Bericht: Iran-Regime hat genug von Witkoff/Kushner – und fordert JD Vance für Gespräche
Businesskumpel Steve Witkoff und Schwiegersohn Jahred Kushner sind Donald Trumps Lieblingsunterhändler bei geopolitischen Anliegen. Die beiden spielten eine zentrale Rolle beim vereinbarten Waffenstillstand zwischen der Hamas und Israel und ebenfalls bei den Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland, wo jedoch weiter keine Fortschritte erkennbar sind.
Auch beim Krieg mit dem Iran soll das Duo Witkoff/Kushner die USA vertreten. Doch laut einem Bericht des Guardian hat die iranische Führung genug von den beiden Unterhändlern. Das Mullah-Regime habe gegenüber der US-Regierung erklärt, dass es nicht mehr bereit sei, mit Witkoff und Kushner zusammenzuarbeiten. Stattdessen fordern die Iraner, dass US-Vizepräsident JD Vance mit ihnen verhandle, so die britische Zeitung unter Berufung auf eine anonyme diplomatische Quelle.
Witkoff und Kushner verhandelten bereits mit dem Iran über dessen Atomprogramm. Dies auch zu dem Zeitpunkt als Trump mit dem Krieg gegen das Land begann. Laut der Quelle betrachtet das iranische Regime die beiden Unterhändler als zu wenig einflussreich und ihre Verfügbarkeit lediglich als Vorwand der USA, um den Iran in gutem Glauben über angeblich ernste Gesprächsbereitschaft zu wiegen. Mit dem bisherigen Verhandlungsteam bestehe aber keine Chance auf ernsthafte Gespräche, so die Quelle gegenüber dem «Guardian»:
Die Iraner fordern stattdessen, dass JD Vance mit ihnen verhandelt. Dies auch, weil Vance ursprünglich als Isolationist bekannt war und US-Interventionen im Ausland ablehnte. Zuletzt zeigte sich Vance aber opportunistisch und vermied es, seinem Präsidenten bezüglich des Kriegs zu widersprechen. Dennoch sollen die Iraner bei Vance eher möglichen Willen zu einem Ende des Krieges sehen.
Die US-Regierung hat dem Iran Medienberichten zufolge kürzlich einen 15-Punkte-Plan vorgelegt, der einen Weg zum Ende des Kriegs bereiten soll. Trump behauptete zuvor mehrfach, dass die Iraner auf eine Verhandlungslösung drängten. Diese widersprachen der Darstellung und erklärten stattdessen, dass die USA mit Gesprächsvorschlägen an sie herangetreten seien.
So oder so: Donald Trump scheint nun tatsächlich bereit zu sein, seine wichtigsten Kabinettsmitglieder in die Unterhandlungen mit dem Iran zu schicken. Er bestätigte am Dienstagabend, dass sowohl JD Vance als auch Aussenminister Marco Rubio an den jüngsten Gesprächen beteiligt sind, wie CNN berichtete.
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(con)
