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Emma Amour: «Wieso funktionieren Dating-Apps bei allen ausser bei mir?!»

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bild: shutterstock / watson
Emma Amour

«Wieso funktionieren Dating-Apps bei allen ausser bei mir?!»

13.07.2020, 10:0314.07.2020, 09:18
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Liebe Emma

Ich bin 22 Jahre alt und hatte noch nie eine Beziehung und erst einmal Sex.

Ich habe schon seit längerem Tinder und Lovoo heruntergeladen in der Hoffnung, etwas Erfahrungen sammeln zu können.

Leider funktioniert das bei mir überhaupt nicht! Viele meiner Freunde/innen benutzen auch diese Apps und sie bekommen viele Likes und Matches, gehen auf Dates oder haben unkomplizierten Sex.

Bei mir läuft rein gar nichts. Ich habe mein Profil von mehreren Leuten «überprüfen» lassen und keiner kann mir sagen, warum bei mir keiner anbeissen will. Meine Fotos sind gut und die Bio ist einfach gehalten und doch interessant.

Ich will nicht überheblich klingen, aber ein «Wüstling» bin ich nun wirklich nicht. Und interessant bin ich eigentlich auch. Ich arbeite als Krankenpfleger in einem Altersheim, bin leidenschaftlicher Musiker, koche und fotografiere gerne.

Vielleicht stehen einfach weniger Frauen auf Asiaten oder weiss Gott was! (Ich bin aus Thailand)

Du wirst wohl sagen, ich solle keine Angst haben, ich sei noch jung, meine Zeit wird schon kommen und so weiter. Ich habe aber Angst!

Das sollten doch jetzt meine besten Jahren sein!

Was mache ich falsch?!

Gruss,
Tim

Lieber Tim,

mir fällt immer wieder auf, dass viele Menschen mit falschen Vorstellungen Dating-Apps runterladen. Natürlich heisst es, dass man easy von daheim aus auf der Couch chillend tolle Affären, One Night Stands und sogar auch die ganz grosse Liebe finden kann.

Was man oft vergisst: Es ist auf keinen Fall so, dass sich auf den Apps nur Jackpots befinden, die auf uns gewartet haben. In Tat und Wahrheit habe zumindest ich die Erfahrung gemacht, dass es ziemlich viel Schnauf und noch mehr Swipes braucht, bis es mal zu einem verheissungsvollen Match kommt.

Und dann kann immer noch einiges schief gehen. So ist Ghosting oder Matches einfach wortlos wieder auflösen gang und gäbe. Das ist eine Zeiterscheinung, die mit dir als Person nichts zu tun hat. Das ist mir passiert, das ist Freunden und Freundinnen von mir passiert. Ich kenne eigentlich niemanden, der online nicht schon mal «geghostet» wurde.

Denjenigen, die erzählen, dass sie pausenlos krasse Dates und noch krasseren Sex haben, glaube ich nicht immer nur. Auch du solltest all die Erfolgsgeschichten nicht einfach blind glauben.

Dass du aber verunsichert bist und dich nach Erfahrungen und Sex sehnst, kann ich enorm gut verstehen. Ich würde dir ans Herz legen, dein Spektrum etwas zu erweitern und dich nicht nur auf Apps zu konzentrieren.

Versuche doch auch mal im Alltag, soweit dies möglich ist, mit anderen ins Gespräch zu kommen. Du musst auch gar nicht flirten, wenn dir das schwer fällt. Auch einfach mal jemanden anlächeln, kann zu einem Gespräch führen oder zumindest zu einem erwidertem Lächeln.

Gib die Zeit, probier verschiedenes aus und nimm es ja nicht persönlich, dass es auf den Dating-Apps nicht so simpel ist, wie du es dir wünschst.

Und lass dir gesagt sein, dass es sehr wohl sehr viele Menschen gibt, die auf Asiaten stehen. Emma-Ehrenwort.

Alles Gute und ein Universum Erfolg,

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Und was würdest du Tim antworten?

Diese Herren und Damen sind übrigens auch auf Tinder:

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Diese Herren und Damen sind übrigens auch auf Tinder
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«Auf Tinder sind alle so: Ja. Nö. Nei. Geil, Titten!»

Video: watson/Gregor Stäheli, Emily Engkent
Emma Amour ist ...
… Stadtmensch, Single, Mitte 30 – und watsons Bloggerin, die sich gerade einen Sommer lang eine Auszeit gönnt. In der Zwischenzeit gibts donnerstags jeweils Cleos Storys. Cleo ist Emmas BFF. Montags bleibt alles wie gehabt. Emma hat nämlich fleissig vorgearbeitet und sich vor ihrer Pause euren Fragen angenommen.

Apropos Fragen: Die könnt ihr weiterhin an emma.amour@watson.ch schicken. Antwort gibts ab November. Ach ja, damit sich Emma voll und ganz ins Abenteuer Leben stürzen kann, schwänzt sie während ihres Sabbaticals die Kommentarspalte. Natürlich wird sie hie und da heimlich mitlesen, weil: «Ich kann es nicht abstreiten, ich vermiss die Userschaft. Ist Userschaft ein gebräuchliches Wort?»
Das bin nicht ich, aber so würde ich als Illustration aussehen. Öppe.
Das bin nicht ich, aber so würde ich als Illustration aussehen. Öppe.bild: watson
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118 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Thomas Oetjen
13.07.2020 10:44registriert Dezember 2017
«Onlinedating ist für Frauen wie Shoppen und für Männer wie Bewerbungsgespräche»
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Cirrum
13.07.2020 10:30registriert August 2019
Alle Jahre sind die Besten Jahre, wenn man sich dann auch keinen Druck macht und das Leben geniesst! Bitte hört auf, in irgendwelche gesellschaflichen Ramen passen zu wollen, so verpasst man nämlich das Leben.
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Kreasty
13.07.2020 11:21registriert Mai 2016
Hauptproblem: Du Mann.

Von daher mach dir nicht so nen Kopf, viele hier sind sehr Oberflächlich, weswegen der "normalo" ohne Auto und oben Ohne Bilder nicht so die Aufmerksamkeit bekommt. Wenn du Gelegenheitssex möchtest, müsstest du denk ich "Aggressiver" dahinter, irgendwie scheint das meist zu klappen
Kann aber trotzdem sagen, dass ich meine derzeitige Freundin auf Tinder kennengelernt habe, da wir beide eher die sind welche nicht gross rausgehen oder eben schüchtern sind.

Thema Sex: Mach dir keinen Kopf, nicht jeder Vögelt durch die Welt, auch wenn die Kolumne hier das eig. so vorzeigt.
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Das sind meine 3 Vorsätze fürs neue Jahr – und deine?
Ich gehöre eigentlich nicht zu den Leuten mit guten Vorsätzen. Man hält die ja eh nie ein. Aber eben – wenn man sich nichts vornimmt, gibt's ja auch nichts einzuhalten. Diesmal finde ich, wenn ich schon so oft über Gesundheit geschrieben habe, könnte ich mir auch mal ein paar Dinge vornehmen, welche meiner Gesundheit tatsächlich förderlich sind. Drei an der Zahl.

Diverse Studien zeigen tatsächlich: Social Media macht krank. Eine Studie der Universitäten Arkansas und Pittsburgh zeigt zum Beispiel einen direkten Zusammenhang zwischen der Intensität der Social Media Nutzung und der Entwicklung von Depressionen. Und eine Langzeitstudie der Universität Montreal unter Teenagern sagt, dass diese, je mehr Zeit sie auf Social Media verbringen, desto stärkere depressive Symptome entwickeln.

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