Kobane
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IS-Vormarsch

1300 syrische Rebellen wollen in Kobane gegen den IS kämpfen

Armed Free Syrian Army fighters stand on one of the frontlines of Wadi Al-Dayf camp in the southern Idlib countryside September 14, 2014. Picture taken September 14, 2014. REUTERS/Khalil Ashawi (SYRIA - Tags: POLITICS CIVIL UNREST CONFLICT TPX IMAGES OF THE DAY)

Kämpfer der Freien Syrischen Armee in einem Graben nahe der Front bei Wadi Al-Dayf (14. September). Bild: KHALIL ASHAWI/REUTERS

Rund 1300 Kämpfer der gemässigten Rebellengruppe Freie Syrische Armee (FSA) sind bereit, den Verteidigern der umkämpften syrischen Kurdenstadt Kobane zu Hilfe zu kommen. Gemäss der Türkei haben die Kurden der Unterstützung bereits zugestimmt.

Kobane wird seit Wochen von der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) belagert. Wie die FSA-Führung am Freitag erklärte, hätten sich mehrere Einheiten der Oppositionsbrigaden aus der nördlichen Provinz Aleppo entschlossen, in der syrisch-türkischen Grenzstadt zu kämpfen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte bei einem Besuch in der estnischen Hauptstadt Tallinn, die syrisch-kurdische Partei der Demokratischen Union (PYD) habe der Entsendung von 1300 FSA-Kämpfern nach Kobane zugestimmt. Die beiden Gruppen würden nun Gespräche über die Transitroute führen.



Korridor zwischen Kobane und der Türkei

Kobane ist von drei Seiten durch die Dschihadisten eingeschlossen. Nur im Norden über die Grenze zur Türkei ist der Zugang noch frei. Die FSA-Kämpfer müssten sich daher entweder den Weg nach Kobane freikämpfen oder über die Türkei kommen.

Die Kurden in Kobane sollen auch Unterstützung durch kurdische Peschmerga-Kämpfer aus dem Irak erhalten. Diese sollen den Weg über die Türkei nehmen. Erdogan sagte am Freitag, er sei gerade informiert worden, dass die Zahl der Peschmerga auf 150 reduziert worden sei. Am Vorabend hatte er noch von 200 gesprochen. (sda/afp/Reuters)

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