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epaselect epa07060837 Buddhist monk's cross the desert road in Yardang Geopark also known as Devil’s Town near Dunhuang, Gansu Province, China, 29 September 2018, (issued 01 October 2018). Dunhuang is a city in northwestern Gansu Province, Western China. City was major stop on the ancient Silk Road, established in an oasis which contains Crescent Lake and had strategic position on a crossroads of the Southern Route of Silk Road and main road from India trough Tibet and Mongolia to Southern Siberia. Donhuang is tourist destination best known for Crescent Lake, Mogao Caves, Yardang Geopark and desert with countless sand dunes which are merging to stone composed desert and mountains. At winter temperature riches -25 C and sand dunes become frozen with tops covered in snow. Mogao Caves are located 25 km form Dunhuang. Buddhist caves are famous for their Buddhist art such as murals inside, Buddhist statues and Dunhuang manuscripts found hidden in a sealed-up cave. There is 735 of them. Crescent Lake is a crescent-shaped lake in an oasis, 6 km south of the city. Lake is top tourist attraction and landmark in Donhuang where dune sledding, camel or SUV ride, helicopter flight or dune hiking are offered to visitors. Reports say Dunhuang city of about 200 000 population, accommodate 10 million visitors during a year. Yardang Geopark also known as Devil’s Town and part of it as Ghost Town, is located 180 kilometers northwest of Dunhuang. The park contains rock formations of unique shape developed over a period of 700,000 years. When there are no wind visitors experience soundless environment while walking between rock formations of witch some are naturally shaped to remind viewer on peacock, buddha, camel etc. Yardang covers area of abut 400 square kilometers and its part of UNESCO protected areas.  EPA/ALEKSANDER PLAVEVSKI

Dunhuang in der chinesischen Gansu-Provinz war einst ein Hauptort auf der historischen Seidenstrasse. Bild: EPA/EPA

Die neue Seidenstrasse: Mit diesen 9 Grossprojekten will China die Welt an sich binden

Heute beginnt der «Seidenstrassen»-Gipfel in Peking. Zum zweitägigen Treffen sind Vertreter aus 100 Ländern angereist, unter ihnen Bundespräsident Ueli Maurer. Ein Überblick zu den verschiedenen Grossprojekten auf vier Kontinenten.



China finanziert im Rahmen der Initiative «Neue Seidenstrasse» (Belt and Road) Grossprojekte im Transportbereich in Asien, Europa, Afrika und bald wohl auch Lateinamerika. Eine offizielle Liste aller Projekte gibt es nicht, es sind aber vor allem Häfen, Bahn- und Strassenverbindungen sowie Pipelines, die von China Geld bekommen – und dann von chinesischen Firmen gebaut werden.

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Eine Übersicht über die Projekte in Europa, Asien und Afrika. Bild: mdpi

Hauptgeldquellen sind der Seidenstrassenfonds (New Silk Road Fund) und die Asiatische Infrastrukturinvestitionsbank (AIIB). Der Seidenstrassenfonds hat rund 57 Milliarden Franken zur Verfügung und investiert sein Geld in Beteiligungen. Die China Development Bank und die Export-Import-Bank, zwei weitere chinesische Investoren, vergeben Spezialkredite für Infrastrukturprojekte. Auch hier ist von umgerechnet knapp 57 Milliarden Franken Umfang die Rede.

Bisher hat China im Rahmen des Seidenstrassenprojekts 171 Kooperationsvereinbarungen mit über 150 Staaten unterzeichnet. 82 Sonderwirtschaftszonen sind ausserhalb Chinas entstanden, in die über 30 Milliarden Franken investiert wurden. Elf chinesische Banken haben inzwischen Filialen in Ländern der Seidenstrasse eröffnet. Nebenbei wurden auch Kulturabkommen mit mehr als 60 Staaten unterzeichnet und 17 Kulturzentren eröffnet.

Sehr vielfältig sind die Projekte, die mit dem Geld vorangetrieben werden. Ein paar Beispiele:

Die Neue Eurasische Landbrücke

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Tausende Kilometer durch die zentralasiatische Steppe. Bild: shutterstock

Das Herzstück der neuen Seidenstrasse ist die Bahnstrecke London – Yiwu. Die 12'000 Kilometer lange Strecke führt über Warschau – Moskau – Yekaterinburg – Astana – Almaty – Khorgos – Xian zum Handelszentrum Yiwu, 300 km südlich von Shanghai. 18 Tage lang dauert die Reise. Es ist die zweitlängste Eisenbahn-Handelsroute (hinter Madrid – Yiwu).

A general view of the first China Railway Express, a new railway line from China to Europe during the inauguration by visiting Chinese President Xi Jinping in Warsar, Poland, on the sideline of the International Forum on the New Silk Road, Monday, 20 June 2016. The visit is intended to boost China's infrastructure investments in Europe, and opening China's market to Poland's foods. (AP Photo/Czarek Sokolowski)

Der erste China Railway Express macht 2017 Halt in Warschau. Bild: AP/AP

Zum Vergleich: Ein Frachtschiff von Ostasien nach Nordeuropa ist 30 – 45 Tage auf See, zwei bis drei Mal so lange.

