International
Deutschland

Deutschland: Grosse Iran-Demo in München

Supports of Iran's exiled Crown Prince Reza Pahlavi attend a demonstration during the Munich Security Conference in Munich, Germany, Saturday, Feb. 14, 2026. (AP Photo/Ebrahim Noroozi)
Germany Mu ...
An der Iran-Demo in München tauchten doppelt so viele Leute auf wie erwartet.Bild: keystone

250'000 Menschen demonstrieren in München für Freiheit im Iran

Rund 250'000 Menschen haben in München friedlich gegen die iranische Regierung demonstriert. Das ist die grösste Kundgebung seit Jahren in der bayerischen Hauptstadt.
14.02.2026, 20:1714.02.2026, 22:12

Laut offizieller Angaben haben am Samstagnachmittag in München rund 250'000 Menschen ihre Solidarität mit den Iranerinnen und Iranern gezeigt. Das waren doppelt so viele Demonstrierende, wie der Veranstalter, der Verein The Munich Circle, erwartet hatte.

Über drei Stunden dauerte die Kundgebung. Während die Demonstrierenden auf Reza Pahlavi warteten, sprachen zahlreiche Aktivistinnen und Aktivisten, Politikerinnen und Politiker und Künstlerinnen und Künstler auf der Bühne – viele davon auch auf Persisch. Alle forderten ein Ende des Mullah-Regimes in Teheran.

Dann trat Reza Pahlavi, der Sohn des 1979 vertriebenen Schahs von Persien. Der 65-Jährige ist die bekannteste Stimme der Revolutionsbewegung im Iran. «Wir kämpfen für Freiheit, für Gerechtigkeit und für Gleichheit», sagte er auf der Theresienwiese. «Iran wird frei sein. Wir holen uns das Land zurück», sagte Pahlavi am Samstag unter dem Jubel von einer Viertelmillion Menschen.

Iran's exiled Crown Prince Reza Pahlavi, left, and his wife Yasmine Pahlavi wave to supporters at a demonstration during the Munich Security Conference in Munich, Germany, Saturday, Feb. 14, 2026 ...
Reza Pahlavi fordert an der Iran-Demo in München Donald Trump um Hilfe auf.Bild: keystone

Pahlavi weilte wegen der Münchner Sicherheitskonferenz in der bayerischen Landeshauptstadt. Dort sagte er vor Journalisten: «Heute stehen Tausende Menschen von München über Toronto bis Los Angeles im Rahmen meines Aufrufs zu einem globalen Aktionstag in Solidarität mit dem iranischen Volk. Sie senden eine klare Botschaft an die Führer der westlichen Demokratien, sich mit dem iranischen Volk zu solidarisieren.»

«Entscheidender Test für die globale Sicherheit»

Er sprach von einer «Stunde tiefer Gefahr». Die Welt müsse sich entscheiden, ob sie sich mit dem iranischen Volk solidarisieren oder erneut von einer iranischen Führung beschwichtigen lasse, die über 40'000 ihrer eigenen Bürger massakriert habe. Wie viele Menschen bei der Niederschlagung der jüngsten Massenproteste im Iran ums Leben kamen, ist offiziell nicht bekannt. Aktivisten sprechen von mindestens 7000 Opfern.

Pahlavi sagte, das Schicksal des Iran sei nicht nur eine iranische Angelegenheit. Es sei ein entscheidender Test für die globale Sicherheit in unserer Zeit. «Seit fast einem halben Jahrhundert agiert die Islamische Republik als revolutionäres Unternehmen, exportiert Instabilität durch Stellvertreter, untergräbt die Souveränität ihrer Nachbarn, schürt Konflikte in verschiedenen Regionen und treibt ihre nuklearen Ambitionen voran. Doch etwas Unumkehrbares hat sich verändert. Der Kampf in meinem Land ist heute kein Kampf zwischen Reform und Revolution.» Es sei ein Kampf zwischen Besatzung und Befreiung.

Nicht nur in München, auch in Los Angeles und Toronto kam es heute zu Demonstrationen gegen das Mullah-Regime. Es gibt den Aufruf, weltweit gegen die iranische Führung zu demonstrieren. Im Iran hatte es um den Jahreswechsel wochenlange Massenproteste gegeben, die gewaltsam niedergeschlagen wurden.

(cmu, t-online)

Mehr zum Thema:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Iran-Proteste 2026
1 / 16
Iran-Proteste 2026

Ende Dezember begannen Proteste in Iran. Die Aufnahme zeigt Teheran am 9. Januar.

quelle: keystone
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Heftige Proteste im Iran – Demonstrierende fordern Tod des Regimes
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
44 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
flegenheimer
14.02.2026 21:36registriert August 2023
Weit und breit keine Palästina-Flaggen, keine Angriffe auf Polizei und riesigen Sachschäden, dafür friedliche und tolle Menschen. BRAVO!
7412
Melden
Zum Kommentar
avatar
Sotogrande
14.02.2026 22:48registriert Januar 2026
Eine friedliche Drmonstrstion mit 250‘000 Personen das ist noch möglich, kaum zu glauben aber es macht Hoffnung.
523
Melden
Zum Kommentar
avatar
Zinedine
14.02.2026 20:53registriert Dezember 2016
Free Iran ❤️❤️❤️
265
Melden
Zum Kommentar
44
Hillary Clinton: «Trump will Ukraine zur Kapitulation vor Putin zwingen»
Die frühere US-Aussenministerin Hillary Clinton hat Präsident Donald Trumps Haltung zur Ukraine als «schändlich» bezeichnet.
«Ich halte den Versuch, die Ukraine zu einem Kapitulationsabkommen mit (dem russischen Präsidenten Wladimir) Putin zu zwingen, für beschämend», sagte die 78-Jährige auf der Münchner Sicherheitskonferenz.
Zur Story