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Das sind die 5 attraktivsten Frühblüher
1. Tipp: Narzisse
Ich bin zwar eine Miniatur, aber dafür eine Berühmtheit. Der britische Narzissenzüchter Alec Gray hat mich 1949 entdeckt. «Tête-à-tête» heisse ich, weil sich bei mir meist ein Blütenpaar zeigt, also zwei Blüten an einem Stiel. Deshalb hat mich Alec vermutlich von Anfang an so genannt.
Alec fand an mir zuerst wenig Gefallen, weil er grössere Narzissensorten für den Schnittblumenhandel züchtete. Doch zum Glück änderte er seine Meinung und pries mich dann überall an. Da er so viel Freude mit mir hatte, züchtete er später viele weitere Zwergnarzissensorten.
Ich bevorzuge feuchte und nährstoffreiche Böden an der Sonne. Da ich klein bleibe, kannst du mich gut in einen Steingarten pflanzen. Gerne lasse ich mich von Traubenhyazinthen (Muscari) und Wild-Tulpen (Tulipa) begleiten.
Verpasse nicht mich kennenzulernen.
2. Tipp: Leberblümchen
Meine Blüten leuchten vom Blauviolett der Wildart bis hin zu zartem Rosa und strahlendem Weiss bei den Zuchtsorten. Bei Regen und am Abend schliesse ich meine Blüten. Diese Bewegung entsteht durch das Wachstum meiner Blütenhüllblätter, die damit im Laufe der Blütezeit ihre Grösse etwa verdoppeln.
Am liebsten habe ich waldähnliche Licht- und Bodenverhältnisse und gedeihe besonders gut unter alten Baumbeständen. Zudem bevorzuge ich einen schattigen Standort mit leicht feuchtem Boden im Winter und Frühjahr, während er im Sommer ruhig etwas trockener sein darf.
Erfahre mehr über meine Herkunft und meinen Namen.
3. Tipp: Alpenveilchen
Ich bin ein wahrer Gartentraum – bestimmt gerätst auch du ins Schwärmen. Meine duftenden Blüten präsentieren sich in einer Vielfalt von rosigen bis karminroten Nuancen sowie in reinem Weiss. Und meine frühe Blütenpracht trotzt mühelos Kälte und Schnee.
In der Blumensprache symbolisiere ich Schüchternheit und deute auf mangelnden Mut hin, offen eine Liebe zu gestehen. Ich helfe zudem, eine verlorene Liebe zu vergessen. Verschenkst du mich, kannst du die Person auch subtil darauf hinweisen, dass du nichts mehr von ihr wissen möchtest. Weitere spannende Infos über mich, gibt es hier.
4. Tipp: Buschwindröschen
Meine volle Wirkung als zierliche Frühlingsbotin entfalte ich, wenn ich in grösserer Zahl auftrete und aussehe wie ein weiss blühender Teppich. Ich symbolisiere wie kaum eine andere mehrjährige Pflanze die Vergänglichkeit: So früh wie ich im März meine Blütenpracht zeige, so schnell verschwinde ich danach samt meinem Laub wieder im Boden.
Ich habe als typische Waldbewohnerin meinen Lebenszyklus perfekt an meinen Wohnort angepasst. Solange die Bäume noch kein Laub tragen, geht es mir richtig gut. Doch sobald es durch das Laubdach dunkel wird und ich kein Wasser mehr bekomme, ziehe ich mich auf meine Wurzeln zurück.
Da ich über feine Wurzelausläufer verfüge, entwickle ich mich sehr gut unter alten Bäumen – dort, wo sonst kaum eine andere Pflanze zufrieden ist. Gerne bin ich mit spät austreibenden Schattenpflanzen wie den Funkien und Silberkerzen zusammen. Hast du ein schattiges Plätzchen für mich?
5. Tipp: Europäischer Hundszahn
Meine Blütenfarbe ist auch in der Natur variabel, und mit etwas Glück kannst du sogar weiss blühende Artgenossinnen von mir entdecken. Ich entwickle nur zwei Laubblätter: Eines erscheint früh im Jahr, während sich das zweite erst während der Blüte bildet.
An schattigen bis halbschattigen Orten mit genügend Bodenfeuchtigkeit fühle ich mich am wohlsten. Wichtig ist jedoch, dass die Erde gut wasserdurchlässig ist. Wurzeldruck von Bäumen macht mir nichts aus. Im Gegenteil: Wenn ich dort ungestört bleiben darf, gedeihe ich besonders üppig. Noch bin ich selten in Gärten zu sehen – höchste Zeit, dass du mich kennenlernst.
Fragen?
Hast du Fragen rund ums Thema Garten? Wie du ungeliebtes Ungeziefer loswirst? Welche Pflanzen besonders gut zusammen gedeihen? Dann schick uns gerne deine Frage an garten@watson.ch und vielleicht wird sie bald hier im Blog beantwortet.
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