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Zum Glück gibt es heute keinen Sexismus mehr in der Werbung.
bild: via dailymail

Kommentar

«Und was ist mit den Männern?!» Das Schreckgespenst Feminismus geht wieder um 

Nein, liebe Männer. Manchmal dürfen auch einfach mal die Frauen über ihre Sache reden, ohne euren Belangen Gehör zu schenken.



Der Artikel 19 Beispiele dafür, dass unser Frauenbild viel gesitteter ist als das des «schwarzen Mannes»* hat einen Schwall an vorrangig erbosten Kommentaren ausgelöst. Sie kamen von Männern, die sich am Vergleich von sexistischen Werbeplakaten mit den sexuellen Übergriffen auf Frauen in Köln aufgeregt haben. Obwohl da überhaupt kein expliziter Vergleich stattgefunden hat.

«Mit solchen Verharmlosungsversuchen macht Ihr Euch lächerlich. Werbung und sexueller Missbrauch sind zwei ganz verschiedene Schuhnummern!»

watson-User atomschlaf

Niemand verharmlost hier Köln. Es war vielmehr der Versuch, die Frauen in der Köln-Diskussion wieder in den Fokus zu rücken. Denn um sie geht es in erster Linie. Es geht um sexuelle Gewalt an Frauen. Um ihre Ohnmacht. Um Sex. Um ihre Sexualisierung. Und damit auch immer um das Bild, das von ihr vermittelt wird. Um ihre Rolle in der Gesellschaft, wie man so schön sagt. 

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bild: emma

«Es geht darum, aufzuzeigen, dass Belästigung für Frauen Alltag ist. Auch ohne Köln. Das wird sonst so gern totgeschwiegen.»

watson-Userin Rhabarber

«Ja, vollzogene sexuelle Übergriffe sind sehr viel schlimmer und durch nichts schön zu reden. Und es tut trotzdem gut, das eigene Bild der Geschlechterrollen und der übergriffigen Sexualität regelmässig zu spiegeln. Wann sind letztes Mal die besorgten Bürger mit ähnlicher Vehemenz auf die Strasse gegangen gegen Übergriffe innerhalb der religiösen Institutionen des ach so gelobten Abendlandes?»

watson-User Tell99

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Dieses Bild hat watson-User/in (?) Zerpheros zur Diskussion beigesteuert. 

Köln ist die Startnummer, die wir der Frauensache traurigerweise auf den Rücken kleben müssen, damit sie in der Medienarena vielleicht eine Chance hat, gesehen zu werden.

Warum rechtfertige ich mich überhaupt?

«Feminismus artet immer mehr zur Rosinenpickerei aus. Wo sind die Frauenquoten für Kanalarbeiter? Wo die Dienstpflicht? Wo der Vaterschaftsurlaub? Wo die Gleichberechtigung bei Trennung und Scheidung?»

watson-User ULTIMALATET

Dreht sich ein Artikel über (sexuelle) Gewalt an Frauen, kommt sofort der Aufschrei: «Und was ist mit den Männern!?!» Nein, nicht alle von euch sind gewalttätige Verbrecher. Das sagt doch niemand. Und ja. Auch den Männern widerfährt Gewalt.

«Was Frauen wie Rhabarber nicht verstehen, ist, dass es auch Männer gibt, die Opfer sind von weiblicher Gewalt, Unterdrückung und Psychospielen.»

watson-User ULTIMALATET

«Es gibt alle Jahre die Statistik der Übergriffe in der Schweiz, und die zeigt, dass halt leider mehr Männer Opfer von Gewaltverbrechen werden als Frauen.»

watson-User stadtzuercher

Dennoch wollen wir jetzt einfach mal über Frauen reden. Seltsam, dass ich das mache, wo ich doch während meiner Studienzeit keine grosse Feministin war. Ich hab mir keine politischen Gedanken über mein Geschlecht gemacht, ich war immer in der luxuriösen Position, einfach frei zu sein. Mit sechzehn bin ich auf Motorräder von fremden Männern gestiegen und durch fremde Länder gebraust. (Na gut. Eigentlich war es nur ein Mann und ein Motorrad. In Italien.) Es ist nichts passiert. Wahrscheinlich hatte ich Glück. Denn ein Gespür für Gefahren hatte ich nicht. Oder vielleicht war es mir auch einfach egal. Ich wollte Erfahrungen machen wie ein Mann. 

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Dot Smith auf ihrer Harley, 1939. Sie gehörte zu den «Motor Maids», einer weiblichen Biker-Organisation in San Francisco.
bild: silodrome

Gender-Studentinnen habe ich immer belächelt. Was soll denn das? Studiert doch einfach Geschichte, ihr Idiotinnen, hab ich gedacht, was wollt ihr denn von dieser rein geschlechtlichen Perspektive auf die Welt bitte lernen? 

Jetzt weiss ich – nach der Lektüre von Simone de Beauvoirs «Das andere Geschlecht» haha –, dass ich irgendwie recht hatte damit. Aber aus einem anderen Grund: Die Geschichte der Menschheit wurde von Männern geschrieben. Das soll kein Vorwurf an die Männer sein, es geht hier nicht um blöde Schuldzuweisungen. Natürlich gab es ein paar historisch relevante Frauen. Königinnen wie Katharina die Grosse, Victoria, Elisabeth oder Maria Stuart. Doch sie waren Herrschergestalten. Ihr Geschlecht spielte keine Rolle. 

«Niemals haben die Frauen eine Kaste für sich gebildet, und tatsächlich haben sie niemals in ihrer Eigenschaft als Frauen eine Rolle in der Weltgeschichte zu spielen versucht. [...] Soweit sie in den Lauf der Geschichte eingegriffen haben, geschah es in Übereinstimmung mit den Männern.»

Simone de Beauvoir, «Das andere Geschlecht» (1949)

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Suffragettendemonstration in New York City, 1912. Die Geschichte des Feminismus wurde in einem von Männern abgesteckten Rahmen geschrieben.
bild: wikipedia

Am Anfang der Menschheitsgeschichte steht der Mann vor einem grossen Rätsel: Frauen. Sie gebären. Sie erschaffen Leben. Sie sind auf magische Weise mit der Natur verbunden. Unheimlich und gleichzeitig verehrungswürdig. Langsam fängt der Mann an, die Welt zu erobern. Erst mit kleinen Werkzeugen. Dann mit dem Pflug. Er befruchtet die Ackerfurchen, die Mutter Erde, die Frau. Er erfindet und entdeckt. Er wird Mensch, Homme, Mann.

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Priapos, der griechische Fruchtbarkeitsgott mit dem mächtigen Gemächt. Dieser Fresko stammt aus Pompeji.
bild: wikipedia

Während der Mann also aktiv seine Schöpferkraft (oder ja, symbolisch natürlich seinen Phallus) erkennt, bleibt die Frau durch die Geburt an ihren Körper gebunden. Sie verharrt passiv in der Natur, während der Mann diese mit seinem Geist unterjocht. 

«Es gibt ein gutes Prinzip, das die Ordnung, das Licht und den Mann, und ein schlechtes Prinzip, das das Chaos, die Finsternis und die Frau geschaffen hat.»

Pythagoras

Dieses aristotelische und später christliche Bild der unfertigen, mangelhaften, passiven und empfangenden Frau hat sich lange gehalten. Sogar die Wissenschaft ging diesem schwer zu entzaubernden Mythos auf den Leim. 1694 zeichnete der Holländer Hartsoeker den Homunculus: Das kleine, bereits vollständige Menschlein im Spermium. 

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Hartsoekers Darstellung des Homunculus, 1694.
bild: wikipedia

Die Aufgabe des Uterus beschränkt sich darauf, den Homunculus zu nähren. Und selbst als mit der Erfindung des Mikroskopes tierische Eier untersucht werden konnten, hielt man bis ins 19. Jahrhundert daran fest, deren Trägheit im Gegensatz zur Beweglichkeit der Spermien zu beweisen.