In this April 1, 2018, photo, vehicles work at the Khorgos Gateway, one of the world's largest dry dock in a remote crossing along Kazakhstan's border with China near Khorgos. Khorogs Gateway CEO Zhaslan Khamzin attributes the success of the dry port to fortunate geography, divine intervention and Chinese President Xi Jinping's desire to spread China's economic influence westward.(AP Photo/Ng Han Guan)

Hier in Khorgos gibt's einen Spurwechsel. Bild: AP/AP

Bindeglied ist die 2014 aus dem Boden gestampfte Stadt Khorgos (im Bild oben) an der Grenze zwischen China und Kasachstan. Weil die chinesischen Schienen schmaler sind als die russischen (aus der Zeit, als Kasachstan noch eine Sowjetrepublik war), müssen die Züge hier die Spur wechseln. Khorgos dürfte sich mit einem Warenumschlag von jährlich 30 Millionen Tonnen in Zukunft zum grössten Trockenhafen der Welt entwickeln.

Pakistan-China-Korridor

A general view of Pakistan's Gwadar deep-sea port on the Arabian Sea in this March 19, 2007 file photo. To match PAKISTAN-CHINA/SECURITY     REUTERS/Qadir Baloch/Files        EDITORIAL USE ONLY. NO RESALES. NO ARCHIVE

Der Hafen in Gwadar. Bild: X80002

Eine direkte Verbindung zwischen dem Hafen Gwadar und der chinesischen Stadt Kashgar soll die Transportdistanz für Öl aus dem Nahen Osten von 12'000 Kilometer auf unter 2'400 Kilometer verringern. Die Kosten für den Aufbau des Korridors sollen sich auf 45 Milliarden Franken belaufen, das ist rund ein Fünftel des pakistanischen Bruttoinlandproduktes und etwa das Zehnfache der US-amerikanischen Investitionen in dem Land.

In this Dec. 22, 2017, photo, work in progress at the site of Pakistan China Silk Road in Haripur, Pakistan. From Pakistan to Tanzania to Hungary, projects under Chinese President Xi Jinping's signature

Pakistanische Arbeiter in Haripur. Bild: AP/AP

Das Vorzeigeprojekt soll 2030 fertiggestellt werden. Für das von Ölimporten abhängige China geht es darum, für das Öl eine Alternative zum Transport am Seeweg durch die strategisch heikle Strasse von Malakka aufzubauen.

Asien-Pipeline

Oil Drilling in Central Asia turkmenistan kazakhstan gas

Kasachstan ist reich an Öl. bild: shutterstock

Eine neue Pipeline führt vom Kaspischen Meer in Kasachstan nach China, seit Ende 2014 ist eine neue Pipeline zwischen Turkmenistan und China im Bau (1'800 Kilometer), die jährlich rund 40 Milliarden Kubikmeter Gas nach China transportieren soll. In Korgas in Kasachstan entsteht mit chinesischem Geld eine Anlage, um das effiziente Umfrachten von chinesischen auf kasachische Züge zu ermöglichen.

Malaysia

Malaysian Prime Minister Mahathir Mohamad is live broadcasted speaking at the Second Belt and Road Forum In Beijing on Friday, April 26, 2019. President Xi Jinping has promised to set high standards for China's Belt and Road infrastructure-building initiative, seeking to dispel complaints the many billion dollars in projects leave developing countries with too much debt. Countries including Malaysia and Thailand have canceled or scaled back projects while Ethiopia and others have renegotiated debt repayment. (AP Photo/Ng Han Guan)

Der malaysische Premier Mahattir Mohamad führt die gemeinsamen Projekte mit China aus, 26. April 2019. Bild: AP/AP

Mit chinesischem Geld sollen chinesische Staatsfirmen eine Bahnverbindung für 20 Milliarden Franken und zwei Pipelines im Wert von 2,3 Milliarden Franken bauen. 2018 stoppte Malaysia die Vorhaben und warf China neuen Kolonialismus vor. Mitte April kündigte Malaysia aber an, doch mit chinesischem Geld eine abgespeckte Bahnverbindung um immer noch zehn Milliarden Franken zu bauen. Im Gegenzug soll mehr Palmöl nach China geliefert werden.

Griechenland

port of piraeus athens piräus athen hafen frachter

Der Hafen von Piräus soll der grösste Containerhafen des Mittelmeers werden. Bild: shutterstock

Der Transportkonzern Cosco aus China hat schon 2008 51 Prozent des Containerhafens von Piräus für 40 Jahre gepachtet und 2016 einen Mehrheitsanteil an der griechischen Betreibergesellschaft PPA erworben. Hier soll der grösste Containerhafen des Mittelmeeres entstehen. Investiert wurden 1,4 Milliarden Franken.

