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International
Verbrechen

Nigerianischer Strassenhändler in Italien zu Tode geprügelt

Entsetzen nach tödlicher Attacke in italienischer Einkaufsstrasse

30.07.2022, 16:3230.07.2022, 19:57
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In Italien hat die Tötung eines Strassenhändlers im Adriaküstenort Civitanova Marche am helllichten Tag grosses Entsetzen ausgelöst. Der 39-jährige Nigerianer sei am Freitagnachmittag von einem 32 Jahre alten Italiener angegriffen und zu Tode geprügelt worden, erklärte die Polizei in der mittelitalienischen Kleinstadt am Samstag auf einer Pressekonferenz. Der mutmassliche Täter habe sein Opfer verfolgt, mit dessen Krücke zu Fall gebracht und mehrmals zugeschlagen. Anschliessend habe er das Handy des Mannes mitgenommen. Die Polizei nahm den Mann wegen der Verdachts auf vorsätzliche Tötung und Raub fest.

Die Tat geschah auf einer belebten Einkaufsstrasse im Zentrum der Stadt. Online kursierte ein Video, auf dem zu sehen war, wie der Angreifer sein Opfer noch am Boden liegend attackierte. Im Hintergrund sind Menschen zu hören, die «hör auf» oder «rufe jemand doch die Polizei» schreien.

Der Fall löste landesweit Entsetzen aus, weil offenbar niemand zu Hilfe kam. Im italienischen Fernsehen sagte ein Passant, der Mann sei nur wegen seiner Hautfarbe getötet worden. Die Polizei hingegen betonte, es gäbe keine Anzeichen für eine rassistische Tat. Als Auslöser des Verbrechens vermuteten die Ermittler eine übertriebene Reaktion des Verdächtigen, als das Opfer nach Geld fragte. Der Mann war laut Medienberichten ein bekannter Strassenhändler in der Gegend.

Der Regionalpräsident der Region Marken, wo Civitanova Marche liegt, sprach auf Facebook von «wahnsinniger und beispielloser Gewalt». Die Region will ihm zufolge in einem möglichen Gerichtsprozess als Zivilpartei auftreten. Auch Politiker von linken bis rechten Parteien in Rom, die gerade mitten im Wahlkampf stecken, drückten ihr Entsetzen über die Tat und den Hinterbliebenen ihr Beileid aus. (sda/dpa)

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35 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Randalf
30.07.2022 18:46registriert Dezember 2018
So etwas sollte nicht und nirgends passieren. Egal welche Hautfarbe Täter und Opfer haben.
Und Politikern welche mitten im Wahlkampf stecken sollte man nichts glauben.
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Thadic
30.07.2022 19:38registriert Mai 2016
Italienerinnen und Italiener sind bis vor etwa 40 Jahre massiv ausgewandert (inklusive meine Eltern). Diese Erfahrung sollte viele dazu befähigen die jetzige Phase besser zu meistern.
Denn Italien ist das Land in Europa, welches am meisten auf Immigranten angewiesen ist. Dies wegen der Überalterung und der extrem tiefen Geburtenrate. Es ist deshalb um so trauriger, dass sich nun die Rechtspopulisten bereit machen die Regierung zu übernehmen. Auch wenn ein Teil von ihnen weiss dass Italien Immigranten braucht, werden sie zuerst ihre rassistische Klientel zufrieden stellen müssen.
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Ferienpraktiker21
30.07.2022 18:20registriert Dezember 2020
Lieber Handy Filmchen drehen und nach der Polizei rufen - dazwischen gehen einiger Männer wäre ja auch eine Option. Mein Beileid 🙏
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