamen Szenen.

Zehntausende Menschen gingen von Seattle bis New York auf die Strassen. In New York, Atlanta und vor dem Weissen Haus in Washington brannten Autos. In Los Angeles ging die Polizei mit Gummigeschossen und Schlagstöcken gegen Demonstranten vor, die einen Streifenwagen in Brand gesetzt hatten. Zwei Dutzend Städte verhängten Ausgangssperren, darunter Los Angeles, Chicago und Atlanta. Mindestens acht Bundesstaaten forderten Unterstützung durch die Nationalgarde an.

Experte Thomas Jäger, Professor für Internationale Politik und Aussenpolitik an der Universität zu Köln, erklärte gegenüber watson, warum die Proteste teilweise so heftig ausfallen. Eine ganze Nation habe live miterlebt, wie ein Polizeibeamter auf offener Strasse einen Menschen umgebracht habe. «Man muss kein Staatsanwalt sein, um zu sehen, dass hier jemand umgebracht wurde. Das ist in dieser Brutalität, in dieser Selbstverständlichkeit des Missbrauchs von Macht durch die Polizei selten so klar sichtbar gewesen.» Einer der beteiligten Polizisten wurde inzwischen wegen Totschlag und fahrlässiger Tötung angeklagt.

In Videos, die in den sozialen Medien geteilt werden, wird das ganze Ausmass der Proteste sichtbar, die keineswegs alle in Ausschreitungen oder gar Plünderungen enden.

Denver, Texas

Minneapolis, Minnesota

Chicago, Illinois

Washington, D.C.

New York City

Los Angeles, Kalifornien

New York City

New York City

Denver, Texas

Minneapolis, Minnesota

(om)

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Proteste in Minneapolis

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Proteste in Minneapolis
quelle: keystone / john minchillo
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So leer ist ein Regal ohne Ausländer

Video: srf

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33 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Roro Hobbyrocker
31.05.2020 21:36registriert August 2016
Ich glaube in einem Land, in welchem trotz steigenden Coronazahlen soviele Leute auf die Stasse gehen, muss es gewaltig Brodeln.
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Pukelsheim
31.05.2020 21:12registriert Januar 2017
Ich bin sprachlos. Unfassbare Bilder. Und das Ganze während einer Pandemie.
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Doppelpass
31.05.2020 21:19registriert Februar 2014
Hoffentlich wächst die Zahl der gewaltfreien Demonstrierenden!
Eine Eskalation der Gewalt ist niemandem zu wünschen.
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