Die Sache der Frau habe im Gegensatz zu Revolutionen immer nur symbolischen Charakter gehabt, schreibt Simone de Beauvoir: 

«Sie haben nur erreicht, was die Männer ihnen zugestanden haben; sie haben nichts genommen, sondern nur hingenommen.»

Simone de Beauvoir, «Das andere Geschlecht»

Und jetzt?

Ja, Simone de Beauvoir ist alt und tot. Sie hat ihr Buch 1949 geschrieben. Damals hat Werbung noch so ausgesehen:

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Beitrag der watson-Userin Menel. Die Werbung stammt aus dem Jahr 1951.
bild: menel

Die Zeiten haben sich geändert. Und wenn watson-User ULTIMALATET von einem «Rosinenpicker-Feminismus» spricht, dann meint er hoffentlich diesen überkorrekten, floskelhaften Kampf um Gleichberechtigung. Den Aufschrei, wenn man mal nur von Studenten statt von Studentinnen spricht. Frauen, die im Namen des Feminismus auf einen abgewetzten Teppich menstruieren. Ich will auch nicht in einer Welt leben, in der man keine dummen Frauenwitze wie der Nobelpreisträger Tim Hunt mehr machen kann, ohne dabei um seine Ämter gebracht zu werden. Aber ich will auch keine Welt, in der man sich dafür rechtfertigen muss, dass man sexuelle Gewalt an Frauen diskutiert, ohne ständig die Männerbelange miteinzubeziehen. 

Denn solange solche Aussagen gemacht werden, solange ist auch Simone de Beauvoir nicht tot: 

«Wer sich mit Frauen etwas auskennt, weiss: der Drang, sich auszustellen und für ihr Aussehen Aufmerksamkeit zu erhalten, ist überwältigend. Darum wollen auch so viele Mädels modeln oder sind Instagram-Post- und Like-süchtig. Jaja, Triebfedern des Feminismus sind Hass und Neid unattraktiver Frauen auf die attraktiven Frauen und die Männer, die nur diese attraktiven Frauen beachten. Howgh.»

watson-user Smart as Hell 

Nur mal angenommen, Smart as Hell hat recht, befinden wir uns tatsächlich noch immer im Zustand der Hörigkeit – und ohne den Mann läuft gar nichts. 

«Das wirtschaftliche Privileg, das die Männer besitzen, ihre soziale Geltung, die Vorrangstellung der Ehefrau, der Nutzen männlicher Protektion, das alles bringt die Frauen dazu, dass sie sich glühend wünschen, den Männern zu gefallen. Im Grossen und Ganzen befinden sie sich noch im Zustand der Hörigkeit.»

Simone de Beauvoir, «Das andere Geschlecht»

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    Alle Leser-Kommentare
  • SuicidalSheep 14.01.2016 08:38
    Highlight Highlight Sorry, aber 80% des heutigen Feminismus ist heute nur noch den Mann als böse hinzustellen.

    Nicht falsch verstehen! Ich bin für die Rechte der Frauen! Aber ich lehne es ab Frauen als ewige Opfer zu sehen.
    Benutzer Bild
  • SuicidalSheep 13.01.2016 10:02
    Highlight Highlight Feminismus und Meninismus sind schlichtweg Begriffe, die nicht Zeitgemäss sind. Natürlich sind sexuelle Belästigungen scheisse! Sie passieren aber beidseitig.

    Vielleicht liegts daran, dass ich letztens oft mit hardcore Feministen aus den USA zu tun hatte, bei welchen man als Mann sowieso weniger wert ist und die Ursache aller Weltprobleme...

    Mensch ist Mensch, unabhängig von Geschlecht.
  • Daniel Caduff 13.01.2016 09:48
    Highlight Highlight Ich muss gestehen, dass ich in den allgemeinen Lobgesang zu dem Artikel nicht einstimmen mag. (Sorry, Anna!) Ein langer Artikel, der eigentlich in zwei Sätzen zusammengefasst werden kann:

    "Whataboutism ist Scheisse. Auch bei Artikeln über feministische Themen."

    Dem ist absolut zuzustimmen. Ich finde diese Erkenntnis aber ähnlich banal wie "Morgen geht die Sonne auf".

    Wirklich gut finde ich hingegen die Diskussion.
    • Anna Rothenfluh 13.01.2016 10:14
      Highlight Highlight Dass es eine fruchtbare Diskussion gibt, war ja auch das Ziel der ganzen Sache, lieber Daniel! Und gut ist sie vor allem, weil sich hier diverse Leute dafür einsetzen, die gehässigen und whatabout-Kommentare mit klugen Argumenten zu bodigen. Etwas hast du aber vergessen: Ich finde die historische Dimension in diesem Zusammenhang schon wichtig und nicht ganz so banal wie ein Sonnenuntergang.
    • Daniel Caduff 13.01.2016 10:39
      Highlight Highlight Ich will hier niemandem auf den Schlips treten. Nichts liegt mir ferner, als hier den unterdrückten Mann zu geben. Dass Frauen nach wie vor strukturell benachteiligt sind und viel öfter Opfer von männlicher sexueller Gewalt sind als umgekehrt, ist mir absolut bewusst.

      Dies ist definitiv nicht banal. Auch Simone De Beauvoir ist natürlich nicht banal (auch wenn ich mich zuletzt vor 15 Jahren im Studium mit ihr beschäftigt habe). Ich gestehe, ihr Partner liegt mir bis heute persönlich näher ;-) L'enfer c'est les autres.

      Mir ist dämlicher Whataboutism einfach etwas zu banal im Vergleich dazu.
    • Anna Rothenfluh 13.01.2016 10:46
      Highlight Highlight Ich trage keinen Schlips!;-) Und übrigens hat Simone de Beauvoir in ihrem Buch die halbe Existenzphilosophie von Sartre reingebaut. Darum ist ihr Ansatz ja so spannend.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Milie 13.01.2016 09:17
    Highlight Highlight Liebe Anna
    Ich gratuliere die zu diesem tollen Artikel, danke! Übrigens gibt es einen tollen Begriff, was da in vielen Kommentaren geschehen ist: Whataboutism.
    • Anna Rothenfluh 13.01.2016 13:55
      Highlight Highlight Liebe Milie, danke dir fürs Kompliment! Und nieder mit dem Whataboutism! ;-)
  • lialia 13.01.2016 08:51
    Highlight Highlight danke anna. ein wirklich toller artikel, geschrieben mit viel herz!
    • Anna Rothenfluh 13.01.2016 13:55
      Highlight Highlight Merci für deine lieben Worte!
  • E7#9 12.01.2016 21:13
    Highlight Highlight Liebe Ladies, ist es wirklich so krass? Glaubt mir, ich kann von mir sagen, dass ich no nie in meinem Leben eine Frau unsittlich angefasst habe, ohne dass Sie das auch wollte. Egal ob es sich um jemand fremdes in einem Club oder um jemanden im Umfeld handelte. Bitte liebe Damen und Herren, bestätigt mir, dass ich der Normalfall bin und nicht die Ausnahme.

