International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
U.S. President Barack Obama is seen on a monitor as he speaks during a live town hall event on reducing gun violence hosted by CNN’s Anderson Cooper at George Mason University in Fairfax, Virginia January 7, 2016.  REUTERS/Kevin Lamarque

Live-Übertragung der Diskussion in Virginia.
Bild: KEVIN LAMARQUE/REUTERS

Obama macht erneut Werbung für schärfere Waffengesetze – Lobby sagt Veranstaltung ab

US-Präsident Barack Obama hat erneut für die von ihm geforderte Verschärfung der Waffengesetze geworben. Diese könnten die Gewalt zwar nicht beenden, aber senken, sagte Obama zu Beginn einer live vom Fernsehsender CNN übertragenen Diskussion im Bundesstaat Virginia.



Er respektiere das Recht, Waffen zu tragen, und er respektiere die Menschen, die eine Waffe tragen wollten, um sich zu schützen oder zu jagen, sagte Obama. Aber es sei folgerichtig, «alles zu tun, um zu verhindern, dass die Waffen in die falschen Hände geraten».

Die mächtige Waffenlobbygruppe National Rifle Association (NRA) hatte eine Teilnahme an der Diskussion an der Universität George Mason in Fairfax abgelehnt. Dabei handle es sich um eine «Werbeveranstaltung» des Weissen Hauses.

Zuvor hatte Obama in einem Meinungsbeitrag für die «New York Times» angekündigt, er werde bei der Präsidentschaftswahl im November keinen Kandidaten selbst seiner eigenen Partei unterstützen oder wählen, der nicht auch für schärfere Waffengesetze sei.

Former astronaut Mark Kelly and his wife, gun violence victim and former Arizona Rep. Gabrielle Giffords, are seen on a monitor as they listen to U.S. President Barack Obama speak during a live town hall event on reducing gun violence, hosted by CNN’s Anderson Cooper, at George Mason University in Fairfax, Virginia January 7, 2016. REUTERS/Kevin Lamarque

An der Live-Veranstaltung mit dabei: Gabrielle Giffords, Ex-Abgeordnete und Opfer von Waffengewalt, mit ihrem Mann, Ex-Astronaut Mark Kelly.
Bild: KEVIN LAMARQUE/REUTERS

Am Dienstag hatte der Präsident bei einem emotionalen Auftritt sein Vorhaben erläutert. Kern von Obamas Plan ist eine bessere Überprüfung von Schusswaffenkäufern. Bislang galten Ausnahmen etwa bei Waffenmessen oder bei Verkäufen über das Internet.

Obamas Ankündigung vom Dienstag:

abspielen

YouTube/BBC News

Sichere Waffentechnologie fördern

Weiterhin plant Obama, zusätzlich 500 Millionen Dollar für die Behandlung von psychischen Erkrankungen auszugeben. Psychisch kranke Menschen sollen zudem im Überprüfungssystem besser erfasst werden. Überdies soll die wissenschaftliche Forschung für eine sicherere Waffentechnologie stärker gefördert werden.

Angesichts des Widerstands aus dem Kongress will der Präsident die Gesetze im Alleingang per Dekret verschärfen. Die NRA hat dagegen bereits Klagen angekündigt. Schätzungen zufolge befinden sich in den USA mehr als 300 Millionen Schusswaffen in Privathaushalten. (dwi/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Analyse

Trio infernal: Trump, Putin – und die Deutsche Bank

Der russische Geheimdienst hat in Afghanistan ein Kopfgeld auf amerikanische Soldaten ausgesetzt. Warum reagiert der US-Präsident nicht? Und welche Rolle spielt die Deutsche Bank?

Am vergangenen Freitag hat die «New York Times» einmal mehr eine News-Bombe platzen lassen: Gemäss einer streng vertraulichen Einschätzung sind die amerikanischen Geheimdienste zur Überzeugung gelangt, dass eine russische Spionageeinheit den Taliban ein Kopfgeld für getötete amerikanische Soldaten und andere Nato-Militärs versprochen hat.

Präsident Donald Trump soll bereits im März darüber informiert worden sein. In den vergangenen drei Jahren sind gegen 30 US-Soldaten getötet worden. Ob …

Artikel lesen
Link zum Artikel