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Hurrikan «Milton» befeuert Verbreitung von Fake News

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Hurrikan «Milton» trifft auf Florida
Nach Hurrikan Milton ist Siesta Key in Florida überflutet.
quelle: keystone / rebecca blackwell
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«Schlimmste, was ich je erlebt habe»: Hurrikan «Milton» befeuert Verbreitung von Fake News

09.10.2024, 13:5609.10.2024, 13:56

Vor der Ankunft von Hurrikan «Milton» florieren in den betroffenen Gebieten Gerüchte, die Hilfsmassnahmen behindern. Dies befeuert die politische Diskussion um den Umgang mit Falschnachrichten und Verschwörungstheorien.

Zwar sei es nicht ungewöhnlich, dass Naturkatastrophen Gerüchte befeuerten, zitierten US-Medien am Mittwoch Schweizer Zeit die Chefin der US-Katastrophenschutzbehörde Fema, Deanne Criswell. Mit dem aktuellen Ausmass habe sie aber nicht gerechnet: «Es ist das Schlimmste, was ich je erlebt habe».

Menschen in den betroffenen Gebieten würden durch kursierende Gerüchte davon abgehalten, Hilfe zu suchen. Deshalb hat die Behörde eine Website eingerichtet, auf der Falschnachrichten widerlegt werden - zum Beispiel die Behauptung, die Katastrophenschutzbehörde verhindere in Florida Evakuierungen. «Das ist ein schädliches Gerücht, das Leben in Gefahr bringen kann», hiess es auf der Seite, «wenn Sie zur Evakuierung aufgefordert werden, tun sie das sofort».

epa11626792 Federal Emergency Management Agency (FEMA) Administrator Deanne Criswell responds to a question from the news media during the daily press briefing at the White House in Washington, DC, US ...
Deanne Criswell, Chefin der US-Katastrophenschutzbehörde Fema, kritisiert die Verbreitung von Fake News.Bild: keystone

«Gipfel der Verantwortungslosigkeit»

Das Thema gewinnt auch mit Blick auf die Präsidentenwahlen im November an Bedeutung. Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris griff ihren republikanischen Kontrahenten Donald Trump in einer Talkshow des US-Senders ABC scharf für Äusserungen in Bezug auf die Katastrophenhilfe in den betroffenen Gebieten an.

«Es ist der Gipfel der Verantwortungslosigkeit und, offen gesagt, der Gefühllosigkeit», sagte sie. Menschen verlören ihr Zuhause und Trump nutze die Situation für politische Spielchen, «aber das ist so konsequent bei Donald Trump: Er stellt sich selbst über die Bedürfnisse der anderen.» Präsident Joe Biden bezeichnete die Verbreitung von Falschnachrichten als «unamerikanisch». Menschen würden in die Irre geführt und in Panik versetzt.

President Joe Biden speaks at an event at the Milwaukee Department of Public Works in Milwaukee, Tuesday, Oct. 8, 2024, to discuss his administration's progress in replacing lead pipes in Wiscons ...
Joe Biden bezeichnet die Verbreitung von Fake News als «unamerikanisch».Bild: keystone

Trump befeuert Verschwörungstheorien

Erst vor knapp zwei Wochen war Hurrikan «Helene» auf die Nordwestküste Floridas getroffen und hatte schwere Verwüstungen hinterlassen. Laut Medienberichten kamen mehr als 200 Menschen in mehreren Bundesstaaten ums Leben. Trump nutzte die Katastrophe schnell für seinen Wahlkampf und kritisierte Biden sowie Vizepräsidentin Kamala Harris dafür, nicht ausreichend reagiert zu haben. Bei Wahlkampfveranstaltungen wiederholte er unter anderem die Verschwörungstheorie, Mittel der Katastrophenschutzbehörde flössen an Migranten ohne legalen Status, um diese Personen illegal zur Stimmabgabe für Demokraten in der kommenden Wahl zu bewegen.

«Milton», ein Hurrikan der stärksten Kategorie 5, soll am Mittwochabend (Ortszeit) auf die Westküste Floridas treffen. Prognosen zufolge dürfte er sich zwar abschwächen, bevor er auf Land trifft, doch seine enorme Ausdehnung birgt erhebliches Zerstörungspotenzial. (sda/dpa)

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So bereitet sich die USA auf Hurrikan «Milton» vor
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