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US-Gouverneur Newsom sieht wachsenden Widerstand gegen Trump

US-Gouverneur Newsom sieht wachsenden Widerstand gegen Trump

14.02.2026, 19:1614.02.2026, 21:12

Der demokratische Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, sieht eine wachsende Entschlossenheit Europas, US-Präsident Donald Trump etwas entgegenzusetzen. «Ich glaube, Europa fühlt sich heute so vereint wie schon lange nicht mehr», sagte Newsom bei seinem zweiten Auftritt auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Und das sei vielleicht das einzige Verdienst von Trump. Diesen griff er erneut aufs Schärfste an.

Newsom kritisierte unter anderem das umstrittene Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE in den Vereinigten Staaten. Menschen verschwänden plötzlich, zwei Menschen seien jüngst erschossen worden.

epa12669873 Governor of California Gavin Newsom speaks during a session at the 56th annual meeting of the World Economic Forum (WEF), in Davos, Switzerland, 22 January 2026. The 2026 summit, running f ...
Gavin Newsom kritisiert Trump offen.Bild: keystone

«Unser Immunsystem ist aufgeweckt worden»

Das Immunsystem sei aber inzwischen aufgeweckt worden – das gelte für das amerikanische Volk und zunehmend auch für den Rest der Welt. Trump nutze Schwäche aus – das sei seine Stärke. Er reagiere aber anders auf Überzeugung, Charakter und Zielstrebigkeit, wenn sich jemand entschlossen äussere. Das habe sich auch in der Rede von US-Aussenminister Marco Rubio in München widergespiegelt. Rubio hatte Europa in seiner mit Spannung erwarteten die Rede die Hand gereicht, aber auch Forderungen gestellt.

«Er hat die Republikanische Partei übernommen.»

Newsom kritisierte, unter Trump seien die USA die grösste Quelle von Instabilität auf der Welt geworden. Alte Werte würden von Trump in Echtzeit zerstört. «Unsere Republik wird in Echtzeit zerstört», warnte der US-Demokrat. Und, das sage er über Trump nicht leichtfertig: «Er ist eine invasive Spezies. Er hat die Republikanische Partei übernommen.»

Gleichwohl sagte Newsom den Republikanern unter Trump eine Niederlage bei den Midterm-Wahlen im Herbst voraus: Diese würden dabei vernichtend geschlagen werden, prophezeite der Gouverneur. Newsom selbst gilt als möglicher Präsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei 2028.

Newsom sieht Trump auf dem Rückzug

Nach Einschätzung von Newsom befindet sich der US-Präsident auf mehreren Ebenen auf dem Rückmarsch. «Donald Trump ist auf dem Rückzug. Ich denke, es ist wichtig, dass die Menschen das verstehen und richtig einordnen», sagte Newsom im Interview der Deutschen Welle (DW). Er sei beim Thema Grönland auf dem Rückzug, das zeige sich deutlich im Ton und Tenor der Aussagen von Rubio in München.

Mit Blick auf die innenpolitische Lage in den USA sagte Newsom der DW: «Er ist historisch unbeliebt in den USA.» Er liege in jeder Kategorie hinten, einschliesslich seines wichtigsten Themas, der Migration. «Und jetzt liegt er auch in den Meinungsumfragen zu diesem Thema hinten.» Er werde zunehmend schwächer, und er zeige sich als schwach. Wenn Menschen sich Trump entgegenstellten, «Feuer mit Feuer bekämpfen, dann gibt er nach». (sda/dpa)

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