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Ölfeld des Staatskonzerns Aramco in der Wüste Saudi-Arabiens bei Khurais 160 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Riad. (Archivbild)

Ein Aramco-Ölfeld in der Wüste Saudi-Arabiens. Bild: EPA

Der grösste Börsengang ever – Saudi Aramco in 7 Punkten erklärt

Saudi-Arabien peilt mit dem weltweit führenden Ölkonzern Aramco den grössten Börsengang aller Zeiten an. Eine Übersicht in 7 Punkten.



Was genau passiert gerade?

Saudi-Arabien peilt mit dem weltweit führenden Ölkonzern Aramco den grössten Börsengang aller Zeiten an. Nach mehrfacher Verzögerung erhielt der Staatskonzern am Sonntag die Genehmigung für den seit etwa drei Jahren angestrebten Gang aufs Parkett.

Mit der Zustimmung durch die Finanzmarktbehörde CMA des Königreichs kann ein Teil der Aramco-Aktien künftig an der saudi-arabischen Wertpapierbörse Tadawul gehandelt werden. Jedoch: Ein konkreter Zeitplan für den Börsengang ist nicht bekannt, und auch das Emissionsvolumen ist bisher offen.

Ich kenn' nur Shell und BP – wer ist Aramco?

Saudi Aramco ist der weltweit grösste Erdölproduzent. Zehn Prozent des globalen Ölangebots werden von Aramco gefördert. Das sind rund 10 Millionen Barrel (ein Barrel entspricht 159 Liter) Rohöl pro Tag. Der Konzern beschäftigt rund 76'000 Angestellte weltweit.

Auch sonst ist der Konzern gut für die Superlative – im Jahr 2018 konnte Aramco einen Gewinn von 111,1 Milliarden Dollar ausweisen. Zum Vergleich: Apple, das jahrelang als das profitabelste Unternehmen der Welt galt, verdiente in der gleichen Zeit knapp 60 Milliarden Dollar.

Oder noch ein Vergleich, weil es doch ein bisschen unfassbar ist: Die anderen grossen Ölkonzerne – Chevron und ExxonMobil aus den USA, BP aus Grossbritannien, das britisch-niederländische Unternehmen Royal Dutch Shell und Total aus Frankreich – kamen 2018 zusammen auf einen Gewinn von rund 80 Milliarden Dollar.

Was würde sich mit einem Börsengang verändern?

In erster Linie die Bargeldbestände des saudischen Staates. Vor drei Jahren, als der Börsengang zum ersten Mal angekündigt wurde, sprach man von Bar-Einnahmen in der Höhe von 100 Milliarden Dollar.

Das würde den bisherigen Rekord, der 2014 mit 25 Milliarden Dollar von der chinesischen Online-Handelsplattform Alibaba aufgestellt wurde, pulverisieren.

So weit wird es jedoch vermutlich nicht kommen. Zum einen werden wahrscheinlich nicht mehr 5 Prozent der Aktien zum Kauf angeboten, sondern eher 1–2 Prozent. Auch dürfte der Börsenwert von Aramco nicht 2 Billionen Dollar betragen, wie der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman einst prophezeite. Die Schätzungen belaufen sich momentan eher auf 1,2 bis 1,5 Billionen Dollar – was es immer noch zum wertvollsten Unternehmen der Welt machen würde.

Berücksichtigt man all dies, dürfte Aramco beim IPO (Initial Public Offering/Erstausgabe der Aktien) gemäss der NZZ rund 24 bis 30 Milliarden Dollar einnehmen.

Was will Saudi-Arabien mit dem ganzen Geld machen?

Ironischerweise will Saudi-Arabien mit dem Börsengang des grössten Ölkonzerns der Welt das Land unabhängiger vom Öl machen. Der Börsengang des Ölgiganten ist zentraler Teil von bin Salmans grossangelegtem Umbau der saudischen Wirtschaft. Das Projekt hört auf den Namen «Vision 2030» und hat zum Ziel, die Einnahmequellen breiter zu diversifizieren.