Balkan

FILE - In this Nov. 28, 2017, file photo, workers and officials await the ceremony of the reconstruction of a railway line between Budapest and Belgrade, a project financed mainly by China, as a

Die Arbeiten an der Eisenbahn werden in Belgrad feierlich eröffnet. Bild: AP/AP

Neubau der Eisenbahn zwischen Belgrad und Budapest mit einem Auftragswert von 4,2 Milliarden Euro. Dies soll die Reisezeit zwischen Belgrad und Budapest von 8 auf 3,5 Stunden verkürzen. Das Projekt soll 2023 fertiggestellt sein und ist die erste Phase in der geplanten Verbindung Budapest – Belgrad – Skopje – Athen, die den Hafen von Piräus besser an Zentraleuropa anbinden soll.

China-Iran-Eisenbahn

epa05161915 The first Chinese cargo train, to be used following Iran-China joint efforts to revive the Silk Road, arrives in Tehran, Iran, 15 February 2016. Reports said the 32-containers train, each with a capacity of 40 square feet, arrived in Tehran after a 14-day journey from northwestern China. Chinese President Xi Jinping introduced the ‘Silk Road Economic Belt’ in 2013 to improve the infrastructure linking China to Europe through Central Asia.  EPA/STRINGER

Der erste chinesische Güterzug kommt in Teheran an, 15. Februar 2016. Bild: EPA/EPA

Iran ist für China die Pforte in den Nahen Osten. Im Jahr 2016 kam der erste Zug aus China in Teheran an (im Bild) – nach 14-tägiger Reise. Peking hofft, dass die Eisenbahn und die Zusammenarbeit mit Teheran China den Zugang zum ölreichen Nahen Osten ermöglicht. Je nach Bericht investiert China in Zukunft zwischen 10 und 30 Milliarden Franken in den Ausbau der Infrastruktur im Iran.

Afrika

FILE - In this May 30, 2017, file photo, the SGR cargo train rides from the port containers depot on a Chinese-backed railway costing nearly $3.3 billion, opened by Kenya's president as one of the country's largest infrastructure project since independence, in Mombasa, Kenya. The eventually will link a large part of East Africa to a major port on the Indian Ocean as China seeks to increase trade and influence. Asian and African leaders plan to press Beijing at a conference starting Thursday, April 24, 2019, to reduce the politically volatile debt burden left by its Belt and Road Initiative to build ports and other trade-related infrastructure. (AP Photo/Khalil Senosi, File)

Der kenianische Präsident weiht das grösste Infrastruktur seit der Unabhängigkeit ein, Mombasa, am 30. Mai 2017. Bild: AP/AP

In Sambia, Äthiopien, Gabun, Kamerun und Ghana sind mit chinesischer Hilfe Staudämme entstanden. In Kenia, Nigeria, Äthiopien, Tansania, Angola und Marokko haben die Chinesen wichtige Bahnlinien und tausende Kilometer Strassen gebaut, Spitäler und Regierungsgebäude errichtet.

Bild

Nova Cidade de Kilamba im Jahr 2011.

In Angola entsteht eine neue Stadt, die fast neun Quadratkilometer grosse Nova Cidade de Kilamba – Kostenpunkt: Etwa 3,5 Milliarden Franken. Die angolanische Regierung bezahlt den chinesischen Kredit mit Öl.

In this photo taken Tuesday, March 13, 2018 the sun sets in the port of Djibouti. The tiny Horn of Africa nation of Djibouti with less than 1 million inhabitants, has become a military outpost for China, France, Italy and Japan, with that nation's first overseas base since World War II. (AP Photo/Elias Messeret)

Erster chinesischer Marinestützpunkt im Ausland: Der Hafen von Dschibuti. Bild: AP/AP

In Südafrika will die Shanghai Zendai Group mit rund acht Milliarden US-Dollar in der Nähe der Wirtschaftsmetropole Johannesburg ein «New York von Afrika» bauen. Seit 2017 unterhält China bereits seinen ersten Marinestützpunkt im Ausland in Dschibuti am Horn von Afrika.

Lateinamerika

In this Dec. 3, 2018, photo, a Panama Canal worker docks the Chinese container ship Cosco at the Panama Canals' Cocoli Locks, in Panama City. China’s expansion in Latin America of its Belt and Road initiative to build ports and other trade-related facilities is stirring anxiety in Washington. As American officials express alarm at Beijing’s ambitions in a U.S.-dominated region, China has launched a charm offensive, wooing Panamanian politicians, professionals, and journalists. (AP Photo/Arnulfo Franco)

Ein chinesischer Frachter von Cosco im Panama-Kanal. Bild: AP/AP

China hat in den vergangenen Jahrzehnten Südamerika schon mehrere Milliarden Franken geliehen. Venezuela erhielt 62,5 Milliarden Euro, Brasilien 48 Milliarden, Argentinien 20 Milliarden und Ecuador 17 Milliarden Franken. Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador erklärte kürzlich, sein Land erwäge auch, sich der Neuen Seidenstrasse anzuschliessen. Damit würde das Projekt bis an die Grenze der USA heranreichen. In der Karibik stimmte im vergangenen Mai Trinidad und Tobago einer Beteiligung zu. Im September wurde der Vertrag für den Bau eines Trockendocks an ein chinesisches Staatsunternehmen vergeben. (jaw/sda)

Du willst mehr zur Seidenstrasse erfahren? Dann sei dir diese interaktive Webseite der «South China Morning Post» empfohlen.

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