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Mehrere Fälle von Affenpocken in Europa – die wichtigsten Fakten

Mehrere Fälle von Affenpocken in Europa gemeldet – die wichtigsten Fakten

19.05.2022, 05:1919.05.2022, 06:06

Die News

Das deutsche Robert-Koch-Institut (RKI) hat wegen mehrerer Fälle von Affenpocken in Europa zur Wachsamkeit aufgerufen. Reiserückkehrer aus Westafrika sowie Männer, die sexuellen Kontakt mit Männern haben, sollten bei ungewöhnlichen Hautveränderungen «unverzüglich eine medizinische Versorgung aufsuchen», teilte das RKI am Mittwoch mit.

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Bild: keystone

Die Symptome

Zu den Symptomen der Affenpocken beim Menschen gehören ein Ausschlag, der oft im Gesicht beginnt und dann auf andere Körperteile übergreift, Fieber, Muskelschmerzen und Schüttelfrost. Die meisten Menschen erholen sich innerhalb mehrerer Wochen von der Krankheit. In seltenen Fällen kann sie tödlich verlaufen.

Die Übertragung

Üblicherweise wird die Krankheit durch engen Kontakt mit infizierten Tieren wie Nagetieren und Affen übertragen und ist vor allem in Zentral- und Westafrika verbreitet. Bei Menschen wird das Virus normalerweise durch die Luft übertragen. Zuletzt wurden aber immer wieder Fälle gemeldet, bei welchen sich die Patienten allesamt durch sexuelle Aktivitäten angesteckt hatten.

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Affenpocken sind – wie der Name sagt – vor allem bei Affen verbreitet, doch auch Menschen können sich damit anstecken.Bild: keystone

Weitere Fälle im Ausland

Erst am Mittwoch hatten die Behörden in Spanien und Portugal rund 40 neue Verdachtsfälle gemeldet. Wie die Gesundheitsbehörden von Madrid mitteilten, haben sie «23 mögliche Fälle von Affenpocken» festgestellt. Die Patienten hätten sich allesamt durch sexuelle Aktivitäten angesteckt.

Dabei handelte es sich zumeist um schwule Männer, aber nicht immer. Auch in der Region um Lissabon entdeckten die Behörden 20 Verdachtsfälle, vor allem bei jungen Männern.

Zuvor hatten die britischen Behörden mehrere Fälle registriert. Dabei handelte es sich meist um schwule oder bisexuelle Männer. Bei den jüngsten vier Fällen konnte allerdings keine direkte Verbindung zu drei früher erkannten Infizierten festgestellt werden, was den Verdacht einer weiteren Verbreitung als bislang bekannt nährt.

Wie kanadische Medien am Mittwoch berichteten, untersuchen die Behörden in der Metropole Montréal ebenfalls mehr als ein Dutzend Verdachtsfälle von Affenpocken. Diese seien von auf sexuell übertragbare Infektionen spezialisierten Kliniken gemeldet worden.

Auch die USA stellten bei einem kürzlich aus Kanada zurückgekehrten Erwachsenen Affenpocken fest. Die US-Gesundheitsbehörde CDC betonte, dass «jeder Mensch, unabhängig von seiner sexuellen Orientierung, die Affenpocken verbreiten kann». (sda/afp)

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