Bin Salman kündigte den Börsengang zudem als Möglichkeit an, Mittel für den Staatsfonds des saudischen Königreichs zu beschaffen, der für Projekte zur Ankurbelung der Beschäftigung und zur Entwicklung neuer Städte wie «Neom» verwendet wird. «Neom» ist eine futuristische Megastadt im Wert von 500 Milliarden Dollar, die an der nördlichen Küste des Roten Meeres geplant ist und von der Beamte sagen, dass sie fliegende Taxis und sprechende Roboter haben wird.

Das Projekt «Neom»

abspielen

Video: YouTube/ArchDaily

Verdient auch die Schweiz was daran?

Natürlich. Die Credit Suisse soll beim IPO eine der Global-Lead-Banken sein. Das dürfte der kriselnden Investmentbank der CS erheblichen Schub verleihen. Wie das Finanzportal Finews schreibt, sollen 350 bis 450 Millionen Franken an Gebühren beim Börsengang von Saudi Aramco anfallen. Auch die UBS soll, ein wenig weiter unten in der Hierarchie, mit von der Partie sein.

Erst letzte Woche reiste CS-Schweiz-Chef Thomas Gottstein als Mitglied einer bundesrätlichen Delegation unter Leitung von Finanzminister Ueli Maurer an eine Investorenkonferenz nach Riad.

Wieso erfolgt der Börsengang erst drei Jahre nach Ankündigung?

Das hat verschiedene Gründe. Einerseits soll im Hintergrund ein Seilziehen zwischen dem Kronprinzen bin Salman und den Traditionalisten im Königshaus stattgefunden haben. Letzteren sollen die Transparenzvorschriften, die mit einem Börsengang einhergehen, nicht gepasst haben.

Andererseits, oder auch ein wenig zusammenhängend mit dem ersten Punkt, war die Wahl der Börse ein schwieriges Unterfangen. Anfänglich wollte man Aramco in New York, London oder Hongkong listen. Doch vor allem eine Notierung an der New Yorker Börse hätte dem Ölgiganten und dem saudischen Staat einige Probleme bereitet. Wie Al Jazeera schrieb, entschied man sich gegen New York wegen Prozessrisiken, ausgehend von dem «US Justice Against Sponsors of Terrorism Act» (JASTA) und Gesetzesvorschlägen, bekannt als «NOPEC».

FILE - In this Oct. 21, 2019, file photo specialists James Denaro, left center, and Gregg Maloney, right center, work on the floor of the New York Stock Exchange. President Donald Trump said Thursday, Oct. 31, that the impeachment inquiry is hurting the stock market. While it’s tough to tease out its impact for certain given all the given all the moving parts that go into setting stock prices, many investors on Wall Street see it having only a modest effect, and one unlikely to last for long. (AP Photo/Richard Drew, File)
James Denaro,Gregg Maloney

Aramco müsste hier ein paar unangenehme Fragen beantworten: die New Yorker Börse. Bild: AP

Mit der Zustimmung durch die Finanzmarktbehörde CMA des Königreichs kann ein Teil der Aramco-Aktien nun künftig an der saudi-arabischen Wertpapierbörse Tadawul gehandelt werden.

Wer will heute noch Öl-Aktien kaufen?

Das wird sich zeigen. Sollte der Aktienkurs nach dem Börsengang sinken, wäre das ein starkes Misstrauensvotum gegen die Pläne von bin Salman, die Wirtschaft weg von den fossilen Energieträgern zu führen.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich die politische Lage in der Golfregion über die letzten Monate stetig verschlechterte. Im September wurde eine Ölraffinerie von Drohnen angegriffen. Die jemenitischen Huthi-Rebellen bekannten sich zum Angriff, Saudi-Arabien will die Hauptschuld jedoch beim Iran sehen.

Auch mit dem Nachbar Katar verschlechtern sich die Beziehungen kontinuierlich, mittlerweile wird Katar von den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien fast komplett isoliert.

Ein Kaufargument bleibt jedoch: Saudi Aramco will eine Dividende von 75 Milliarden Dollar an seine Aktionäre ausschütten. Das ergibt eine Dividendenrendite von rund 5 Prozent.

