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Volkswagen muss in Kanada im Zusammenhang mit dem Dieselskandal eine Millionenstrafe bezahlen. Ein Gericht in Toronto billigte einen Vergleich zwischen dem Konzern und der kanadischen Regierung. (Symbolbild)

Bild: AP

Volkswagen zahlte in den USA 9,5 Milliarden Dollar an Schadenersatz



Volkswagen hat vom Dieselskandal betroffenen Kunden in den USA seit dem Jahr 2016 insgesamt rund 9.5 Milliarden Dollar an Schadenersatz gezahlt. Dies teilte die Aufsichtsbehörde FTC am Montag (Ortszeit) mit.

Die Angaben kommen im Abschlussbericht der Behörde zu dem Skandal um die Manipulation von Abgaswerten vor. Die Behörde bezeichnete dies als das «grösste Erstattungsprogramm für Verbraucher in der Geschichte der Vereinigten Staaten».

Die Schadenersatzzahlungen wurden im Rahmen eines Vergleichs zwischen Volkswagen und der FTC geleistet. Die Behörde hatte den Wolfsburger Konzern wegen irreführender Werbung zu «sauberen» Dieselfahrzeugen verklagt. Die im Jahr 2015 aufgeflogenen Manipulationen von Abgaswerten haben für Volkswagen zu Strafzahlungs- und Schadenersatzkosten von insgesamt bereits mehr als 30 Milliarden Euro geführt, die meisten davon in den USA.

Knifflige Rechtsfragen

In Deutschland befasst sich zudem am heutigen Dienstag der Bundesgerichtshof (BGH) abermals mit dem Dieselskandal. Dabei geht es zum einen um die Frage, ob ein Verbraucher Anspruch auf Schadenersatz hat, wenn er das betroffene Fahrzeug erst nach Aufdeckung der Manipulation durch illegale Abschalteinrichtungen gekauft hatte.

Zum anderen befassen sich die Richter mit der Rechtmässigkeit sogenannter Deliktzinsen, die Käufern bei Betrug oder sittenwidriger Handlung zugesprochen werden können.

Ende Mai hatte der BGH entschieden, dass Volkswagen Käufern manipulierter Dieselautos grundsätzlich Schadenersatz zahlen muss. In dem damaligen Fall hatte der Kunde aber sein Auto vor Bekanntwerden der Manipulationen gekauft. (viw/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • pamayer 28.07.2020 09:48
    Highlight Highlight Und uns in der Schweiz??
  • Allkreis 28.07.2020 09:38
    Highlight Highlight Ich finde es bezeichnend für unseren "Rechtsstaat", dass sich eine normale Schweizer Familie in ein hochriskantes finanzielles Abenteuer einlassen muss, wenn sie gegen VW klagen will, obwohl der Tatbestand illegal verkaufter Autos glasklar ist. Es gibt hierzulande zig Firmen, die es mit dem Gesetz nicht genau nehmen (z.B. Swiss+Rückerstattung, Telekom+Roaming auf Schweizer Seite der Grenze), weil sie wissen, dass normale Leute nicht genügend Energie, Wissen, und Resourcen haben, um den Rechtsweg einzuschlagen.
  • hemster (eidg. dipl. Rechtschreibfehler) 28.07.2020 09:32
    Highlight Highlight sicherlich einer der gründe wieso es in nicht weitergeht, ist dass deutschland das autoland schlechthin ist. da will sich doch kein politiker auf die schwarzeliste der autobauer setzen lassen, nur weil er sich für schadenersatzzahlungen für betrogene kunden einsetzt.

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