    Damen: Kommentar
    Herren: Like = nie sexuell belästigt, Dislike = da hatte ich einmal meine Hand nicht unter Kontrolle (ist ja anonym)
    • Nica Rother 12.01.2016 21:52
      Highlight Highlight nein, es ist nicht so krass. Zum Glück sind die allermeisten Männer anständig. Die wenigen, die es nicht sind,verderben jedoch vieles. Kaum eine Frau wurde noch nie unsittlich angefasst. Und das hallt lange nach... Die strukturellen Ungleichheiten kommen noch dazu, die treffen jedoch Männer oft auch.
    • Piti 12.01.2016 22:00
      Highlight Highlight Leider ist es wirklich so krass. Doch ich bin froh dass es Ausnahmen gibt :) .. Das krasse bei mir war mein eigener Grossvater. Tja.
    • nigital_Fatives 12.01.2016 22:38
      Highlight Highlight Ich bin jetzt 22 Jahre alt und von lüsternen Blicken, Arschgrabschen, an die Wand gedrückt werden, auf dem Nachhauseweg von "Freunden" belästigt werden und die Lippen eines Fremden aufgedrückt bekommen bis zu K.O. Tropfen von einem, als Vergewaltiger bekannten Mann, hab ich alles schon mal erlebt. Auch das "neue" Phänomen von Köln ist mir vor vier Jahren exakt gleich in St. Gallen Stadt passiert. Mein (Ex)Freund hat dann immer gemeint, ich soll mich jetzt nicht so anstellen, die wollten ja nur flirten. Also wenn du mich fragst, ja es ist wirklich so krass!
    Weitere Antworten anzeigen
  • dracului 12.01.2016 19:41
    Highlight Highlight Im Moment schäme ich mich gerade, wie gewisse Leute auf einen sensationellen Artikel reagieren und noch mehr, wie wenig Bereitschaft eigentlich besteht, dieses Thema ernsthaft zu diskutieren. Ich habe lange im Ausland gearbeitet und muss der Schweiz leider attestieren, dass dringender und akuter Aufholbedarf besteht!
    PS: Hat eigentlich Watson irgendwelche Weltwoche-Leser abgeworben? Das Niveau in den Kommentaren wurde sehr ... ähm ... "männlich" in letzter Zeit.
    PS: You're in my heart, Rhabarber!
    • Anna Rothenfluh 12.01.2016 20:59
      Highlight Highlight Ja, da kann ich mich nur anschliessen, danke dracului. Und ja, wir kämpfen momentan darum, das Diskussionsniveau auf dem Level zu halten, das sich die treuen watson-Leser gewohnt sind.
  • T. aus B. 12.01.2016 19:28
    Highlight Highlight Liebe Mit-Männer, die zu diesem Artikel die (vorhandene) Benachteiligung von Männern in ein paar Sachfragen beklagen: es ist nicht der dazu passende Artikel.

    Zum Artikel: Gut geschrieben und schildert wie es ist. Dass die Klage 'und wir Männer!?' in diesem Fall nicht ausblieb, überrascht mich aber wenig.
    Allenfalls liegt's auch an meinem Medien-Geschmack, aber Artikel die die männlichen Sachthemen auf einem gewissen Niveau aufgreifen finde ich u.a. auch auf Watson nicht gerade regelmässig, da dürfte mehr kommen. Hat aber nichts mit diesen Thema zu tun und ist keine Kritik an dir, Anna.
    • Anna Rothenfluh 12.01.2016 21:24
      Highlight Highlight Danke Thomas. Und du hast wahrscheinlich recht, was die Männerthemen betrifft. Nur haben wir bei watson unglaublich viele Männer (das ist jetzt in keiner Weise irgendwie wertend gemeint), aber dass einer mal sagt: so, heute schreib ich über den Vaterschaftsurlaub, das hab ich noch nie erlebt. Darum wage ich jetzt mal den schüchternen Verdacht, dass diese Themen vor allem dann interessieren, wenn sie im Hinblick auf die Frau diskutiert werden (bsp. Mutterschaftsurlaub). Natürlich kann ich auch als Frau über solche Themen schreiben, so mein ich das nicht, ich hab mich nur gefragt, warum.
    • E7#9 12.01.2016 21:52
      Highlight Highlight Interessant wäre ein Artikel über die Herausforderungen des Mannes. Seine Rolle ist bisweilen eine recht schizophrene. Ein Mann ist dann sexy, wenn er (wirtschaftlich) erfolgreich ist und der Familie Wohlstand sichert, zupacken kann und eine gewisse Härte hat (meiner darf auch ein bisschen Macho sein etc.), und bei der Balz wird auch erwartet, dass die Initiative von ihm kommt. Gleichzeitig finden es Frauen lästig, wenn er sie anmacht, er muss sensibler Frauenversteher sein. Im Arbeitsmarkt werden die Rahmenbedingungen immer frauengerechter (z.B. Quoten) um die Gleichstellung zu verbessern.
    • T. aus B. 12.01.2016 23:14
      Highlight Highlight Es kann gut sein, dass das Bedürfnis vieler Männer nach "eigenen" Themen erst dann auftritt, wenn eben über Frauen und z.B. ihren Platz in der Gesellschaft (um nur ein Thema zu nennen) geschrieben wird. Und dann kommt effektiv noch der "Whataboutism" ins Spiel, den Yonni vor nicht allzu langer Zeit sehr treffen beschrieben hat und auch, dass es für uns Männer bis auf ein paar wenige Punkte (eben z.B. Scheidungen mit allen möglichen Begleitumständen) im grossen und ganzen ziemlich geschmeidig läuft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pachnota 12.01.2016 18:19
    Highlight Highlight @anna...hast du gerade dein "coming out" als Feministin? ok,...nichts dagegen. Nur scheint mir der Zeitpunkt, (im Nachbeben von Köln) nicht gerade geeignet für diese Debatte.
    • pachnota 12.01.2016 19:15
      Highlight Highlight wie mich? ...du kennst mich?
    • pachnota 12.01.2016 19:19
      Highlight Highlight ..und was bitte, soll ich noch nicht "verstanden" haben? ; )
  • aizirtap 12.01.2016 18:08
    Highlight Highlight Liebe Anna
    Vielen Dank für diesen Artikel. Ich habe bereits meine Mutter um das Buch gebeten.:-) Patrizia
    • Anna Rothenfluh 12.01.2016 21:08
      Highlight Highlight Juhuuu, danke!
  • filmorakel 12.01.2016 18:07
    Highlight Highlight Tongue-in-cheek:

    Bei solchen Diskussionen kommt mir immer wieder der gute alte Charles Bukowski in den Sinn:

    "Feminismus existiert nur, um hässliche Frauen in die Gesellschaft zu integrieren"

