International
USA

Newsom gegen Trump: Kalifornien kooperiert weiter mit WHO-Netzwerk

Newsom schlägt Trump ein Schnippchen: Kalifornien kooperiert weiter mit WHO

24.01.2026, 15:5024.01.2026, 17:23

Der US-Bundesstaat Kalifornien will die Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auch nach dem Austritt der USA demonstrativ fortsetzen. Der demokratische Gouverneur Gavin Newsom, ein Widersacher von Präsident Donald Trump, kündigte die Teilnahme an einem Netzwerk von Institutionen zur schnellen Erkennung und Bekämpfung von Gesundheitsgefahren von internationaler Bedeutung an. Die WHO koordiniert dieses Netzwerk namens GOARN (Global Outbreak Alert and Response Network).

Newsom setzt damit ein weiteres Zeichen in seiner Opposition zu Trump. Was die kalifornische Regierung allerdings genau vorhat, ist unklar. Denn in dem Netzwerk sind Fachinstitute und Organisationen vertreten, keine Staaten oder Regierungen. «Die Teilnahme an GOARN steht gemeinnützigen Einrichtungen und Organisationen weltweit und auf allen Ebenen offen, die ein Interesse an der Förderung der GOARN-Vision haben und in der Lage sind, zu Warn- und Reaktionsmassnahmen bei Notfällen im Bereich der öffentlichen Gesundheit beizutragen», heisst es auf der Webseite.

Auch Robert Koch-Institut im Netzwerk

Tatsächlich kooperieren in dem Netzwerk laut Webseite mehrere US-Institute, darunter Universitäten, andere Forschungseinrichtungen und die nationale Gesundheitsbehörde CDC. Aus Deutschland sind ebenfalls Universitätsinstitute dabei. In prominenter Rolle ist das auch das Robert Koch-Institut in Berlin. Es ist für die Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten zuständig. Es bildet im Rahmen des Netzwerks Gesundheitspersonal aus anderen Ländern weiter, damit dort Krankheitsausbrüche besser bewältigt werden können.

Die USA hatten 2025 als erstes Land der Welt ihren Austritt aus der 1948 gegründeten WHO angekündigt. Diese Woche wurde der Austritt wirksam. Die WHO hat jetzt noch 193 Mitgliedsländer. Trump hatte staatlichen US-Instituten vor einem Jahr die weitere Zusammenarbeit mit der Organisation untersagt. Er wirft ihr Korruption, Ineffizienz und Einknicken unter politischem Druck etwa von China vor. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Donald Trump in der Schweiz
1 / 12
Donald Trump in der Schweiz

Am Mittwochmittag ist der US-Präsident Donald Trump in Zürich gelandet.

quelle: keystone / evan vucci
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Gouverneur Newsom kritisiert die europäische Trump-Politik
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
53 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Steibocktschingg
24.01.2026 16:27registriert Januar 2018
"Trump hatte staatlichen US-Instituten vor einem Jahr die weitere Zusammenarbeit mit der Organisation untersagt. Er wirft ihr Korruption, Ineffizienz und Einknicken unter politischem Druck etwa von China vor."

Als Experte auf diesen Gebieten muss er es ja wissen...
1083
Melden
Zum Kommentar
avatar
Leap
24.01.2026 16:28registriert August 2023
Guter Move von Newsom. Je mehr sich die USA von der Rationalität und der globalen Kooperation verabschiedet, umso mehr verkommen sie zu einem regelrechten Shithole country. Kalifornien dürfte da mehr zu verlieren haben als die Hillibilly und Redneck Hinterwäldler. Es wäre daher sinnvoll soweit möglich eine unabhöngige Aussenpolitik zu verfolgen.
… oder noch besser Kanada beizutreten!
1008
Melden
Zum Kommentar
avatar
The man who shot liberty valance
24.01.2026 16:11registriert September 2020
Die usa sind aus der who ausgetreten, und haben nicht mal ihre Rechnung dafür gezahlt. Dafür wurde die us-Flagge vor dem Gebäude einbehalten, was fast zu einem Skandal geführt hat.

Wahnsinn.. die Irren übernehmen da drüben wohl gerade die Anstalt.
837
Melden
Zum Kommentar
53
Wie Kokain per U-Boot perfekt getarnt nach Europa geschleust wird
Kokain wird einem Europol-Bericht zufolge auf neuen Wegen und mit fast perfekter Tarnung nach Europa geschleust. Die internationalen Drogenbanden seien auf neue Methoden umgestiegen.
Zur Story