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2. TV-Duell sollte virtuell ausgetragen werden – aber Trump will nicht

Zweites TV-Duell sollte virtuell ausgetragen werden – aber Trump will nicht

08.10.2020, 14:2508.10.2020, 15:43
First lady Melania Trump, from left, President Donald Trump, Democratic presidential candidate former Vice President Joe Biden and Jill Biden stand on stage after the first presidential debate at Case ...
Das erste TV-Duell fand statt und gab einiges zu bereden.Bild: keystone

US-Präsident Donald Trump will wegen einer Änderung des Formats am zweiten TV-Duell gegen seinen Herausforderer Joe Biden nicht teilnehmen.

Der Wechsel zu einem virtuellen Format sei «inakzeptabel», sagte Trump am Donnerstag im Fernsehsender Fox Business. «Ich werde meine Zeit nicht mit einer virtuellen Debatte verschwenden.» Eigentlich soll das Duell am Donnerstagabend kommende Woche (Freitag MESZ) über die Bühne gehen.

Trump im Telefoninterview:

Video: watson

Unmittelbar zuvor hatte die zuständige unabhängige Kommission CPD angekündigt, die Debatte werde aus Gründen des Gesundheitsschutzes nicht als persönliches Gegenüber stattfinden. Die beiden Kandidaten sollten demnach an unterschiedlichen Orten auftreten und online zusammengeschaltet werden. Moderator und Gäste hingegen sollten wie geplant in Miami im Bundesstaat Florida zusammenkommen.

Das Duell war zuletzt zunehmend umstritten, weil Trump sich noch von einer Covid-19-Erkrankung erholt und bei dem Termin noch ansteckend sein könnte. Der Republikaner hatte das zurückgewiesen und erklärt, er freue sich auf das Duell. Der Demokrat Biden hingegen hatte angekündigt, dass Duell solle nicht stattfinden, falls Trump noch erkrankt beziehungsweise infektiös sei. Das dritte und letzte TV-Duell vor der Wahl am 3. November ist für den 22. Oktober geplant.

Trumps Wahlkampfmanager Bill Stepien erklärte, anstatt des TV-Duells plane Trump nun eine Veranstaltung vor Anhängern. Das neue Format sei nur eine «traurige Ausrede», um Biden zu helfen, behauptete er. «Die Sicherheit aller Beteiligten kann einfach gewährt werden, ohne eine Gelegenheit abzusagen, bei der Wähler die Kandidaten im Duell sehen können.» Trump hätte vor der Debatte mehrmals negativ auf das Coronavirus getestet werden können, sagte er.

Eine Sprecherin von Bidens Wahlkampfteam hingegen schien die Möglichkeit eines TV-Duells nicht ausdrücklich ausschliessen zu wollen. Biden «freue sich darauf, direkt mit dem amerikanischen Volk zu sprechen», erklärte Kate Bedingfield. Biden werde dabei seinen «Plan, das Land zu einen und besser wieder aufzubauen» vorstellen. Trump wiederum habe beim Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie und die Wirtschaftskrise «versagt».

Trump war infolge einer Coronavirus-Infektion an Covid-19 erkrankt und wurde drei Tage in einem Militärkrankenhaus behandelt. Er kehrte am Montag ins Weisse Haus zurück. In dem Interview am Donnerstag sagte er, er fühle sich wieder «perfekt» und könne es kaum erwarten, wieder voll in den Wahlkampf einzusteigen. Er gehe davon aus, nicht mehr ansteckend zu sein. (aeg/sda/dpa)

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quelle: keystone / usa biden harris handout
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