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Fox-News-Chef Murdoch räumt kleinlaut Fakenews ein

Fox-News-Chef Murdoch räumt kleinlaut Fakenews ein

28.02.2023, 10:5928.02.2023, 15:08
Rebecca Sawicki / watson.de
FILE - In this Oct. 14, 2011 file photo, News Corp. CEO Rupert Murdoch delivers a keynote address at the National Summit on Education Reform in San Francisco. Sibling rivalries. A quest for power. An  ...
Kriecht zu Kreuze: Rupert Murdoch.Bild: AP/FR34727 AP

Das Märchen der gestohlenen Wahl. Ex-Präsident Donald Trump (Republikaner) wurde nicht müde, es zu erzählen. Und war dabei so überzeugend, dass seine Anhänger:innen als wilder Mob das Kapitol in Washington stürmten. Auch der Nachrichtensender Fox News hat dazu beigetragen, dass sich die Erzählung verbreitete.

Aus diesem Grund muss sich Rupert Murdoch vor Gericht verantworten. Er ist der Vorsitzende von Fox Corporation, zu der auch der Sender Fox News gehört. Dort zeigt er sich unter Eid kleinlaut.

Hintergrund ist eine Verleumdungsklage des Wahlcomputer-Herstellers Dominion gegen den Sender Fox News. Dominion fordert in dem Rechtsstreit rund 1,6 Milliarden US-Dollar (1,5 Milliarden Euro) Schadenersatz, weil Fox News Berichte über angebliche Manipulation der Wahlcomputer verbreitete.

Fox News: Murdoch sieht Problem bei einzelnen Moderatoren

Das Management des TV-Senders beruft sich auf die Pressefreiheit und beharrt darauf, die Version Trumps und seiner Anwälte legitimerweise als Nachricht behandelt und wiedergegeben zu haben.

Auch Murdoch weist vor Gericht den Vorwurf zurück, der Sender habe als Ganzes Manipulationslügen verbreitet. Das berichtet der US-Sender CNN. Etwas kleinlauter soll der Medienmogul allerdings eingeräumt haben, dass gewisse Moderator:innen sehr wohl diese Fakenews verbreitet hätten. Genauer gesagt geht es um Sean Hannity, Jeanine Pirro, Maria Bartiromo und Lou Dobbs.

epa08880487 A supporter of US President Donald J. Trump on Freedom Plaza to echo Trump's baseless claims of voter fraud in the US presidential election, in Washington, DC, USA, 12 December 2020.  ...
Bild: keystone

CNN zitiert Murdoch im Zusammenhang mit den Lügen zur gestohlenen Wahl: «Einige unserer Kommentatoren haben das verbreitet.» Weiter soll er gesagt haben: «Ich hätte mir gewünscht, dass wir das im Nachhinein stärker anprangern.» Die Falschbehauptung des früheren Präsidenten Trump nannte Murdoch in der Verhandlung «Schwachsinn und schädigend».

Trump hält an seiner «Wahrheit» fest

Trump behauptet bis heute wahrheitswidrig, er sei durch Betrug um seinen Wahlsieg gebracht worden. Belege für diese Behauptung gibt es keine. In dem Prozess vor einem Bundesgericht in Delaware will Dominion nachweisen, dass Fox News vorsätzlich Falschnachrichten ausstrahlte.

Wie der Spiegel berichtet, ist Dominion nicht der einzige Hersteller von Wahlsoftware, den Fox News in seiner Berichterstattung der Wahlmanipulation beschuldigte. Der Sender hatte mehreren Herstellern vorgeworfen, mit dem Milliardär George Soros unter einer Decke zu stecken und Trump stürzen zu wollen.

Soros ist Ziel zahlreicher Verschwörungsmythen – er wird von Verschwörungstheoretiker:innen weltweit als Globalist diffamiert. Ein antisemitisches Narrativ, an dem sich auch die AfD bedient.

(Mit Material der dpa)

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