Kunst
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One Central Park

Architektonisches Wunderwerk

Das beste Hochhaus der Welt

Australien setzt in Sachen Hochhausarchitektur neue Massstäbe. Wer das nagelneue Gebäude «One Central Park» in Sydney betritt, wähnt sich in der Zukunft. Und in der Zukunft wachsen die Gärten vertikal.  

Felix Burch, Sydney

Die Australier sind nicht dafür bekannt, dass sie sich zurückhalten mit Superlativen. Sie nehmen für sich in Anspruch, die schönsten Strände zu haben, sie sind die selbsternannten Barbecue-Weltmeister und die Olympischen Sommerspiele in Sydney im Jahr 2000 waren «the best ever». Das erzählen sie heute noch stolz.

Seit kurzem dürfen sie sich nun auch das Land nennen, welches das beste Hochhaus der Welt besitzt. Und diesen Titel haben sie sich nicht selber verliehen. Der Bau «One Central Park» ist soeben vom Council on Tall Buildings and Urban Habitat (CTBUH), das zum Technologie-Institut in Chicago gehört, ausgezeichnet worden. Weil er zukunftsweisend sei; nicht nur von der Ästhetik her, auch was das Ökologische betreffe. 

Gebaut hat das Hochhaus der französische Architekt Jean Nouvel. Es steht mitten in der Grossstadt Sydney.

Zwei besonders herausragenden Eigenschaften des Meisterwerks sind:

1. Der freitragende Heliostat 

Dieser leitet am Tag das Sonnenlicht in einen nahegelegenen Park um, während es dort Schatten hat. In der Nacht wird der Heliostat zum LED-Kunstwerk

One Central Park Sydney Heliostat

Der Heliostat bringt Licht in den Park. bild: felix burch 

2. Die hängenden Gärten

Auf 1120 Quadratmeter Fläche legte der französische Landschaftskünstler Patrick Blanc vertikale Gärten an. 35'200 Pflanzen brauchte er dafür. Für das «One Central Park» entwickelte er eigens ein ferngesteuertes Tropfbewässerungssystem. Die Wurzeln der Pflanzen hat er an einem Filz befestigt und lässt sie mit demineralisiertem Wasser tränken. Dadurch kann das Grün ohne Erde vertikal entlang der Wände wachsen. 

Bild

Die hängenden Gärten von Sydney. Oben links der Heliostat. Bild: felix burch

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Pflanzen sind auch innen ein wichtiger Teil der Architektur. Bild: felix burch

Etliche Leute stoppen vor dem Gebäude und schauen hoch zur grünen Fassade. Auch drinnen im «One Central Park» ist es grün. So wurde die Rolltreppe mitten in eine Pflanzenwelt gebaut. 

Die Rolltreppe bringt einen von trendigen Shops zu einem Bereich, wo es ein Einkaufszentrum gibt, szenige Cafés und Restaurants. Wer hier wohnt, muss den Komplex grundsätzlich nie verlassen. Ein medizinischer Dienst gehört ebenso zum Konzept wie ein Coiffeur. Draussen spielt eine Band, am modernen Beton-Grill wartet ein Pärchen bis seine Steaks à point sind. 

Das «One Central Park» befindet sich zwischen zwei Universitäten und ganz in der Nähe der Central Station sowie des ehemaligen Hafens. Es ist Teil eines Zwei-Milliarden-Projekts, das noch nicht ganz fertiggestellt ist. Im und rund um das Gebäude halten sich auffällig viele junge Menschen auf. Und zahlreiche junge Leute bewohnen es auch – junge Leute mit Geld. 

Auf die Frage wie viel eine Wohnung ungefähr kostet, wird man auf die Homepage verwiesen. Ein Zimmer soll es ab 400'000 australischen Dollar geben. Das entspricht ungefähr 330'000 Schweizer Franken. Für ein Appartement mit zwei Zimmern müssen mindestens zwei Million australische Dollar hingeblättert werden. Einer der Erstbezüger sagt gegenüber watson: «Die Wohnung ist jeden Rappen wert.» 

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quelle: youtube



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    Alle Leser-Kommentare
  • Tortejäger 04.12.2014 11:21
    Highlight Highlight Warum wagen wir Schweizer kein solches Projekt. Wir mit unserem Geld und unserem Wissen sollten doch gerade die sein, welche in Nachhaltige Wohungslösungen sehr stark investieren!
    • Jonasn 04.12.2014 17:00
      Highlight Highlight Weil solche Wohnungen hier einfach das fünf- bis sechsfache kosten würden und nur Mieter hätte, die sich einen Dreck um die Nachhaltigkeit scheren und sich nur fragen wo sie ihre zwei SUV's parken können
  • Romeo 03.12.2014 20:55
    Highlight Highlight Das ist jetzt witzig. Als ich das vorhin auf TW las, kamen mir die hängenden Gärten wieder in den Sinn und ich schmunzle; mein Pfadiname war Phidias. Kein Witz. Damals fand ich den Namen uncool.
  • DerWeise 03.12.2014 20:40
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