    • filmorakel 13.01.2016 08:01
      Highlight Highlight @Rendel: Genau so war er, der gute alte Bukowski - und genau all diese Aspekte machten ihn doch so "sympathisch" ;-)
  • kliby 12.01.2016 17:44
    Highlight Highlight Männer fahren schlicht mit der Durchsetzungsinitiative besser als mit der Verschärfung des Sexualstrafrechts, bei dem die Unschuldsvermutung des Mannes schrittweise abgeschafft wird (siehe Strafrecht Schweden).
    • Anna Rothenfluh 12.01.2016 21:48
      Highlight Highlight @rendel: ich muss immer noch lachen wegen deines Kotz-Kommentars. Vielleicht darum schreibt er das auf der ersten Seite seines Briefträger-Buchs:
      Benutzer Bild
  • LandeiStudi 12.01.2016 17:25
    Highlight Highlight Also hier mein männliches Einverständnis :
    führt diese Diskussion...
    Besser lasst uns diese Diskussion führen.
    Ja die Werbung macht die Frau zum Objekt, aber leider verkauft es sich besser und das ist eine monetariscje Ebene auf der der Profit das sagen hat in unserer Welt sei, dass gut oder schlecht. Das die Erziehung der Männer (druch m & w) das begünstigt bestreite ich noch nicht einmal.
    Was in Köln passiert ist, ist schrecklich und gehört frei von politischer Agenda mit Fokus auf die Verhinderung solcher und sexueller Belästigung allgemein verarbeitet/ausdiskutiert.
    • LandeiStudi 12.01.2016 17:30
      Highlight Highlight OMG meine wenn el Duderino meinen Kommentar sieht 😱
  • Piti 12.01.2016 17:17
    Highlight Highlight Bravo! Ein grossartiger Artikel und genau auf den Punkt gebracht!!
    • Anna Rothenfluh 12.01.2016 17:22
      Highlight Highlight Dankeschön!
  • Str ant (Darkling) 12.01.2016 17:08
    Highlight Highlight Es ist wichtig Gleichberechtigung nicht mit Gerechtigkeit gleich zu setzten
    Benutzer Bild
  • Käuzchen 12.01.2016 16:54
  • Yelina 12.01.2016 16:51
    Highlight Highlight Solche Diskussionsbeiträge laufen für mich alle unter der Bezeichnung "Whataboutism". Heute kann man zu praktisch keinem Thema etwas schreiben, ohne das gleich jemand mit "Aber was ist mit DENEN? Denen gehts noch viel schlechter!" hinter dem Busch vorkommt. Was schlussendlich für beide "benachteiligten" Gruppen nichts bringt.
  • lily.mcbean 12.01.2016 16:16
    Highlight Highlight Was mir aufgefallen ist als ich gestern in den Kommentarspalten unterwegs war, war die Aussage eines Herren von dem ich leider den usernamen vergessen habe: " ...das die jezt hierherkommen und sich an UNSERE Frauen vergeifen wollen..."
    da frag ich mich : In welcher zeit leben gewisse männer noch?
    • lily.mcbean 12.01.2016 16:42
      Highlight Highlight das mit dem beschützerinstinkt lass ich gelten ;)
    • Moe Mentmal 12.01.2016 19:53
      Highlight Highlight ...Da steckt nur Nationalismus oder ggf. etwas Rassismus dahinter und keine patriarchalischen Besitzansprüche.
    • lily.mcbean 12.01.2016 20:24
      Highlight Highlight "unsere" war klein geschrieben, ich hab es nur gross geschrieben damit man gleich weiss was ich meinte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 12.01.2016 16:09
    Highlight Highlight 1. Kompliment mit Schleifchen für den Artikel, übrigens.
    2. Zugunsten einer unglaublich produktiven Leerstelle und vor dem Hintergrund meines gerade eben abgeschickten Posts sage ich zum Geschlecht von Zerpheros einfach mal nichts :-)
    • Anna Rothenfluh 12.01.2016 16:24
      Highlight Highlight Haha, danke <3!
    • Matrixx 12.01.2016 16:36
      Highlight Highlight Dann wird Zerpheros zukünftig aber als geschlechtsneutral und somit als "es" bezeichnet 😉
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 12.01.2016 23:51
      Highlight Highlight … ich schlage *sir* vor und bestehe auf die Sternchen *prust*
  • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 12.01.2016 16:07
    Highlight Highlight Muss man sich wirklich so auf die Frage fixieren, ob die lieben Mitmenschen männlich oder weiblich sind?
    - Vor der Geburt: Mädchen oder Junge? Rosa oder blau? Puppe oder Bagger?
    - auf jedem (!) Formular: männlich oder weiblich (gefolgt von ledig, verheiratet, geschieden, verwitwet)?
    - Doofe Attribute, die an den Menschen herangetragen werden: Mathematik - männlich, Sprachen - weiblich, kann nicht einparken - weiblich, the nothing box - männlich, schlägt Frauen - männlich, manipuliert bei Scheidung die Kinder - weiblich.
    Wir alle haben männliche & weibliche Anteile: Wir alle sind Menschen.
    • Matrixx 12.01.2016 16:38
      Highlight Highlight Da hast du recht.

      Meine Freundin mag meine weiblichen Seiten genau so wie meine männlichen.

      Wenn sie ihre Tage hat, bin ich meistens zickiger. 😀
    • Dysto 12.01.2016 20:13
      Highlight Highlight So ist es, Rhabarber, meine Geburtskarte hat zwei Seiten. Eine hellblau, eine rosa. Eine für Mädchen, eine für Jungs. Ich hab die blaue Seite. Ich fands toll. Ich hasste rosa...
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 12.01.2016 23:57
      Highlight Highlight @Matrixx
      … solidarische Mens? Find ich gut …
      @Rhabarber
      Stimmt: ist alles Konvention, die wirklich wird, weil man sich daran hält. Aber grün ist ja auch eine hübsche Farbe ...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Denick 12.01.2016 15:54
    Highlight Highlight Hallo Anna, ich versteh deine intention hinter dem Text.
    Kann es aber sein dass viele Männer sich darum so rege in den Kommentaren melden da sie keine andere Plattform dazu haben?
    In Medien wie auch akademischen Kreisen gibt es praktische keine konstruktive Behandlung von Männerthemen.

    Ich finde Themen wie...
    -deutlich höhere Suizidrate
    -tiefere Lebenserwartung
    -benachteiligung von Männern in Frauenberufen! (Zb Strafregisterauszug um in Kitas zu arbeiten)

