Wissen
International

Vollgekritzelte Steinplatte entpuppt sich als Altar der Kreuzritter

Vollgekritzelte Steinplatte entpuppt sich als Altar der Kreuzritter

15.07.2024, 13:4515.07.2024, 13:45

Im Zuge von Bauarbeiten in der Jerusalemer Grabeskirche hat sich eine vermeintliche mit Graffiti-beschmierte Steinplatte als ein mittelalterlicher Altar herausgestellt. Historischen Quellen zufolge wurde der Altar am 15. Juli 1149 eingeweiht.

Amit Re'em von der Israelischen Behörde für Altertümer und Ilya Berkovich von der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Wien identifizierten die Platte gemäss einer Mitteilung vom Montag als Teil des verschollen geglaubten, im Jahr 1149 eingeweihten Kreuzritter-Hochaltars.

Die Grabeskirche oder auch «Kirche vom heiligen Grab» gilt als eines der grössten Heiligtümer der Christenheit. «Dass ausgerechnet an dieser Stelle etwas so Bedeutendes so lange unerkannt herumliegen konnte, kam für alle Beteiligten völlig unerwartet», so der ÖAW-Historiker.

Die Rückseite der Altarplatte.
Die Rückseite der Altarplatte.Bild: Österreichische Akademie der Wissenschaften
Die Frontplatte des Kreuzfahrer-Hochaltars, wie sie heute aussieht.
Die Frontplatte des Kreuzfahrer-Hochaltars, wie sie heute aussieht.Bild: österreichische akademie der wissenschaften

Die Platte ist zu gut zwei Drittel erhalten geblieben. «Mit einer ursprünglichen Breite von mehr als 3,5 Metern haben wir hier den grössten mittelalterlichen Altar entdeckt, der derzeit bekannt ist», teilte Berkovich mit.

(sda/apa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
«Ein Roman gegen Gleichgültigkeit» – Deutscher Buchpreis für Bazyar
Der Deutsche Buchpreis geht in diesem Jahr an die Autorin Shida Bazyar für «Die Lücken». Der Roman reflektiere anhand einzelner Figurenschicksale fast hundert Jahre ambivalenten deutschen Lebens, heisst es in der Begründung der Jury. Die Autorin wähle dabei überzeugende literarische Strategien. Und: Es sei ein «Roman gegen Gleichgültigkeit».
Zur Story