Angriff auf Erdölraffinerie in Saudi-Arabien

Drohnenangriff auf die grösste Ölraffinerie Saudi-Arabiens

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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Küsel64 04.11.2019 14:47
    Highlight Highlight Eine Frage bleibt unbeantwortet: Was macht Ueli Maurer an der Investorenkonferenz. Türsteher wohl kaum, wegen der Sprachkompetenz. Aber hoffentlich nicht investieren...
  • Beat-Galli 04.11.2019 12:27
    Highlight Highlight Es geht einzig darum, all die Dummen da draussen von Arabien abhängiger von Arabien zu machen.

    Wenn irgend ein doofer Staatsfonds dort einsteigt, kann Arabien mit Diplomatiekeule Druck aufsetzten.

    Wenn sich die Werte effektiv so Entwickeln würden, könnte der Arabische Staat doch einfach die Gewinne einstreichen und Basta.

    Was sind da schon kurzfristige 20 30 oder meinetwegen 50 Mia bei jährlich wiederholenden 100 Mia Gewinn.

    Alles nur politisches Kalkül.
    Lasst die Dinger davon.


    • Hierundjetzt 04.11.2019 13:04
      Highlight Highlight Nein. Du unterliegst einem Gedankenfehler: Der Wert eines Unternehmens steigt, wenn mehr Menschen Anteile eines Unternehmens zu einem grösseren Betrag als der effektive Wert kaufen.

      Darum ist Microsoft (1‘000 Mrd) oder Apple auch soviel „Wert“. Das hat rein gar nichts mit dem effektiven Unternehmenswert zu tun. Der wäre zB bei Apple +/- 40 Mrd. Nicht 60...
    • Beat-Galli 05.11.2019 05:22
      Highlight Highlight So ein absoluter Schwachsinn.
      Scheinbar in St Gallen von der Schule geflogen.
      Der Wert einer Firma ist Verknüpft mit dem möglichen Zukünftigen Gewinn.
      Eine Firma Apple mit 40 bis 60 Mia Gewinn ist logischerweise mehr als das Zehnfache dessen Wert.

      Das mag bei dieser Staatsfima auch so sein. Aber da gebe ich einen Dreck drauf was das dann bedeuten darf.
    • Hierundjetzt 05.11.2019 09:13
      Highlight Highlight Ausser einer Wutrede sonst noch etwas substantielles? Die Erwartung von zukünftigem Gewinn resultiert den aus was? Das ist reine Hypothese Deinerseits. ☺️
  • rolf.iller 04.11.2019 11:43
    Highlight Highlight Saudi-Arabien das Land wo die Sonne scheint, das Journalisten im Ausland zerstückeln lässt und dessen Rechtssprechung im gossen und ganzen identisch zu jenem vom IS ist. Wollte einfach mal die wichtigsten Aspekte zu diesem Land in Erinnerung rufen.
    • Adam Smith 04.11.2019 13:26
      Highlight Highlight Staatsputsch durch die USA würde ich dort befürworten...
  • soulcalibur 04.11.2019 11:02
    Highlight Highlight Ob Öl bald durch erneuerbaren Energien ersetzt werden kann? Der Staatsminister der Vereinigten Arabischen Emirate Sultan Ahmed Al Jaber sagte an der Weltenergiekonferenz im September treffend: „Die Bevölkerung wächst. Und um den steigenden Energiehunger zu bewältigen, wird die Welt auch in Zukunft nicht ohne Öl und Gas als Hauptenergiequelle auskommen“. 2015 wurden übrigens weltweit ca, 34,7 Mrd. Barrel) verbraucht. In der Schweiz ist der Verbrauch von 1998 (277 000 Barrel pro Tag) bis 2018 (215 000 Barrell) etwas gesunken.
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    • Firefly 04.11.2019 11:33
      Highlight Highlight „Die Bevölkerung wächst. Und um den steigenden Energiehunger zu bewältigen, wird die Welt auch in Zukunft nicht ohne Öl und Gas als Hauptenergiequelle auskommen“

      Die Menschheit, nicht die Welt.
    • Hierundjetzt 04.11.2019 13:08
      Highlight Highlight 3/4 des Öls werden als Grundstoff für Chemikalien eingesetzt (Petrochemie).