    ...wären aus meiner Sicht ebenfalls einen Artikel wert und könnte vieleicht ein bisschen diferenziertheit in die diskussion bringen.
    lg
    • Anna Rothenfluh 12.01.2016 16:33
      Highlight Highlight Lieber Denick, natürlich sind solche Themen einen Artikel wert. Ich will ja auch überhaupt nicht, dass man Männerthemen nicht behandelt. Nur in dieser Diskussion hab ich mir gewünscht, dass sich die Männer auch der Frauensache annehmen und sich konstruktiv an der Diskussion beteiligen, ohne immer dazwischenzubrüllen, wo ihre Belange dabei bleiben.
    • Anna Rothenfluh 12.01.2016 16:40
      Highlight Highlight Und ja, @rendel hat das Ganze viel schöner gesagt. Alle für einer und eine haha und einer und eine für alle. Mein Gott ist das kompliziert. ;-)
    • Denick 12.01.2016 16:52
      Highlight Highlight Das sehe ich genau so.
      Ich glaube einfach dass es für viele Männer erst möglich sein wird sich einer Frauensache anzunehmen wenn man sich selber ernst genommen fühlt.
      Gäbe es eine stärkere Präsenz (z.B bei Watson!) von Männerthemen hätten diese ja eine eigene Plattform für ihre Probleme und müssten diesen "Raum" nicht mehr den Frauen "wegnehmen". So könnten möglicherweise beide Seiten davon profitieren und die Diskusion würde unverkrampfter.
    Weitere Antworten anzeigen
  • boexu 12.01.2016 15:17
    Highlight Highlight Das viele meiner Geschlechtsgenossen den Link zwischen sexistischer Werbung und der gesunkenen Hemmschwelle beim Ausführen von sexuell motivierten Übergriffen auf Frauen nicht herstellen können (wollen?), beunruhigt mich ein wenig und zeigt irgendwie, wie tief wir schon gefallen sind.
    • Walter Sahli 12.01.2016 15:46
      Highlight Highlight Ich habe eher das Gefühl, wir sind gar nie aus der Tiefe rausgekommen...
    • Walter Sahli 12.01.2016 16:49
      Highlight Highlight ZH27, alles was wir uns reinziehen, beeinflusst uns. Sonst würde die Werbebranche nicht Milliarden investieren. Einfach gesagt, wenn man Frauen als Ware präsentiert kriegt, dann behandelt man Frauen auch als solche.
    • boexu 13.01.2016 08:35
      Highlight Highlight ZH27: Den Einfluss der Werbung auf das Geschlechterbild und den Einfluss dessen auf sexuelle Gewalt muss man beweisen? Ernsthaft? Schon mal danach gegoogelt?
      Ich sehe dein Problem, du glaubst diese Diskussion ist ideologisiert... dem ist aber leider nicht so.
      https://books.google.ch/books?id=ZVrfBQAAQBAJ&pg
  • dysfunctional 12.01.2016 15:07
    Highlight Highlight Endlich ein genial geschriebener Artikel, der alles, was ich schon lange denke, auf den Punkt bringt.
    Zeit, ihn an alle meine Freunde weiterzuleiten.
    • Anna Rothenfluh 12.01.2016 15:10
      Highlight Highlight Das freut mich, danke!
  • DerTaran 12.01.2016 14:41
    Highlight Highlight Das ist ja alles wahr und ich will nicht bestreiten, dass noch viel Arbeit vor uns Männern liegt. Ich denke aber, dass auch die Frauen sich ändern müssen damit die Emanzipation einen Schritt weiter kommt. Solange Frauen den Macho dem Feministen vorziehen, bei der Partnersuche immer nach oben schauen und als Plan B Hausfrau und Mutter in der Hinterhand haben wird es kompliziert bleiben.
    Der Umkehrschluss zu Simone de Beauvoir letztem Zitat (Hörigkeit) gilt eben auch, wir Männer werden von Frauen sozialisiert und übernehmen die Verhaltensmuster die uns bei ihnen am meisten Erfolg versprechen.
    • DerTaran 12.01.2016 15:20
      Highlight Highlight Genau das habe ich geschrieben, es ist der Umkehrschluss des Zitates, das Frauen von Männern dazu sozialisiert werden hörig zu sein. In Wahrheit ist es ein Teufelskreis, der nur langsam aufgelöst werden kann.
    • guby 12.01.2016 15:43
      Highlight Highlight Ich denke, dass ein beträchlicher Teil der "Genderprobleme" von den Frauen mitverschuldet ist. Schlechte Geschlechterverhältnisse in technischen Berufen zum Beispiel: In meiner Generation habe ich noch nie Eine getroffen der ein solches Studium verwehrt worden wäre. Deshalb sehe ich, sobald das Recht (Gleichberechtigung) gegeben ist, überhaupt nicht den Mann in der Pflicht. Denn alles über Gleichberechtigung hinaus führt zwingend zur bevorzugten Behandlung des einen Geschlechts. Darum erfüllen Kurse mit Ausschluss von Männern in meinen Augen ganz klar die Voraussetzungen von Sexismus.
    • Macke 12.01.2016 15:49
      Highlight Highlight Wenn ich mich und mein persönliches Umfeld anschaue, halte ich das Bevorzugen von Machos für eine Legende. Soweit ich weiss, wurde diese Legende durch Groschenromane wie "Warum Männer nicht zuhören..." weiterverbreitet. Und nur weil einige Frauen auf Machos stehen, muss ich mich nicht damit abfinden, sexuell belästigt zu werden.
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  • Toerpe Zwerg 12.01.2016 14:38
    Highlight Highlight Ich verneige mich in Hochachtung vor diesem klugen Kommentar.
    • Anna Rothenfluh 12.01.2016 14:50
      Highlight Highlight Ich danke dir herzlich, das freut mich wirklich sehr!
  • icaruus 12.01.2016 14:36
    Highlight Highlight Wenn man einen Artikel heiraten könnte würde ich vor diesem auf die Knie gehen. Danke!
    • Anna Rothenfluh 12.01.2016 14:41
      Highlight Highlight Und wenn ich der Artikel wäre, würde ich sofort Ja sagen! Danke <3
  • posti 12.01.2016 14:35
    Highlight Highlight Ich glaube es sollte tatsächlich um Männer gehen. Ganz einfach, weil ich denke, dass viele von der Emanzipation überrollt wurden. Die Frauen haben sich befreit, sie arbeiten und studieren mit Männern zusammen (fast) gleichberechtigt. Nur leider sind nocht etliche Männer in den 50er Jahren stecken geblieben. Viele (nicht alle) Männer haben Mühe mit einer Chefin oder könnten sich niemals vorstellen 100% Hausmann zu sein. Ich denke wir müssten mehr über die Männer reden, ein Mann, der eine Frau als gleichberechtigtes menschliches Wesen sieht, wird sie nicht belästigen.
    • Masta Ace 12.01.2016 14:50
      Highlight Highlight Dem würde ich zustimmen, wenn Männer und Frauen gleich sind, sind sie aber nicht. Es sind zwei verschiedene Geschlechter mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen (kein Geschlecht ist besser oder schlechter). Juristisch gesehen bin ich selbstverständlich für Gleichberechtigung. Was die Sexualtität angeht, ist klar, dass sich Frauen zum stärkeren und dominanteren Typen (meistens) mehr hingezogen fühlen, als zum "Weichei", was biologisch natürlich Sinn macht und genau hier scheitert der Feminismus.
    • lofi 12.01.2016 18:41
      Highlight Highlight @mr. jay bee1: also ich bin ein weichei, und ich habe überhaupt nicht den eindruck, dass sich wenig frauen zu mir hingezogen fühlen oder dass die meisten einen dominanteren typen bevorzugen
    • Masta Ace 13.01.2016 10:54
      Highlight Highlight Als Stärke meine ich nicht physische Stärke sondern die selben Dinge, die du meinst: Soziale Hierarchie, Sicherheit geben können oder Intelligenz als Beispiele. Dominanz ist insofern wichtig, da sich Parnter ja sexuell angezogen sollten um eine funktionierende Beziehung zu führen. Auch wenn Frau von heute das abstreitet und es nicht mehr zeitgemäss ist: sie möchten geführt werden. Evolutionsbiolgisch kommen wir der Entwicklung nicht nach, denn der Mensch braucht Millionen von Jahren um sich zu verändern. Unabstreitbar.
  • MARC AUREL 12.01.2016 14:23
    Highlight Highlight Ja, und das ist auch gut so Frau Rothenfluh, dies freut mich für alle Frauen und mit ihre These haben sie in meinen Augen auch Recht.
  • Nica Rother 12.01.2016 14:14
    Highlight Highlight ...und jetzt hast du mich dazu gebracht, liebe Anna, dass ich mir endlich Simone de Beauvoirs Werk besorge.
    Danke für diesen Artikel.
    • Anna Rothenfluh 12.01.2016 14:21
      Highlight Highlight Haha, sehr gut! Und danke! Vielleicht werd ich zu ihrem Jubiläum (Am 14. April ist sie 30 Jahre tot) noch etwas ausführlicher über ihr Buch schreiben. Und dann können wir diskutieren!
    • Nica Rother 12.01.2016 14:41
      Highlight Highlight Au ja! Mach das bitte, da ich keinen soziologischen/philosophischen Hintergrund habe, sind Inputs stets willkommen.

      Ich hoffe, ich habe genau am 14. April die Energie zum Diskutieren, die reicht bei mir nämlich nur etwa einmal im Monat, sehr kräfteraubend, dieses "What about teh menz".

