Justiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Former International Monetary Fund chief Dominique Strauss-Kahn is surrounded by photographers as he leaves his hotel for a court for trial for sex charges, in Lille, northern France, Tuesday, Feb. 17, 2015. It's appearing more likely that Strauss-Kahn will be acquitted of charges of aggravated pimping at his trial. (AP Photo/Michel Spingler)

Grosser Medienrummel beim Zuhälterei-Prozess. Bild: Michel Spingler/AP/KEYSTONE

Zu wenig Beweise

Zuhälterei-Prozess: Sogar die Anklage fordert Freispruch für Strauss-Kahn



Im Zuhälterei-Prozess gegen Dominique Strauss-Kahn hat die Staatsanwaltschaft einen Freispruch für den 65-Jährigen gefordert. Es könne nicht nachgewiesen werden, dass sich der Ex-IWF-Chef der schweren Zuhälterei schuldig gemacht habe, sagte Staatsanwalt Frédéric Fèvre am Dienstag.

Er müsse daher freigesprochen werden. Dem früheren Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) war vorgeworfen worden, Sexpartys mit Callgirls unter anderem in Paris, Brüssel und Washington mitorganisiert zu haben.

Sexpartys ja, Prostituierte nein

Der einstige sozialistische Spitzenpolitiker räumte vor und während des Prozesses im nordfranzösischen Lille die Teilnahme an den Sexpartys ein. Er bestritt aber gewusst zu haben, dass es sich bei den Frauen um Prostituierte handelte.

Die Forderung der Staatsanwaltschaft, Strauss-Kahn freizusprechen, ist keine Überraschung: Bereits im Juni 2013 hatte sich die Behörde gegen eine Anklage Strauss-Kahns ausgesprochen und zur Begründung erklärt, es gebe nicht ausreichend belastendes Material.

Die Untersuchungsrichter sahen dies aber anders und erhoben Anklage gegen den früheren französischen Wirtschafts- und Finanzminister. Der Prozess gegen Strauss-Kahn und weitere 13 Angeklagte begann dann Anfang Februar in Lille. Er soll am Freitag enden, ein Urteil dürfte aber erst zu einem späteren Zeitpunkt fallen. (whr/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Weshalb Frauen auf hoher See abtreiben

Eine niederländische Organisation verhilft Frauen zu einer Abtreibung, weil diese in ihren Ländern verboten ist. Im Interview erzählt die Menschenrechtsanwältin Leticia Zenevich von ihrer Arbeit bei Women on Waves.

Seit Ende Oktober erlebt Polen die grössten Proteste gegen die Regierung seit über dreissig Jahren. Der Auslöser ist der Entscheid des Verfassungsgerichts, das den Abtreibungskompromiss von 1993 kippte. Per Gesetz waren Abtreibungen in Polen zwar verboten, doch unter drei spezifischen Ausnahmen durften sie trotzdem durchgeführt werden. Nach einer Vergewaltigung, bei Gefahr für das Leben der Mutter und bei schweren Missbildungen des Embryos. Diese letzte Ausnahmeregelung hat nun das Gericht …

Artikel lesen
Link zum Artikel