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«Extrem positiv», «sehr glücklich», «sehr gut»: Tauwetter zwischen Trump und China 

02.11.2018, 11:01

Nach Monaten der Konfrontation im Handelsstreit haben die USA und China ein deutliches Signal der Entspannung gesendet. US-Präsident Donald Trump will den Konflikt mit China nach einem Medienbericht noch in diesem Monat aus der Welt schaffen.

Zum Treffen der G20-Staaten Ende November wolle er ein Handelsabkommen mit dem Präsidenten der weltweit zweitgrössten Volkswirtschaft, Xi Jinping, abschliessen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag. Trump habe bereits Regierungsmitarbeiter mit der Ausarbeitung von Details beauftragt.

Kommen sich wieder näher: Donald Trump und Xi Jinping.
Kommen sich wieder näher: Donald Trump und Xi Jinping.
Bild: AP/AP

Auslöser für diesen Schritt sei das Telefonat mit Xi Jinping am Donnerstag gewesen, dem ersten Gespräch der beiden Präsidenten seit sechs Monaten. Trump selbst hatte das Gespräch als «lang und sehr gut» bezeichnet und sich über Twitter positiv zum Verlauf der Gespräche über ein Handelsabkommen geäussert.

«Umfassende Konsultationen»

Auch das Aussenministerium in Peking nannte das Telefonat am Freitag «extrem positiv». Beide Präsidenten waren sich demnach einig, den Konflikt durch «umfassende Konsultationen» zu lösen und den wirtschaftlichen Austausch beider Länder zu stärken, sagte der chinesische Aussenamtssprecher Lu Kang. Xi sei «sehr glücklich» gewesen, wieder mit Trump gesprochen zu haben, hiess es in einer separaten Mitteilung des Aussenministeriums.

Die Hoffnung auf ein Ende des monatelangen Zollstreits beflügelte am Freitag die asiatischen Börsen. Der Aktienmarkt in China reagierte mit deutlichen Aufschlägen. Der anhaltende Handelsstreit hatte zuletzt auch die Stimmung von Anlegern in den USA eingetrübt, wo am 6. November Kongresswahlen stattfinden.

Ökonomen fürchten, dass ein anhaltender Konflikt schwerwiegende Folgen für die gesamte Weltwirtschaft haben könnte. Trump ist das enorme US-Handelsdefizit im Warenverkehr mit China ein Dorn im Auge. Auch wirft er Peking Dumpingpreise sowie Technologiediebstahl vor.

Strafzölle hüben wie drüben

Die Staats- und Regierungschefs der G20-Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer treffen sich am 30. November und 1. Dezember in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires zu ihrem alljährlichen Gipfel.

Nachdem Washington den Streit begonnen hatte, haben sich beide Seiten mit immer neuen Runden von gegenseitigen Strafzöllen überzogen. Washington verhängte Zusatzzölle auf chinesische Waren im Wert von 250 Milliarden Dollar und damit etwa die Hälfte aller Einfuhren aus der Volksrepublik. China hat sich unter anderem mit Zöllen auf Importe aus den USA, vor allem im Agrarsektor, zur Wehr gesetzt.

Die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt wuchs in den vergangenen drei Monaten mit 6,5 Prozent langsamer als erwartet. So schwach war Chinas Wirtschaftswachstum zuletzt Anfang 2009 nach Ausbruch der globalen Finanzkrise. (sda/dpa)

So kauft sich China Freunde in Afrika

Video: srf
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