      (Kompliment an alle, die sich täglich die Mühe machen)
  • koks 12.01.2016 14:14
    Highlight Highlight Nicht Männer sondern Arschlöcher sind sexistisch.
    Wennschon verallgemeinert werden muss.
    • Macke 12.01.2016 17:51
      Highlight Highlight Und genau diese Aussage stellt ein grosses Problem dar: Plötzlich wird es von einem allgemeinem Problem zu einem individuellen (und nein, ich sage nicht, dass alle Männer Sexisten sind). Es reicht mir nicht, jede Hand an meinem Hintern mit einem schlechten Charakter zu erklären. Denn teilweise gehörten die Hände zu Personen, die ich mochte. Wir sprechen hier davon, dass Frauen in einem hohen Masse sexuellen Belästigungen und Gewalt ausgesetzt sind. Und wenn wir es nicht als allgemeines Problem betrachten, werden wir keine Lösung dafür finden.
    • E7#9 12.01.2016 21:01
      Highlight Highlight Ehrlich...? Jemand den Sie kennen und mögen hat Sie begrapscht? Krass...
  • MARC AUREL 12.01.2016 14:08
    Highlight Highlight Liebe Frau Rothenfluh, in unsere Gesellschaft geht es schon lange nur noch um Frauen und eure Probleme aber sobald es um die Benachteiligung von uns Männern geht hört man gar nichts mehr! Wir Männer werden in vielen Bereichen benachteiligt. Dies ist eine Tatsache! Es ist Mode geworden gegen die Männer zu jammern.. was sollen wir noch für euch machen?? Ich bin auch für Gleichberechtigung aber bitte für alle in allen Bereichen!
    • Anna Rothenfluh 12.01.2016 14:17
      Highlight Highlight Lieber Aurel, als einer der letzten Stoiker müssten sie das doch mit Würde ertragen ;-). Ich wage mal eine These: Die ganzen Belange der Männer hinken hierzulande hinterher, weil sie grösstenteils eine Konsequenz der Fortschritte in der Gleichberechtigung der Frauen sind. Die Frau arbeitet, darf sich scheiden lassen, kriegt die Kinder zugesprochen, bekommt den Mutterschaftsurlaub. Das sind historisch gesehen neue Entwicklungen, an die man dann wieder die Sache der Männer anpassen muss.
    • smarties 12.01.2016 14:21
      Highlight Highlight es geht nicht um gleichberechtigung im sinne von ich-muss-und-du-nicht etc. sonder um die wahrnehmung der frau. dinge die von klein auf (auch von frauen) so als "rollenspiel" praktiziert werden
      bsp. mann beschliesst xy - reaktion: doch, der kann was, ist selbstständi - toller chef!
      frau beschliesst xy
      reaktion: bist du dir sicher? oder aber: was für eine herrschsüchtige frau
      oder der klassiker: was du willst keine kinder? warte noch ein paar jahre, dann willst du auch welche!
    • Anna Rothenfluh 12.01.2016 14:30
      Highlight Highlight Ach, Rhabarber. Danke für dein unermüdliches Kommentieren! Es ist tatsächlich ein Fluch. Aber schön, hab ich einen Artikel darüber geschrieben, um dann zu merken, dass es in den Kommentarspalten wiedervon vorn los geht.
  • Luca Brasi 12.01.2016 14:04
    Highlight Highlight Also mich störte am genannten Artikel, daß als Bsp. für Sexismus Werbung mit Stammtischcharakter herhalten musste. Es sagt ja niemand, daß es Sexismus nicht gibt (der Zeitungsartikel mit dem Grabscher und den verniedlichenden Kommentaren ist ein weitaus besseres Bsp.), aber die Werbewelt ist doch nicht 100% die Realität (nebenbei bemerkt gibt es auch Werbung, die unabhängige starke Frauen zeigt oder Männer als Idioten darstellt). Auch die Werbewelt steckt nicht mehr in den 50ern. Das noch lange nicht alles perfekt ist, bestreitet niemand. Diesen Artikel hier finde ich aber gehaltvoller.
    • Luca Brasi 12.01.2016 14:52
      Highlight Highlight Ich mache mir einfach Sorgen, daß es bei der Werbung nicht halt macht und wieder Bücher und Comics zensiert werden, weil deren Inhalt Gewalt, etc. drin hat. Das Ziel von Werbung ist es primär ein Produkt zu verkaufen und es lehnt sich dabei an die hiesige Kultur an. Werbung wie aus den 50ern würde heute wohl einen Imageschaden bedeuten, da die Frauen einen gewichtigen Anteil der Konsumenten ausmachen. Geschlechterrollen entstehen aber nicht exklusiv aus Werbung. Sie sind in Literatur, Kunst, etc. vorhanden. Wir sollten versuchen die "Awareness" für solche Bilder bei den Jüngsten zu steigern.
    • Statler 12.01.2016 14:54
      Highlight Highlight @Luca: die Werbewelt ist zu 0% die Realität. Denn genau das muss sie sein, um Bedürfnisse zu wecken.
      Das männliche Begehren, nach einer unerreichbaren Frau, wird mit dem Kauf eines Produktes substituiert, denn dies ist - im Gegensatz zu der Frau - verfügbar. Doch was passiert, wenn man sich auch das Substrat nicht leisten kann? Wohin werden die Begehrlichkeiten dann gelenkt?
      Die Werbung steckt tatsächlich nicht mehr in den 50ern. Sie ist perfider geworden und schadet unserer Gesellschaft weit mehr, als man das vermuten würde.
    • Sam1984 12.01.2016 14:57
      Highlight Highlight Werbung wird aber nicht von Männern gemacht sondern von Werbeagenturen.

      Wenn ich TV schaue und eine sexistische Werbung sehe, dann bedeutet das noch lange nicht, dass ich mit damit Identifiezeren kann.

      Ich rege mich allgmein auf, wenn ich Werbung sehe (egal ob sexistisch oder nicht) und mir dann Gedanken darüber mache für wie naiv/blöd/unreflektiert mich Werbeagenturen halten.

      Aber eine pluralistische aufgeklärte Gesellschaft muss so etwas aushalten können. Ich kann von einem erwachsenen Menschen erwarten, dass er sich eine eigene Meinung bildet und sein Frauenbild nicht aus dem TV erhält.
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  • Statler 12.01.2016 13:59
    Highlight Highlight Sexualisierte Werbung hat natürlich einen Zusammenhang mit sexuellen Übergriffen. Wenn Frauen als Objekte im öffentlichen Raum ausgestellt und somit auch als solche wahrgenommen werden, ist es nicht verwunderlich, wenn sie dann auch als solche behandelt werden.
    Das eigentliche Problem liegt aber viel tiefer und ist um einiges komplexer, als dass dafür 500 Zeichen reichen würden.
    Auch wenn ich das Buch glaub schon mehrmals erwähnt habe, empfehle ich es erneut zur Lektüre: Männerphantasien I+II von Klaus Theweleit. Ist in vieler Hinsicht ein Augenöffner...
    • Sam1984 13.01.2016 07:40
      Highlight Highlight Die Frau hat das recht auf Selbstbestimmung. Wenn eine Frau sich in der Gesellschaft als Objekt im öffentlichen Raum darstellen will, dann soll Sie das dürfen. Oder glauben Sie, dass die Frauen auf den Plakaten dazu gezwungen wurden ?

      Frauen fordern ja auch nicht, dass man keine Plakate von den Chippendales mehr aufhängen darf.
  • kaiser 12.01.2016 13:46
    Highlight Highlight "und ohne den Mann läuft gar nichts." Aber ohne die Frau läuft auch nichts! Wenn schon Hörigkeit dann bitte Zusammengehörigkeit.
  • sheshe 12.01.2016 13:27
    Highlight Highlight Ich bin ein Feind von staatlicher Regulierung, also möchte ich keine vorgesetzten Quoten. Auch die ewige Diskussion "Aber wir gebären / Aber wir müssen ins Militär" bin ich leid. Trotzdem glaube ich nicht, dass es so etwas wie Gleichstellung jemals gibt. Dafür sind wir natürlicherweise zu verschieden. Ich bin dafür, dass die selbe Arbeit den selben Lohn verdient! Auf jeden Fall. Aber ich bin nicht dafür, dass man Buben die Spielzeugpistole und Mädchen die Puppen weg nimmt. Ich plädiere für mehr gegenseitigen Respekt und weniger Egoismus. Denn sonst haben wir statt Chrarakter nur noch Einheit!!
    • Masta Ace 12.01.2016 14:00
      Highlight Highlight True Words! Bester Kommentar, den ich bis jetzt hier gelesen habe.
    • AdiB 12.01.2016 14:07
      Highlight Highlight das mit dem lohn ist so ne sache. wir männer brauchen das geld um unseren frauen die wünsche zu erfüllen. an valentinstag oder beim gemeinsamen dinner auswährts. ich bin einverstanden mit lohngleichheit wenn wir dann nicht ständig der gentleman sein müssen.
    • sheshe 12.01.2016 14:10
      Highlight Highlight @adiB, ach hör doch auf! Wenn ich eine Frau mag, dann bin ich sehr gerne dafür bereit, etwas springen zu lassen. Wieso denn auch nicht? Es kommt ja in irgendeiner (nicht immer monetären) Form zurück! Genau das meine ich doch, weniger Egoismus, bizeli meh geh!
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  • E7#9 12.01.2016 13:26
    Highlight Highlight Und dennoch glaube ich, dass was in Köln passiert ist anders diskutiert werden muss, als mit der "normalen" Gleichstellungsfrage. Anscheinend herrscht eine Diskrepanz zwischen einheimischen und eingewanderten Werten. Auch wenn sexuelle Belästigung bei uns nichts neues ist: Es ist gegenüber uns Männer nicht fair jetzt zu sagen, dass dieses Problem auf diese Art schon immer existierte und dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist generell über Gleichstellung zu sprechen. Vorher oder nachher wäre es besser gewesen. In der jetzigen Debatte spielt auch die kulturelle Integration eine zentrale Rolle.
    • Anna Rothenfluh 12.01.2016 13:43
      Highlight Highlight Da hast du einen Punkt. Nur wollte ich damit um Himmels Willen nicht sagen, dass alle Männer hier potentielle Belästiger sind. Und traurigerweise ist es so, dass Köln uns die nötige Aufmerksamkeit gibt, unsere Belange an den Mann zu bringen. Sonst heisst es ja dann gern: Hört endlich auf mit diesem Feminismus. Eigentlich hört man es sogar jetzt, wenn ich die Wut-Kommentare von gewissen Leuten lese.
    • Anna Rothenfluh 12.01.2016 13:47
      Highlight Highlight @BeWi: Ach. Zum Glück ist der Link von Köln bis zum Thema "Frauen müssen auch ins Militär" nicht abstrus.
  • Menel 12.01.2016 13:25
    Highlight Highlight Danke Anna, toller Artikel!