      Einfaches Beispiel: Plastik

      Der Rückgang hat nur zu einem verschwindend kleinen Teil mit den „Autos“ zu tun. 90% der Welt ist arm und kann sich kein supi energieeffizientes Auto 2019 leisten 😉
    • PVJ 04.11.2019 14:12
      Highlight Highlight Hierundjetzt, wie kommst Du auf 3/4, die in die Petrochemie fliessen? Gemäss IEA sind es global nur 12%, d.h. der Rest wird als Treib- oder Brennstoff einfach verbrannt.

      https://www.reuters.com/article/us-petrochemicals-iea/rising-use-of-plastics-to-drive-oil-demand-to-2050-iea-idUSKCN1ME2QD
  • Miikee 04.11.2019 11:01
    Highlight Highlight Wann kommt eigentlich das Verbot, das Banken mit diesen Aktien nicht mehr Handeln dürfen?

    Würde aus mindestens zwei Gründen Sinn machen.

    Unterstützung von solchen Firmen wiederspricht dem Pariser Klimaabkommen.

    Firmen / Länder die den Terror unterstützen sollte man nicht unterstützen.
  • Silent_Revolution 04.11.2019 11:01
    Highlight Highlight Unsere tägliche Portion Öl gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben diesen Terroristen.

    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von den Yemeniten.

    Denn dein ist der V6, der Diesel und das Kerosin.

    Ahmed.
  • Chili5000 04.11.2019 10:52
    Highlight Highlight Wenn Saudi Arabien in der Zukunft weg vom Öl will heisst das nicht das Aramco dadurch pulverisiert wird. Es wird so sein das Aramco auch in der Zukunft bei der Energiegewinnung dabei sein wird. Egal ob Sonne, Wind oder was auch immer...
    • Snowy 04.11.2019 11:05
      Highlight Highlight Exakt.
      Cleverer Schachzug von Saudi-Arabien.
    • Chili5000 04.11.2019 11:37
      Highlight Highlight Finde ich auch ehrlich gesagt.
  • Snowy 04.11.2019 10:47
    Highlight Highlight „Wie Al Jazeera schrieb, entschied man sich gegen New York wegen Prozessrisiken, ausgehend von dem «US Justice Against Sponsors of Terrorism Act» (JASTA) und Gesetzesvorschlägen, bekannt als «NOPEC».“

    Natürlich.
    Weil Saudi-Arabien der grösste nationale Sponsor von islamistischem Terror überhaupt ist.
  • Robi14 04.11.2019 10:36
    Highlight Highlight "Das wird sich zeigen. Sollte der Aktienkurs nach dem Börsengang sinken, wäre das ein starkes Misstrauensvotum gegen die Pläne von bin Salman, die Wirtschaft weg von den fossilen Energieträgern zu führen." Das versteh ich nicht, kann mir das jemand erklären, ich meine wenn er weg will vom Öl, ist ja klar, dass die Ölaktie sinkt...
  • Financegozu 04.11.2019 10:32
    Highlight Highlight Also habe ich das richtig verstanden: ich finanziere mit dem Aktienkauf die Abschaffung der Firma deren Aktien ich gerade kaufe?!? 🤔
    • The Destiny // Team Telegram 04.11.2019 10:46
      Highlight Highlight Du finanzierst die Strategische Neuausrichtung.
    • Fastadi 04.11.2019 11:51
      Highlight Highlight Und Terror...
  • vespoid 04.11.2019 10:21
    Highlight Highlight Öl ist nur noch kurzfristig ein Geschäft. Es wird früher oder später durch Nachhaltige Energie ersetzt. Leider ist aber der Energiesektor nicht der einzige, der auf Öl basierende Produkte setzt. Dort kenn ich mich zu wenig aus, wie ersetzbar Öl in diesen Branchen ersetzt werden können. Weiss da jemand bescheid?
  • eigiman 04.11.2019 10:12
    Highlight Highlight 5% Dividenden-Rendite wird wohl für viele ein genug guter Köder sein...

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