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Wenn eine futuristische Wettervorhersage (28 Jahre zu früh!) beinahe Realität wird

Es ist Juni – und Europa glüht. Vor allem Spanien und Frankreich leiden unter der rekordverdächtigen frühen Hitzewelle. Temperaturen über 40 Grad werden gemessen. Die Realität kommt einer Meteo-Fiktion aus dem Jahr 2014 ziemlich nahe.
17.06.2022, 16:3919.06.2022, 05:53

18. August 2050: «Es ist 40 Grad in Paris, 36 Grad in Marseille und 42 Grad in Lyon».

Im Dezember 2014 verkündete die französische Wettermoderatorin Évelyne Dhéliat nicht wie gewöhnlich die Wettervorhersage für die kommenden Tage. Der Sender wollte mit dem Blick in die Zukunft auf die Auswirkungen der globalen Erwärmung hinweisen. Dhéliat wies mitten im Winter darauf hin, wie sich die Temperaturen in Frankreich im Sommer entwickeln, sollten sich die Berechnungen der Klimaforscher bewahrheiten.

Konkret hiess das für 2050: 42 Grad in Lyon, 40 Grad in Paris und bis zu 43 Grad in Nîmes.

Fiktive Wetterprognose vom 18. August 2050, ausgestrahlt im Dezember 2014.
Fiktive Wetterprognose vom 18. August 2050, ausgestrahlt im Dezember 2014.screenshot: l'obs

Der Beitrag des französischen Wetterdienstes TF1 war Teil einer Präventionskampagne, die dazu diente, das Bewusstsein der breiten Bevölkerung in Bezug auf den Klimawandel zu schärfen. Moderatorin Dhéliat wurde von der World Meteorological Organization (WMO) ausgewählt, um das futuristische Bulletin zu präsentieren.

Seither sind acht Jahre vergangen. Und in diesen Stunden wirbelt die Karte gehörig durchs Internet.

Fiktive Prognose nahe an der Realität

Denn die Prognose von damals für die Zukunft ist die Realität der Gegenwart. 35 Grad in Lyon, 36 Grad in Paris, 40 Grad in Nîmes. Und das bereits Mitte Juni – noch vor dem astronomischen Sommerbeginn.

Wettervorhersagte vom 16. Juni 2022.
Wettervorhersagte vom 16. Juni 2022.screenshot: tf1

Historisch frühe Hitzewelle

Die Sommerhitze plagt Frankreich in diesem Jahr besonders früh. Gemäss dem Wetterdienst «Météo France» handelt es sich in Frankreich um die früheste Hitzeperiode seit Messbeginn.

Die Hitzewelle erreichte das Land am Dienstag. Am Mittwoch stiegen die Temperaturmessgeräte bis auf 35 Grad. Am Donnerstag ist an einigen Orten die 40-Grad-Marke geknackt worden. In den kommenden Tagen soll es noch heisser werden – Höchsttemperaturen bis 42 Grad sind zu erwarten.

Auch wenn Hitzewellen wie die aktuelle Ausreisser sind und nicht der Normalität entsprechen: Die derzeit grassierenden Höchsttemperaturen kommen der fiktiven Wetterprognose schon sehr nahe. Im Juni. 28 Jahre früher als erwartet.

Die Prognose der Höchsttemperaturen vom Samstag, 18. Juni 2022.
Die Prognose der Höchsttemperaturen vom Samstag, 18. Juni 2022.screenshot: Météo-France
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90 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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ZEUS aKal-El
17.06.2022 17:33registriert März 2021
Viele werden das sehen und schockiert sein....und am nächsten Tag wieder genauso ihr Leben weiterleben wie immer😞
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ingmarbergman
17.06.2022 17:22registriert August 2017
Unsere Eltern und Grosseltern können sich nicht davonstehlen mit der Ausrede man hätte damals noch nicht gewusst wie sich das Klima entwickeln wird.
Und auch unsere Generation wird den nachfolgenden Jungen erklären müssen, dass wir Milliarden fürs Militär ausgeben konnten, aber gleichzeitig keinen Mit hatten, den gleichen Betrag in die Energiewende zu stecken.
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Denverclan
17.06.2022 20:10registriert September 2016
Es gibt kein Zurück. Die Welt/Erde/der Mensch kennt nur einen Weg…den Komplexen, nicht strategisch in Einigkeit lebend. Die Unterschiede sind zu gross, das Geld zu wichtig, die Machtgier zu gross und der Hass zu absehbar, nein das geht langfristig nicht gut. Man muss den Tatsachen ins Auge sehen, der Mensch ist in Globo unfähig und nur ein Winzling im Universum, welches auch nach uns funktionieren wird. Wir nehmen uns nur zu wichtig, es sind schon andere Wesen ausgestorben. Intelligenz wird überschätzt, jedenfalls die des Menschen. Verbittert muss man deshalb aber nicht sein, höchstens traurig
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