    ...und noch ein Wort an die Männer: Ich habe euch echt lieb! Ihr seid wundervolle, liebende, starke Partner, ganz tolle, liebevolle Vorbilder für eure Kinder und als Vater uneresetzbar. Als Freund und Bruder kann man sich auf euch verlassen und meist mehr Blödsinn anstellen, als mit Freundinnen ;)
    DANKE dafür!
    Aber bitte seht auch, dass es ein paar wenige von euch gibt, die nicht das für uns sind, was ihr seid. Bitte lasst uns mit ihnen nicht alleine. Seht nicht weg, sondern steht an unserer Seite, denn wir sind alle Partnerinnen, Töchter, Schwestern von jemandem.
    • Anna Rothenfluh 12.01.2016 13:33
      Highlight Highlight Danke dir fürs Diskutieren und die schönen Worte. Denen möchte ich mich gern anschliessen!
  • LaPaillade #BringBackHansi 12.01.2016 13:09
    Highlight Highlight Guter Artikel, merci Anna.
    Ich kann dieses unmögliche Jammern von Männern bezüglich Feminismus nicht mehr anhören. Und ich bin ein Mann.

    Zudem verstehen wir unter Feminismus im Alltagsverständnis ja heutzutage nicht nur die Gleichstellung der Frau gegenüber dem Mann, sondern auch die Gleichberechtigung allgemein. Der Begriff muss halt aus dem historischen Kontext heraus wahrgenommen werden, da die Rechte der Frau ja wirklich eine lange Zeit eine sehr untergeordnete Rolle spielten. Aber das sehen viele Leute eben nicht.

    Ein herzliches Dank auch noch an Rhabarber (für die stetig guten Inputs)
    • EvilBetty 12.01.2016 14:02
      Highlight Highlight Dann könnte man ja komplett auf den Begriff Feminismus verzichten und es grad Gleichberechtigung nennen, oder?
    • LaPaillade #BringBackHansi 12.01.2016 21:46
      Highlight Highlight @EvilBetty: Das war eine rhetorische Frage oder? Natürlich nennt man es vorzugsweise Gleichberechtigung. Aber versuch mal den Wandel des Wortgebrauchs in der Gesellschaft zu vollziehen.

      @Rhbarber: Bitte gern. Bin gerade nochmals dabei alle Kommentare seit Nachmittag anzuschauen, da hattest du ja einen ziemlich anstrengenden Nachmittag ;)
  • M2020 12.01.2016 13:08
    Highlight Highlight Zwei Fragen zur Gleichberechtigung (ernsthaft):
    1. warum haben Männer so wenig Vaterschaftsurlaub (1 Tag oder 1 Woche)
    2. warum müssen Frauen nicht ins Militär?
    • Cloudpanther 12.01.2016 13:36
      Highlight Highlight 1. die Grünen & SP versuchen seit längerem einen gerecht Vaterschaftsurlaub einzuführen. wer dagegen abblock, kanst du dir selber ausdenken.
      2. Nur Männer müssen ins Militär, weil wir mehrmals über die Wehrpflicht abgestimmt haben & es immer abgelehnt wurde.
    • Nica Rother 12.01.2016 13:46
      Highlight Highlight 1. Der Vaterschaftsurlaub ist ein Uranliegen der Feminist_innen.
      2. Militär: Ja, auch dort brauchts Gleichberechtigung. Einige von uns Frauen (ziemlich viele, gerade jüngere, emanzipierte) finden diesen ganzen Laden insgesamt jedoch sinnlos, da will man nicht noch Energie darauf verschwenden, diese heilige überalterte Kuh zu erhalten.

      Ps: du hast übrigens das Rentenalter vergessen, dort könnte ich dir nämlich vorbehaltlos beipflichten.
    • Nica Rother 12.01.2016 13:55
      Highlight Highlight ...aber ja, hör auf Rhabarber, HIER geht es um die Frauen. Google mal "what about teh menz", ein Effekt der IMMER auftritt. (und ich falle selbst immer wieder darauf herein)
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  • skorpi 12.01.2016 13:06
    Highlight Highlight Ich denke, neben der Emanzipation der Frauen in der Gesellschaft, die trotz allem schon viele Fortschritte gemacht hat muss jeder Mensch die eigene Emanzipation durchmachen. Ob Frau oder Mann, erkennen wer man ist, was einem interessiert und wofür man steht. Unabhängig vom Rollenbild des Geschlechts. Und da steckt in unserer individualisierten Gesellschaft die Schwierigkeit.
  • Tropfnase 12.01.2016 12:59
    Highlight Highlight feminissmuss und das ehwige männerbashing geht mir nur noch auf den Sack! Wird zeit das sich Männer wider selbstbewuster werden!
    • Anna Rothenfluh 12.01.2016 13:03
      Highlight Highlight Willst du mit den vielen "s" vielleicht die Aggressivität der Frauen unterstreichen? Ich habe in keinem einzigen Satz die Männer gebasht. Wir bewegen uns hier glaub's auf einem höheren Niveau.
    • barbarodastice 12.01.2016 13:04
      Highlight Highlight Hier ein spannender Link zum Thema, Tropfnase:

      http://www.duden.de
    • Qui-Gon 12.01.2016 13:30
      Highlight Highlight Selbstbewusste Männer jammern nicht über "Männerbashing"...
  • MARC AUREL 12.01.2016 12:51
    Highlight Highlight Ich mag es nicht mehr hören! Was in Köln passiert ist und sonst wo passiert geht gar nicht.. Aber dieses Gejammer von Gleichberechtigung regt mich langsam auf.. Auch wir Männer werden mehr und mehr benachteiligt! 100% Gleichberechtigung wird es nie geben, also hört damit auf!
    • Anna Rothenfluh 12.01.2016 12:57
      Highlight Highlight Deine Reaktion ist genau das, was ich meine. Mimimi. Und was ist mit uns?
    • barbarodastice 12.01.2016 12:57
      Highlight Highlight Doch, Gleichberechtigung wird es geben, wenn Leute wie du – mit Verlaub – sich nicht mehr dagegen wehren. Es gibt keinen Grund, sich darüber aufzuregen, dass 50% der Menschheit die exakt gleichen Rechte einfordern wie die anderen 50%. Dass ich das im Jahr 2015 immer noch sagen muss, ist zum Haare Raufen.
    • Anna Rothenfluh 12.01.2016 13:17
      Highlight Highlight Ich hab das Ganze im Zusammenhang mit der Köln-Debatte gebracht. Dass man in dieser Diskussion den Fokus auf die Frauen legen sollte. Über eure Belange soll und muss man genauso reden. Aber nicht hier.
  • Matthias Studer 12.01.2016 12:50
    Highlight Highlight Vielleicht sollte man, in Bezug zu Köln, das Wort Feminismus streichen. Hier geht es um Gewalt und Christliche Kultur, in der wir aufgewachsen sind. Es empört mich nicht, dass Frauen sexuell belästigt wurden. Es empört mich, dass massenweise Menschen in ihrer Intimität verletzt wurden und die Exekutive nichts dagegen unternehmen konnte/wollte/durfte.
    • Matthias Studer 12.01.2016 16:47
      Highlight Highlight @Rahbarber, es kommt doch ganz einfach auf den Blickwinkel an. Für mich sind Frauen auf gleicher Höhe wie Männer. Ich verurteile Gewalt. Egal ob sexuell oder sonst körperlich. Egal ob bei Mann oder Frau. Das meine Einstellung Blitze hagelt ist mir klar.
      Ich wurde vorwiegend von einer Frau erzogen und mit gleichberechtigten Gedanken auf den Weg geschickt. Ich mache viel weniger Unterschiede zwischen den Geschlechter. Ich nehm sexuell diskriminierende Werbung weder bei einer Frau noch bei einem Mann wahr. Mich stört beim Feminismus den Hinweis, das beide nicht gleich sind.
  • Howard271 12.01.2016 12:47
    Highlight Highlight Toller, differentierter Artikel! Bravo von einem Mann :-)
    • Anna Rothenfluh 12.01.2016 22:25
      Highlight Highlight Juhuuu, hab dank!
  • barbarodastice 12.01.2016 12:47
    Highlight Highlight Cooler Artikel. Finde die Reaktion "und wer denkt denn mal an uns Männer??" recht amüsant, in Anbetracht der Tatsache, dass wir seit tausenden von Jahren den Ton angegeben haben. Jetzt sind halt die Frauen dran. Ist auch gut so.
  • poga 12.01.2016 12:40
    Highlight Highlight Ein Artikel der seit Köln schon lange fällig ist. Der Moment könnte nicht besser sein.
  • Mate 12.01.2016 12:37
    Highlight Highlight feminismus ist hier nicht mehr nötig, frauen haben heute alle rechte die männer haben. ich bin ja auch für gleichberechtigung, aber das nenne ich lieber humanismus.
    • Paul_Partisan 12.01.2016 12:52
      Highlight Highlight so ein schwachsinn... schon alleine die lohnungleichheit zeigt uns auf, dass wir die gleichberechtigung auch hier noch nicht überall erreicht haben...
    • Manu Dorotheé Seitz 12.01.2016 12:58
      Highlight Highlight ach ja? wo lebst du denn? da will ich auch hin...
    • Mate 12.01.2016 16:48
      Highlight Highlight welches recht hat ein mann das eine frau nicht hat?
      zum thema lohngleichheit, es ist in der bundesverfassung verankert. wenn das ein betrieb nicht so tut, dann ist es an euch das zu ändern.
  • Charlie Brown 12.01.2016 12:36
    Highlight Highlight Es ehrt mich, dass Anna Rothefluh meinen Kommentar in diesem Artikel zitiert. Was Anna nicht wissen kann: Ich bin nicht eine Userin sondern ein User. Wahrscheinlich war mein Kommentar zu weiblich und/oder lag es am Profilbild?
    • Matrixx 12.01.2016 12:42
      Highlight Highlight Das ist wiederum Feminismus.
      Früher hätte man "User" geschrieben und es hätte sowohl für Weiblein wie auch für Männlein gegolten. 😊
    • Anna Rothenfluh 12.01.2016 12:47
      Highlight Highlight Hopsa, haha. Habs korrigiert. Ich hab natürlich spekuliert. Und dann dein Anzeige-Bild ... Tschuldigung.
      @Matrixx: hier hab ich es explizit verweiblicht, ja, weil es ja auch um die Frauensache geht – und die Kommentare, die meiner Meinung entsprechen meist (nicht alle!) von Frauen kamen.
    • Charlie Brown 12.01.2016 12:59
      Highlight Highlight @Anna: Kein Problem. Mit dem Bild ist es wie mit meiner Meinung; passt halt nicht immer ins gängige Schema ;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • lofi 12.01.2016 12:36
    Highlight Highlight guter artikel!
    meiner meinung nach haben zwar auch gender-studentInnen und rosinenpicker-feministinnen recht, aber mit dem rest des artikels bin ich voll und ganz einverstanden.
  • Matrixx 12.01.2016 12:36
    Highlight Highlight Das, was heute als Feminismus bezeichnet wird, ist kein Feminismus. Das ist eine Geschlechtertrennung. Der Kampf um das "Über-Geschlecht".

    Warum sollte es in einer gleichgerechtlichen Welt sonst vorkommen, dass Frauen immer mehr fordern und sich gegen die Männer stellen.

    Warum soll ich als Mann, wenn ich mit der Freundin shoppen gehe, im Vorraum der Umkleidekabinen warten, anstatt vor ihrer Kabine, während die Frauen aufgrund Platzmangels ungeniert die Männerkabinen nutzen dürfen?
    • Tornado 12.01.2016 12:42
      Highlight Highlight Oder an grossen Anlässen gehen Frauen selbstverständlich auf die Mannen WC, mach das einmal als Mann umgekehrt :-)
    • Matrixx 12.01.2016 12:46
      Highlight Highlight Mich störts ja nicht.

      Ich bin in einer Ausgeh-Szene aufgewachsen, die Unisex-WCs nutzte.
      Da stehst du am Pissoir im engen Raum und hinter dir ist die WC-Kabine.

      Und während du gedankenabwesend dein Geschäft erledigst, öffnet sich hinter dir die Tür und eine Frau rempelt dich versehentlich an. Man entschuldigt sich, lächelt und jeder geht seines Weges.
    • Kastigator 12.01.2016 13:02
      Highlight Highlight Tornado, es stehen an Grossanlässen auch immer mehr Frauen Schlange als Männer. Mir leuchtet dein "Argument" nun gar nicht ein.
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  • Kookaburra 12.01.2016 12:30
    Highlight Highlight Was haltet ihr Frauen eigentlich davon, dass ihr, laut einem Bundesgerichtsentscheid, physisch und psychisch nicht in der Lage seid, Dienst zu leisten. Also nicht fähig z. B. einfachste Hilfspflegearbeiten auszuführen.

    Schämt ihr euch nicht dafür, dass euer ganzes Geschlecht (Gerichtlich abgesegnet) als behindert gilt?
    • jane * 12.01.2016 13:01
      Highlight Highlight Bei einer solchen Behauptung/Aussage wäre es doch schön, wenn du den erwähnten BGE auch nennen würdest. Ohne diese Nennung kommt dein Kommentar als reine Provokation rüber, vor allem, da völlig unklar ist, aus welchem Jahr der Entscheid stammt...
    • Menel 12.01.2016 13:47
      Highlight Highlight Männer können aus physiologischen und biologischen Gründen auch keine Kinder bekommen. Fühlen sie sich dadurch nun behindert? Ist das ein Grund, wieso wir nicht gleichberechtigt behandelt werden sollen?
    • jane * 12.01.2016 14:50
      Highlight Highlight @gusg: Danke für deinen Input! Das relativiert den Beitrag von Ninja jedenfalls schon mal ziemlich...
      Ich kann dir in deinen hier gemachten Aussagen nur zustimmen.

Wenn Frauen über Autoren schreiben, wie sonst nur Männer über Autorinnen schreiben

Alles fing damit an, dass sich eine Journalistin über eine Rezension im «Tages-Anzeiger» aufregte. Darin schrieb ein älterer Mann über das Buch einer sehr jungen Frau. Vor allem aber schrieb er darüber, wie er das Aussehen besagter sehr junger Frau auf dem Foto im «New Yorker» empfand. Sie sehe darauf aus «wie ein aufgeschrecktes Reh mit sinnlichen Lippen».

Die Frau heisst Sally Rooney – sie ist 28 Jahre alt und eine mit Literatur-Preisen überhäufte Bestseller-Autorin aus Irland.

Aber anstatt in …

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